Mrs Greenbird Interview im Corona Quarantäne Spezial

Der neuartige Coronavirus Covid-19 greift weiter um sich. Weite Teile der Welt sind bereits betroffen. Auch wir vom Pressure Magazine nehmen die Sache sehr ernst und unterstützen die Präventionsaktion #WirBleibenZuhause

Allerdings möchten wir unseren Lesern in den Zeiten der Coronavirus-Quarantäne auch weiterhin Unterhaltung, Abwechslung und zur aktuellen Lage Information bieten. Insbesondere möchten wir mit diesem Beitrag auch Bands unterstützen, deren Konzerte abgesagt wurden.

Wir haben die Musiker Mrs. Greenbird zur aktuellen Situation befragt und wollten wissen, wie sie die Coronavirus-Quarantäne meistert.

Wo verbringt ihr die vorgeschriebene Quarantänezeit in diesen Tagen?

Für uns hat sich bisher eigentlich so gut wie nichts geändert. Dadurch, dass wir uns zu Hause ein Studio eingerichtet haben, arbeiten wir sowieso die meiste Zeit von zu Hause aus. Auswärts arbeiten wir nur, wenn wir Aussentermine haben oder auf Tour sind. Wir recorden gerade eine Single für einen Newcomer und gleich danach basteln wir weiter an Album Nummer 4.

Zwischendrin machen wir Büroarbeit und telefonieren mit Freunden und Familie. Wir gehen bloß zum Einkaufen und die täglichen Hunderunden vor die Tür, da wir zwei ziemlich süße Australien Shepard’s haben.

Wie genau betrifft euch die aktuelle Situation, angefangen von der persönlichen Einschränkung, bis hin zu möglichen finanziellen Folgen?

Persönlich eingeschränkt fühlen wir uns bisher gar nicht wirklich. Das Gefühl tritt wahrscheinlich erst in ein paar Wochen ein. Wir sind beide Typ einsamer Wolf. Wir lieben Menschen, sind aber unfassbar gerne mit uns selbst alleine und haben eher zu viel als zu wenig zu tun, daher ist uns auch nie langweilig. Zur Zeit genießen wir es sogar mal ein bisschen zu entschleunigen, auch, wenn wir große Angst um unsere Familien haben, die zur Risikogruppe gehören.

Welche Tipps möchtet ihr den Menschen da draußen mit auf den Weg geben, um mit dieser außergewöhnlichen Situation umzugehen?

Sich Aufgaben suchen und sich bewusst mit Schönem zu beschäftigen. Bloß nicht den ganzen Tag auf dem Sofa sitzen und Nachrichten gucken.

Man kann ein Instrument erlernen, Briefe schreiben, Bücher lesen, den Nachbarn beim Einkauf unterstützen, die Wohnung renovieren, ausmisten, lesen, Podcast hören, den Computer entrümpeln, im Garten arbeiten, Serien gucken, Sport machen und so vieles mehr.

Sofern wir dieser „Krise“ etwas Positives abgewinnen können, was würdet ihr in Hinblick auf die Welt oder auf die Menschheit wünschen? 

Wir würden uns wünschen, dass die Umwelt von der Krise profitiert und sich ein wenig davon erholt, wie schlimm wir die ganzen letzten Jahre mit Ihr umgegangen sind. Auch wäre es schön, wenn Menschen insgesamt dankbarer würden im Hinblick auf all die Dinge, die man für viel zu selbstverständlich nimmt.

Mehr Hilfsbereitschaft untereinander und Wertschätzung für so wichtige soziale & pflegerische Berufe und Musik und Kultur wäre toll. Die Liste könnte man unendlich fortsetzen.

Welche 3 (Luxus-) Artikel hast Du Dir in den vergangenen Tagen noch auf die Schnelle im Supermarkt bzw. am Kiosk an der Ecke gekauft, um die nächsten Tage zu gut zu überstehen? 

Ehrlich gesagt gar nichts. Wir Hamstern nicht und kaufen nur ein, wenn wir wirklich etwas brauchen. Wir merken eher wie wenig man eigentlich braucht und sind einfach nur froh, dass wir und unsere Liebsten gesund sind.

Welche 3 Lieblingssongs dürfen auf einer Anti-Krisen-Playlist auf gar keinen Fall fehlen? 

Schwere Frage. Zur Zeit am ehesten Jason Isbell mit „Traveling alone“ (Unser Ausmarsch-Hochzeitssong), „Don’t stop me now“ von Queen und „Crowded table“ von The Highwomen.

Wie seid ihr als Künstler von der aktuellen Situation betroffen? Gibt es bereits Nachholtermine für die abgesagten Live Termine und wie optimistisch seid Ihr, dass auch die neuen Termine gehalten werden können?

Wir haben dieses Jahr 10 jähriges Bandjubiläum und hatten für Oktober eine ganz besondere Tour geplant: „Mrs. Greenbird and strings“, doch wahrscheinlich wird es komplett ins Wasser fallen, weil zur Zeit jeder Künstler seine Frühjahrstermine in den Herbst verlegt. Auch kauft gerade niemand Tickets aus Angst sich anzustecken.

Ab dem 23.4. hatten wir eine 6 wöchige Frühjahrstour geplant, die jetzt nach und nach abgesagt oder verschoben wird. Ersatztermine haben wir noch keine finden können. Die Veranstalter schwanken zwischen Existenzangst und Überlastung… Zur Zeit können wir nur von Tag zu Tag denken und planen und hoffen, dass bald Alles besser wird und wir das Virus in den Griff bekommen, sonst sieht es für uns als Indie-Künstler finanziell mehr als düster aus.

Interview vom 23. März 2020 von Marcus

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Maßnahmen gegen Coronavirus

Worauf sollte man jetzt achten?

  • Das Virus ist ansteckend.
  • Halten Sie Abstand: 2 Meter zu anderen Personen wird empfohlen.
  • Es verbreitet sich über die Hände oder durch Niesen und Husten.
    • Es ist wichtig, sich regelmäßig die Hände zu waschen.
    • Gute Hygiene kann vor einer Ansteckung schützen.
  • Wer sich krank fühlt, sollte telefonisch Kontakt zum Arzt aufnehmen.

Offizielle Informationen von Bundesgesundheitsministerium und Robert Koch Institut

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