EAT THE GUN – 3 münsteraner Hardrocker, die in der Vergangenheit nicht nur als Supportband für „HIM“ und „Die Toten Hosen“ von sich reden machten, sondern dieses Jahr mit ihrem 3. Album „Runner“ auch international durchstarten. Aktuell machen sie als Vorgruppe für Doro – der Queen of Metal – Furore. Im Anschluß ihres Auftritts in KUZ Kreuz Fulda, hatten wir die Möglichkeit die Jungs zu einem Interview zu treffen.


Danke, dass ihr euch die Zeit für uns genommen habt. Gleich die erste Frage: Ward Ihr zufrieden mit der Show heute und wie lief es bislang auf der Tour?

Hendrik: Ja super, das Publikum war heute wieder einfach klasse! Aber um ehrlich zu sein, das ist schon auf der ganzen Tour so und wir hatten bisher unglaublich viel Spaß! Wir waren am Anfang ein wenig unsicher: wie kommen wir beim Publikum an, die sind ja alle wegen Doro hier!

Aber wir sind super aufgenommen worden, das Publikum war von Anfang an immer voll dabei und das freut uns natürlich extrem.

 

Wie ist das für Doro als Vorband die Tour zu spielen?

Hendrik: Das ist natürlich eine riesen Ehre. Ich kenne Doro ja auch schon seit ich ein Kind war, sie war immer eine von den ganz Großen für mich und eben ein echter Rockstar. Ich war irgendwann mal auf einem Iron Maiden Konzert, da stand ich als Teenager vor dem Backstage-Bereich. Damals konnte ich einen Blick auf Doro, die mit Lemmy zusammen stand, erhaschen. Das war damals das Größte für mich. Sie ist einfach eine Legende und bis heute auf der Bühne und auch persönlich einfach nur großartig!

Und wenn man heute hier steht und Support für sie spielt ist das natürlich riesig! Sie unterstützt uns als Band auch sehr und das ist keineswegs selbstverständlich!

 

Wie ist es dazu gekommen?

Hendrik: Wir sind eingeladen worden! Wir sind beim selben Label unter Vertrag und als man uns fragte ob wir Doro auf der Wintertour begleiten wollen, war das erst einmal der Hammer und natürlich sagst Du da JA!

In diesem Jahr lief es aber auch echt super für uns. Wir haben bereits im Frühjahr mit Duff McKagan die Bühne teilen dürfen. Das ist für mich persönlich als großer „Guns N‘ Roses“ Fan natürlich schon der Wahnsinn. Und mit Danko Jones, die ich auch sehr bewundere, hatten wir dieses Jahr auch bereits einen Auftritt. Sie sind ja ebenfalls ein Trio und für uns alle sehr inspirierend.

 

Welche Künstler stehen denn eigentlich ganz oben auf Eurer Wunschliste? Mit wem wollt Ihr unbedingt einmal spielen?

Hendrik: Guns N‘ Roses in Orginalbesetzung, das wäre es! Ich weiß natürlich, dass das wahrscheinlich ein Traum bleiben wird, aber nein – es gibt so viele tolle Bands aktuell, aber Guns N‘ Roses wäre schon der Wahnsinn! Oder Aerosmith, Kiss … da wären wir natürlich sofort dabei!

 

Sind das Eure Vorbilder, wo sehr Ihr Eure Wurzeln?

Hendrik: Wir machen Hardrock und das nicht auf Retro. Wir versuchen unseren eigenen, modernen Stil rein zu bringen. Der Begriff Hardrock ist ja sehr angerostet. Viele denken da sofort an alte „Bon Jovi“ Platten oder Van Halen, das sind grandiose Alben, aber 30-35 Jahre alt. Unsere Vorbilder – naja, wir sind alle in den 90ern großgeworden. Und dieses legendäre Jahr, Anfang der 90er, als diese ganzen genialen Super-Alben herauskamen, Metallica, Guns N‘ Roses, Red Hot Chili Peppers, Nirvana, Soundgarden… Das hat uns echt geprägt, und damals haben wir uns auch entschlossen Musik zu machen. Hardrock ist eine Musikrichtung, die einfach zeitlos ist.

Aber wir hören auch viele neue Sachen wie Foo Fighters und auch Bands anderer Musikrichtungen, wie Funk, Blues und Jazz.

 

Ich frage immer weiter, weil ich die ganze Zeit noch auf einen Namen warte: Motörhead!

Hendrik: Weil ein Lied von Motörhead „Eat the gun“ heißt? Ja, aber das hat nur indirekt mit unserem Bandnamen zu tun. Aber ich kann Euch eine Geschichte zu Motörhead erzählen.

Lange her – es war damals mit meiner ersten Band, als wir im Rahmen eines Aftershow Programms  in unserem Heimatort Münster gespielt haben. Jedenfalls hatte an diesem Tag Motörhead einen Auftritt in Münster. Und während wir eines der letzten drei Lieder spielten, sehe ich da tatsächlich Lemmy vor der Bühne stehen. Einfach so, mit einem Glas Whisky! Ich dachte zuerst ich habe Halluzinationen, das war ein ganz stranges Erlebnis! Aber ich mag natürlich ihre ganzen epischen Alben: Bastards, 1916 usw. – einfach unglaublich inspirierend.

