Brigade S – Menschenverachtende Untergrundmusik

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Label: Teenage Rebel Records
Veröffentlichung: 2005

Um Gottes Willen, nicht noch eine Band die im Windschatten der Kassierer versucht Ruhm zu erlangen? So oder ähnlich könnte man reagieren wenn man die ersten Strophen des zweiten Vollalbums von Brigade S aus dem schönen Ruhrgebiet hört. Zugegeben, es war auch meine erste Reaktion. Gibt man der CD allerdings eine zweite Chance, so wird die CD mit jedem Duchlauf überzeugender und die Ohrwurmverdächtigen Songs lassen einen nicht mehr los.

 

Malte, Christian, Bernd und Patrick rocken sich durch 17 Songs über Sex, Suff, Weiber und die Szene. Musikalisch typische Punkmusik wie man sie von einer Proll-Kombo erwartet. Nicht besonders anspruchsvoll aber immer melodisch und unterhaltsam. Die Texte sind natürlich pure Ansichtssache, meinen Nerv treffen die Jungs mit einem Großteil der Lieder. Nicht selten musste ich beim Hören von Songs wie Anna M, 22 Punker oder dem Schlittenlied schmunzeln und muss es auch heute, nach dem zehnten Durchlauf noch.

Als kleinen Bonus gibt’s noch zwei Gastauftritte von Wölfi (Kassierer) und Riedel (Alpha Boy School) zu bestaunen! Im Beiheft sind alle Texte abgedruckt, zudem gibt’s jede Menge lustiger Fotos zu entdecken.

 

Mein Fazit: Wer auf Prollrock der Marke Kassierer oder Lokalmatadore steht ist bei Brigade S an der richtigen Adresse, erwartet man seriöse Musik für nachdenkliche Stunden sollte man die Finger davon lassen.

Wertung: 0=4 Sterne