Label: Epitaph
Veröffentlichung: 25.08.2003

Wer hier aufgrund des düsteren Cover auf eben so schaurige Songs schliesst liegt bei den Bouncing Souls falsch. Nachdem ich bereits durch das Album „How I spent my summer vagation“ auf die Band aufmerksam wurde, waren sämtliche Erwartungen auf den Nachfolger ziemlich hoch angesiedelt. Auch haben die Jungs auf eine weitaus längere Bandgeschichte zurückzublicken, als ich bislang dachte – fast 16 Jahre haben Bouncing Souls bereits auf dem Buckel und das kann sich hören und sehen lassen. Mit einem deutlichen, aber dennoch positiven Unterschied kann die komplexe Emo-Core-Scheibe „Anchors Aweigh“ hier anknüpfen. Nach dem Leitsatz „I Know I have to move forward, but I keep holding on to the past“ zieht sich diese Aussage wie ein roter Faden durch dieses Album. Mit einem heftigen Tritt aufs Gaspedal geht es hier kraftvoll zur Sache und begeistert in gewohnter Art mit einer ordentlichen Portion guter Laune, tollen Vocals und treibendem Sound. Gekonnt verpacken die Jungs diesmal auch persönliches mit Melancholie geschwängerten Parts und landen hier hervorragenden Song wie „Kids and Heroes“, „New Day“, oder das Titelstück „Anchors Aweigh“. Eine sehr schöne Scheibe einer talentierten Band voller Hoffnung und Widersprüchen in sich.

Wertung: 0=5 Sterne

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