Label: Impact Records
Veröffentlichung: 2005

Wenn ich an die Deutsche Demokratische Republik denke, kommt mir der Fernsehsender DDR1 in den Sinn, der mir schon in frühen Jahren so manch schöne Stunden mit Sendungen wie „Brummkreisel“ (mit Kunibert und Achim alias Jochaim Kaps) oder „Mach mit, mach’s nach, mach’s besser!“ (mit Adi) bereitet hat. Als West-Kind hatte ich neben diesen Eindrücken wenig Kontakt mit künstlerischen Ergüssen aus der damaligen sowjetischen Besatzungszone. Ganz zu schweigen von DDR-Punk. Denn in dieser Besprechung geht es um die älteste, noch existierende DDR-Punkband.

 

Müllstation gibt es nun schon seit 25 Jahren und mit „Anschlag“ haben die Jungs ihr fünftes Album auf dem Markt gebracht. Ich fange einfach mal mit den ersten Eindrücken an. Optisch ist das Werk sehr dezent gehalten. Dies setzt sich im Beiheft fort, dafür gibt es aber alle Texte des Albums, welches eine Länge von knapp 41 Minuten hat. Ganze 18 Lieder im Stile des 77’er Punkrocks werden den Hörer um die Ohren gehauen. Und ich muß sagen, daß der Sound mir irgendwie sympathisch ist. Die Musik rockt wie die Sau und die Stimme stört, obwohl sie nicht die Beste ist, irgendwie ganz und gar nicht – ganz im Gegenteil!

Irgendwie passt das Ganze zusammen. Einige musikalische Spielereien sorgen für Abwechslung, auch wenn manche Lieder aufgrund dieser Spielereien nicht so ganz rund laufen…

 

Dennoch ein gutes Album einer der letzten 80er Jahre Punkkapellen. Lieder, die besonders herausragen, konnte ich keine Finden. Alle Songs haben einen gewissen Charme, der teilweise ein bißchen Nostalgie-Gefühl hervorruft. „Anschlag“ ist ein sauberes Punk-Album im altem Stiele. Da hört der Kenner gerne rein.

Wertung: 0=4 Sterne

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