No Name – Sick and Tired

Label: Razorblade Records
Veröffentlichung: 02.07.2007

Punk steht für Individualismus und Freiheit. In der Volksrepublik China ist das ein Thema, was alles andere als selbstverständlich ist. Unterdrückung und eine kommunistische Staatsform minimieren den Freiheitsgedanken und sorgen somit für viel Frust in der Bevölkerung. Es ist sehr mutig, wenn man es wagt, freiheitlich in der Öffentlichkeit aufzutreten und sich sogar den Frust von der Seele zu singen, wie es die Band „No Name“ aus China macht. Und das alles andere als unauffällig. „No Name“ ist eine Punk Band und das ist auch optisch unverkennbar. Auf dem Label „Razorblade Music“ haben die Jungs nun ihr Debüt Album namens „Sick and Tired“ veröffentlicht. 12 Songs bei einer Spielzeit von satten 40 Minuten werden geboten. Für eine Punk Platte richtig viel. Musikalisch geht es schwer nach vorne, ein satter Bass unterlegt die treibenden Gitarren und der englische Gesang, der allein etwas schwach wäre, gäbe es nicht den Chor, sorgt für den letzten Kick. Hart und melodiebeladen geht es bei „No Name“ zu. Das Geknüppel wird zwar beherrscht, aber hält sich – sehr povisitv – in Grenzen. Auch experimentell geht es zu, z.B. im Song „Chaos Changan“, der komplett auf Chinesisch gesungen wird. Mitten im Lied hört man total unpassende Chinesische Musik, die sich immer Lauter mit einbringt und den Hauptsong immer mehr abgräbt. Interessant und vielleicht dann sinnvoll, wenn man weiß, worum es in diesem Song geht. Die Stücke gehen zum Großteil sofort ins Ohr. Mein Favorit auf dem Album ist „Come Together“. Alles in allem haben „No Name“ ein saustarkes Debüt Album hingelegt. Die Band hat es drauf und siedelt sich jetzt schon überhalb des Durchschnitts an. Weiter so!

Wertung: 0=4 Sterne

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