UNTAMED Live-Show am 16.03.2024 in Erlangen - Foto: Andrea Niggl
UNTAMED Live-Show am 16.03.2024 in Erlangen - Foto: Andrea Niggl

Am Samstag, dem 16. März ergriffen zwei Bands die Bühne des Jugendclubs Scheune e.V. in Erlangen. Die erste Gruppe, Queen Mum, offenbarte ihre Leidenschaft für lauten Rock ’n‘ Roll und Filme der 70er Jahre. Ihr Anspruch bestand darin, aus diesen kulturellen Quellen einen Klang zu formen, der die Zuhörer ebenso fesselt wie ein meisterhafter Film. Als zweite Darbietung des Abends trat die Band Untamed aus Augsburg auf, deren Motto lautet: „UNTAMED – DO IT LOUD!

Fangen wir mit der ersten Band an. Queen Mum. Was für ein Name. Rock ’n‘ Roll und Filme aus den 70ern. Das klingt tatsächlich majestätisch. Und man muss sagen, dass die Jungs sich wirklich Mühe gegeben haben das Publikum zu unterhalten. Mit witzigen Sprüchen zwischen den Songs, Unterhaltungen über Filme und lustigen Vergleichen von Filmen. Auf jeden Fall habe ich eine Liste von Filmen, die ich mir demnächst unbedingt anschauen möchte. Leider ist das nicht ganz Sinn und Zweck eines Konzerts, wenn auch ein netter Bonus am Rande. Ja, die Jungs waren gut. Es war rockig. Es gab ein Schlagzeug, es gab eine Gitarre und einen Bass und Musik. Und Entertainment. Ein bisschen Luft nach oben ist allerdings da. Jungs, steht nicht einfach nur so rum, macht was, geht ab. Ihr macht Rockmusik und haltet keine Präsentation über die Filme aus den 70er Jahren. Ich will die Gitarre hören, und einen griesgrämig schauenden Bassisten sehen und einen Schlagzeuger, der so abgeht, dass man denken könnte, er hat im Backstage-Bereich zu viel Cola getrunken. Aber danke für die Film-Inspiration.

Queen Mum Setlist:

Dirty Harry

Westworld

Jekyll N´Hyde

Soylent Green

Running Man

Käsekuchen

Last Hero

Old Granddad

Devil in Miss Jones

Mehr erfahren über die Band Queen Mum auf www.queen-mum-band.de

Und damit wird es Zeit für den filmreifen Auftritt der zweiten Band des Abends – Untamed! Bei Untamed gab es zumindest deutlich weniger Geplauder untereinander, dafür aber eine umso rockigere Bühnenshow – und das ist es doch, was wir alle sehen wollen, nicht wahr? Ein Frontmann, der seine Haare wild hin und her wirft, ein Bassist, der grimmig guckt und nur ab und zu mal ein kleines Lächeln zulässt und ein Schlagzeuger, der so viel strahlt und grinst, dass man schon vom Zusehen Muskelkater bekommt. Dazu noch ein bisschen Rauch und ein Hauch von Pyrotechnik und schon kann die Show beginnen!

Aber das Beste war die Einbindung des Publikums. Hier gab es echte Interaktion, ein wahres Miteinander. Man hatte das Gefühl, dass sich diese Band wirklich Gedanken darüber gemacht hat, wie sie ankommen will und wie sie die Leute vor der Bühne zum Mitmachen animieren kann. Es wurde gehüpft, gesprungen und lauthals mitgesungen – und das alles mit einer Leidenschaft, die einfach ansteckend war. Selbst diejenigen mit dem Queen Mum T-Shirts haben mitgemacht!

Aber um ehrlich zu sein, schien die Bühne in Erlangen fast schon etwas zu klein für die Energie und die Performance der Augsburger Truppe. Klar, es gibt auch hier noch ein wenig Luft nach oben. Die Gitarrensoli des Frontmanns hätten ruhig noch ein paar Dezibel lauter sein können. Schließlich lautet ihr Motto: „UNTAMED – DO IT LOUD!“ Also beim nächsten Mal, Jungs, dreht die Regler auf volle Pulle! Denn ihr rockt – und das richtig!

Untamed Setlist:

Jealous

Get Down (My Baby)

I`m Good

Can You Hear Me

Out Of Control

Rock All Night

Get Out

Blind Angel

I Aint`t Gonna Do It

Take Me To Paradise

I`m Free

Mehr erfahren über die Band Untamed auf www.untamed-band.com

Konzertbericht wurde verfasst von Mia Lada-Klein

Foto Credits: Andrea Niggl