Kraft durch Suppe – Volle Kelle

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Label: Oi!-The Nische
Veröffentlichung: 18.08.2010

Einige Jahre vor der Jahrtausendwende hat sich die Punkrockband Kraft durch Suppe gegründet. Die vier Herren und eine Dame, nämlich am Saxophon, haben in über zehn Jahren Bandhistorie zwei Demo CDs rausgebracht. Doch jetzt, nach über 60 gespielten Konzerten, ist das erste Album “Volle Kelle” der Band erschienen, inform einer Picture-LP mit dazugehörigem Downloadcode. So können die Songs auch im MP3-Format gespeichert werden.

Das die Instrumente beherrscht werden, muss ich nicht erwähnen, denn in dieser Formation spielen Kraft durch Suppe bereits seit über fünf Jahren. Hier wird teils schneller Punkrock, teils langsamer Skapunk geboten. Eine Mischung, die sich durchaus hören lassen kann. Textlich werden übliche Themen geboten, so geht es in den Titeln “Pinguin”, “Sonntags” und “Wir wollen nicht die letzten sein” um den Alkoholgenuss und den Tagen danach. Aber auch ernsthafte Themen reihen sich in die 15 Titel ein. So werden im Song “Spiel des Lebens” Strophen wie folgende an den Tag gelegt:

“Hör auf da herumzusitzen und vor Dich hinzustieren / Hast du noch nicht begriffen, Selbstmitleid heißt verlieren / Heb Deinen Arsch und Dein Haupt gegen diese Macht / Dieser absoluten Trägheit / Auf in die nächste Schlacht”.

Ebenfalls wurde ein Augenmerk auf die Liebe und unseren Alltag gelegt. So werden in den Titeln “Ist es Liebe?” und “Abschied” über kaputte Beziehungen gesungen und im Song “Radio” über den täglichen Quotenscheiss, der auf jedem Sender gespielt wird.

Der Name Kraft durch Suppe verwirrt im ersten Augenblick doch ziemlich. Doch sobald die Musik startet, wird man beruhigt und lässt sie laufen. Gute Musik, gute Texte und genug Abwechslung innerhalb der 15 Titel. Irgendwo zwischen Oxo86, Springtoifel und Pöbel&Gesocks. Die Picture-LP, welche übrigens sehr gelungen ist, hat die Band in Zusammenarbeit mit Oi!-The Nische produziert, wo sie auch käuflich zu erwerben ist. Leider fehlt mir persönlich auf dem Album das gewisse Etwas und somit erlangt das Debutalbum der Ost-Berliner drei Sterne mit einem dicken Plus dahinter.

 

Review von Florian

Wertung: 0=3 Sterne