Mittwoch, April 24, 2024

Stakeout – Meet The Cut The

Label: Volksmusike
Veröffentlichung: 25.07.2008

Völker, hört die Signale…von der Berliner FunPunkPopAlternativenRock-Band Stakeout, die großspurig von sich behauptet, nicht die schlechteste Band südlich des nördlichen Polarkreises zu sein. Dies hört sich jetzt nicht unbedingt ambitioniert an, der Blick in das beiliegende Promopäckchen beweist jedoch, dass Stakeout nach durchaus höheren Zielen strebt. So betitelt die 2002 gegründete Band ihr aktuelles Album „Meet the cut the“ als das „größte Rockalbum seit dem Fall der Mauer“, mit dessen Hilfe sie sich die Weltherrschaft unter den Nagel reißen will. Als Sohn eines Bauingenieurs nehme ich intuitiv mein Geodreieck zur Hand und messe die Länge bzw. die Breite der CD-Hülle nach und komme schließlich zu dem Ergebnis, dass Stakeout wohl mit dem größten Album das musikalisch beste Album seit dem Fall der Mauer meinen müssen. Das muss einem ja gesagt werden! Und während ich am nächsten belanglosen Satz meines „Rezensions-Vorgeplänkels“ feile, läuft im Hintergrund die CD bereits an. Der erste Song und gleichzeitig die erste Singleauskopplung „Heulesteffi“ beschreibt das Leben von ständig schlechtgelaunten Menschen, die nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch das ihrer Mitmenschen vermiesen. Für die Band zählen Personen wie Andy Möller, Guido Westerwelle, Bushido usw. dazu und die Liste könnte m.E. sicherlich noch um so einige C-Prominente erweitert werden, aber bei einer Liedlänge von 4:30 min ist sicherlich die geistige Schmerzgrenze der Hörerschaft, meine eingeschlossen, ausgereizt. Aber musikalisch und textlich rockt das Teil und ich bin schon auf das Video gespannt. Weitere Higlights sind Songs wie „Krieg ist nicht so schön“, „Die Entführung des guten Geschmacks“ oder „Rebellion ohne Rebellion“, deren Titel allein förmlich nach der Verleihung des Grimme-Preises schreien. Ihre Liedtexte behandeln zumeist politische Themen, die jedoch mit einem ironischen Unterton vorgetragen werden. Diese messages, denen man nicht zwangsläufig zustimmen muss, werden auf den 15 Songs in massentauglicher, musikalischer Art und Weise vorgetragen, indem man sich vieler Genres (s. erster Satz) bedient und sogar das punkuntypische Piano in einen Song integriert. Des Weiteren muss von mir lobend die Selbstverpflichtung von Stakeout zur Aufklärung ihrer Hörerschaft erwähnt werden. Aus diesem Grund werden im Booklet Fremdwörter wie „Chakra“ und Co. definiert. Allerdings frage ich mich, welchem Lexikon die Erklärung des Begriffs „Schnappi“ entnommen wurde… Mein persönliches Schlusswort zu dieser CD: So hört sich politischer Punkrock im 3. Jahrtausend an, und vor allem dann, wenn er sich eigentlich nicht danach anhören soll oder will.

Wertung: 0=5 Sterne

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