Label: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 02.02.07

Es müßte 1998 gewesen sein, als die Single „Böse“ der damals sehr abgefahrenen und neuen Band Knorkator, seine Runden in meinem damaligen Pausehof drehte und zum absoluten Kult mutierte. Diese Band Übertraf sogar J.B.O., die zu dieser Zeit die Meister waren, was diese Art von Musik anbelangt. So legte ich mir irgendwann, nach der besagten Single, auch das Album „Hasenchartsbreaker“ zu, welches ein paar Hits hatte, aber ansonsten nichts besonderes mehr bot. Mal abgesehen vom legendären Auftritt beim Eurovision Song Contest verlor man Knorkator dann wieder aus den Augen. Es müßte Anfang des Jahres gewesen sein, als ich dann die DVD der Band von einem bekannten ausgeliehen bekommen habe. Dort konnte ich einige der alten Songs wieder finden, die mir so manch köstliche Stunde geschenkt haben. Einige neue Fundstücke konnte ich auch machen, die mir zeigten, daß Knorkator bis heute nichts an ihrem Reiz verloren haben. Ein Lied, welches mir sofort im Gedächtnis blieb (das lag natürlich auch an dem sehr geilem Musikvideo), war neben „Wie weit ist es bis zum Horizont“ der Gassenhauer „Wir werden alle sterben“. Und just jenes Lied habe ich mit Staunen auf dem neuen Longplayer von Knorkator wieder vorfinden können. Das hat mich natürlich sehr gefreut, aber auch gewundert, da man auf neuen Scheiben ja keine alten Songs im Normalfall vorfinden kann. Bis mir dann klar wurde, daß das Lied per Singleauskopplung (mit dem Stück „Geld“, was auch auf dem neuem Album drauf ist) schon veröffentlicht wurde. Neben „Wir werden alle sterben“, sind noch weitere Kracher auf dem Album zu finden, die sich jedoch erst Gegen Ende der 40-Minütigen Hörfreude auffinden lassen. Da wären z.B. „Nur mal angenommen“ (typischer Knorkator Text), „Eigentum“ (da steckt viel Wahrheit drin!) und „Für meine Fans“. Bei Knorkator paart sich künstlerisches Können mit hintergründigem Blödsinn, der schon fast zum Wahnsinn neigt. Ein paar Durchhänger gibt es, gerade was das Musikalische angeht. Knorkator geht mir nämlich in manchen Songstellen einen Schritt zu sehr in die „Metal-Ecke“. Mit „Das nächste Album aller Zeiten“ haben Knorkator jedenfalls wieder ein hervorragendes Werk herausgebracht, welches Stücke enthält, die sich sicher noch viele Hörer lange durch die Gehörgänge jagen werden.

Wertung: 0=5 Sterne

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