Label: Nix Gut
Veröffentlichung: 23.08.2008

Schuster bleibt bei den Leisten. Dieser Spruch trifft in der Punkszene vor allem auf das Deutschpunklabel Nix Gut aus der schwäbischen Provinz zu. Die Frage lautet also, ob sich daran auch nach der Veröffentlichung des mittlerweilen vierten Albums von ni ju san nichts ändert. Die Deutschpunker lassen wieder einmal ihrem Hass auf (fast) alles und jeden ungeschminkt freien Lauf- nur dass dies ihr erstes Live-Album ist und somit eigentlich auch als erste Best-of-CD der Band verstanden werden kann. Positiv überrascht haben mich die vielseitigen bzw. abwechlsungsreichen Gitarrenriffs, die sich deutlich von so manchem stumpfsinnigen 3-Akkorde-Schema, wie er ganz gerne von anderen Bands bis zum Erbrechen durchgezogen wird, abheben. Ebenso merkt man, dass die Band ganz klar über außergewöhnliche Live-Qualitäten verfügt und während des Konzerts immer Vollgas gibt. Ebenso erstaunlich empfinde ich so manchen der Liedtexte der Band, die sich einfach nicht in das Nix Gut typische Klischee einreihen wollen. Obwohl, wenn ich dann wieder solche Zeilen wie „Komm schon reiche mir die Hand /wir besprühen eine Wand / In jedem steckt ein Punk! Komm wir stürzen dieses Land / denn es ist gebaut aus Sand / In jedem steckt ein Punk!“, dann weiß ich, dass mein Schuster-Sprichwort von oben wieder einmal zutrifft! Schade, eigentlich.

Wertung: 0=3 Sterne

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