Label: Hellcat Records
Veröffentlichung: 1. Juni 2007

Schon mit dem Intro machen Tiger Army klar, worum es ihnen geht: “Tiger Army never dies!” Wenn man die Bandgeschichte bedenkt, ist das fast schon ein bisschen makaber… aber nun zur neuen Platte. Ums vorneweg zu nehmen: sehr gute Platte, jedoch sollte sich die Psychobilly-Fraktion drauf einstellen, dass Tiger Army sich ein wenig aus diesem Genre rausbewegt hat. Gleich das zweite Lied ist die erste Singleauskopplung. Hier klingt es noch nach Tiger Army und “Afterworld” hat eindeutig Hitpotential, ist überraschend flott und hat trotzdem eine melancholisch-tragische Sichtweise auf die Welt. Wie man das eben gewöhnt ist. Generell knallen die ersten drei Lieder sofort mit ordentlichem Tempo rein und werden von Jeff Roffredos Kontrabass bestimmt. Erst mit dem vierten Lied “Forever Fades Away” kehrt etwas Ruhe ein. Dieser Song könnte glatt im Radio gespielt werden, so poppig, wie er klingt. Und ab hier verliert sich die typische Handschrift. Ganz drastisch wird es bei “As The Cold Rain Falls”. Hier gibt es Synthesizer und man fühlt sich ein bisschen wie im New Wave der 80er. Huch? Jeder einzelne Song dieser Platte kann alleine sehr gut bestehen. Sie sind alle sauber komponiert und produziert und ganz sicherlich haben einige davon auch das Ding zum Ohrwurm. Doch insgesamt kommen die Lieder nicht so zusammen, wie sie sollten. Und irgendwie fehlt einfach diese Energie und die spezielle Sicht der Tiger Armys auf die Welt. Tiger Army ist unter Fans schon so etwas wie eine Kultmarke, was man alleine daran sieht, wie viele Menschen sich das Logo eintätowieren lassen. Die Band präsentiert die Bilder davon stolz auf ihrer Homepage. Doch ich bin mir nicht sicher, ob eingefleischte Fans diese Tattoos nicht bereuen werden nach diesem Album. Es ist zwar hervorragend gemacht und bereitet bei jedem Hören Freude. Doch es ist eben keine typische Tiger Army-Platte und an den neuen Sound muss sich der Eine oder Andere sicherlich gewöhnen.

Wertung: 0=5 Sterne

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