 

Ein Trio ward Ihr aber nicht immer…

Hendrik: Nein, wir waren am Anfang zu viert, aber dann ist unser Gitarrist ausgestiegen. Dann hatten wir einen neuen Gitarristen, der dann aber auch wieder ausgestiegen ist…  Ja und dann hatten wir einfach die Schnauze voll und dachten uns: Es soll so sein! Offensichtlich sind wir zum Trio geboren! Damals wollten wir gerade mit unserer zweiten CD ins Studio: „Super Pursuit Mode Aggressive Thrash Distortion“ und wir mussten uns als Trio erst einmal neu finden. Aber es hat super funktioniert und uns in unserer Entscheidung nur bestätigt!

 

„Super Pursuit Mode Aggressive Thrash Distortion“ – sorry, aber da habe ich sofort Assoziationen mit „Knight Rider“ und David Hasselhoff…

Hendrik: Hey, ich habe früher David Hasselhoff gehört und fand das voll geil!

Gereon: Du hast Hasselhoff gehört???  Boahh nee: Ich steig‘ sofort aus!

Hendrik: Und unser Bassist Phil hat Roxette gehört!

Phil: Ja klar, was für eine geniale Band, also bitte! Da kann man ja wohl gar nichts dagegen sagen!!! Großartiges Songwriting, supergenialer Bonbonkisten-Sound! Es ist definitiv nicht meine Lieblingsband, aber als Musiker sieht man es ein bisschen anders! Das ist wie beim Kochen – man muss nicht alles mögen, aber man sollte ziemlich viel ausprobieren!

Gereon: Und meine erste CD war von den Fat Boys und das ist RAP, aber mein Gott, die hatten die geilste Beatbox überhaupt!

Hendrik: Und nochmal – nichts gegen Hasselhoff! (und trällert die ersten Strophen von „I’m looking for freedom“ und „Crazy for you“)

 

Mich könnt ihr damit nicht schocken, ich bin mit dem „Knight Rider“ aufgewachsen!

Phil: Und zum CD-Titel, deine Assoziation war sogar goldrichtig! Wir waren auf Spanientour und haben uns nach einem Gig überlegt, ein Effektpedal zu erfinden, dass die Leute gleich beim ersten Akkord einfach wegbläst. Weißt du, wie beim Knight Rider „Super Pursuit Mode“! So kamen wir auf den Namen und wir fanden den so geil, dass wir ihn einfach als Titel unserer zweiten CD nehmen mussten!

 

Nach diesem Zungenbrecher habt ihr es im Sommer diesen Jahres mit der neuen Veröffentlichung eher kurz gemacht „Runner“.

Hendrik: Ja, das neue Album ist am 29. Juli 2011 erschienen unter unserem neuen Label Metalville Records. Und es auch unsere erste CD, die international veröffentlicht wurde, worauf wir ziemlich stolz sind. Die erste Auskopplung ist in den USA dann gleich auf Platz 22 der College-Radio-Charts eingestiegen. Für eine Band, die bisher in den USA gar nicht präsent war, ist das echt super! Mal schauen, ob es uns also irgendwann mal über den großen Teich verschlägt. Wir versuchen auf alle Fälle das irgendwie hinzubekommen.

Aber mit unserem neuen Label eröffnen sich für uns auch ganz andere Märkte. Es ist schon ein geiles Gefühl, wenn du weißt, dass deine CD auch in Spanien, Skandinavien oder in den USA in den Plattenläden steht.


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Das heißt als Nächstes folgt eine Welttournee?

Hendrik: Ja klar (lacht)… Nee Du, wir spielen hier in Deutschland unsere Konzerte. Aber logo, wenn wir das Glück haben im Ausland zu touren machen wir das natürlich super gerne.

 

Was steht denn in naher Zukunft noch auf dem Programm?

Hendrik: Nach der Tour mit Doro machen wir am 23.12. in Münster, also in der Heimat, noch einen Gig und dann geht’s im Februar gleich mit unserer eigenen Tour „Fire your guns“ weiter. Wir haben uns dafür mit unseren Labelkollegen aus Schweden „ The Quill“ zusammengetan und spielen da ein paar geile Gigs. Deutschlandweit sind 10 Konzerte geplant, die Tourdaten findet ihr aber unter www.eatthegun.com. Wir freuen uns schon tierisch!

Dann wollen wir natürlich aber auch wieder intensiv an neuen Songs arbeiten und natürlich werden wir das eine oder andere Festival auch nächstes Jahr wieder spielen. Vielleicht auch noch einige Gigs in Skandinavien – aber dazu in Kürze mehr.

 

Danke Euch für die Show und dass Ihr Euch die Zeit für unser Interview genommen habt. Wie wäre es mit einer kurzen Message an unsere Leser?

Hendrik: Wir haben zu danken!

Gereon: Also ich wünsch uns allen Weltfrieden!

Hendrik: Nee Leute, passt gut auf: ihr müsst euch unbedingt unser neues Album „Runner“ anhören! Wenn ihr das nicht macht, dann habt ihr einfach was verpasst!

Phil: Nicht nur anhören: kaufen! Das passt super, nicht nur unter den Weihnachtsbaum, neben Krippe unterm Kind…

 

Schöne Schlussworte, danke Euch – es war nicht nur interessant sondern auch super witzig mit Euch! Wir wünschen Euch noch viel Spaß auf der Tour, viel Erfolg für Februar und hoffentlich bis bald!

 

Interview von Mostly Harmless im Dezember 2011

 


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Mehr zum Thema:

Offizielle Homepage: www.eatthegun.com

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