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The Bangles – Bandprofil: Besetzung, Alben & Geschichte

The Bangles Bandprofil: die Band um Susanna Hoffs aus Los Angeles, Besetzung inklusive Michael Steele, alle Alben von 1984 bis 2011 und der aktuelle Stand.

8 Min. Lesezeit

Die vier Musikerinnen der Bangles in schwarzer Kleidung vor hellblauem Hintergrund, Studioporträt aus den Achtzigerjahren
Foto: The Bangles (Pressefoto)

Ihren ersten großen Hit schrieb Prince, ihre bekannteste Ballade läuft bis heute auf Hochzeiten: The Bangles aus Los Angeles haben in den Achtzigern gezeigt, dass eine Band aus vier Frauen, die ihre Instrumente selbst spielen und ihre Songs selbst schreiben, an die Spitze der Weltcharts kommen kann. Dieses The Bangles Bandprofil erzählt den Weg von der Garagenband aus dem Paisley Underground bis zu „Walk Like an Egyptian“ und „Eternal Flame“.

Hinter den Hits steckt mehr als Hochglanz-Pop. Die Bangles kommen aus der Gitarrenszene, die Anfang der Achtziger in Los Angeles die Sixties wiederentdeckte, mit klingelnden Gitarren und mehrstimmigem Gesang. Gesungen haben bei ihnen alle, auch wenn die Öffentlichkeit vor allem Susanna Hoffs wahrnahm.

Nach der Trennung 1989 kam die Band 1999 zurück, veröffentlichte zwei weitere Studioalben und spielte 2018 erstmals seit 1983 wieder in der Urbesetzung. Seit 2019 ist es ruhig um die Band.

The Bangles auf einen Blick

  • Gegründet: 1981 in Los Angeles (USA), zuerst als The Colours, dann als The Bangs
  • Genre: Pop-Rock, Power Pop, New Wave, Paisley Underground
  • Aktuelle Besetzung: Susanna Hoffs (Gesang, Gitarre), Vicki Peterson (Gitarre, Gesang), Debbi Peterson (Schlagzeug, Gesang), Annette Zilinskas (Bass)
  • Aktuelles Album: Sweetheart of the Sun (2011, Model Music Group)
  • Status: Pause, letzte gemeinsame Konzerte 2019, keine Reunion angekündigt (Stand: Oktober 2026)
  • Offizielle Seite: thebangles.com

Die Geschichte von The Bangles

Von The Colours zu The Bangles: die Anfänge im Paisley Underground

Ende 1980 fanden Susanna Hoffs und die Schwestern Vicki und Debbi Peterson über Kleinanzeigen in Los Angeles zusammen. Mit Bassistin Annette Zilinskas war die erste Besetzung komplett. Geprobt wurde in Hoffs’ Garage, die ersten Auftritte 1981 liefen unter dem Namen The Colours, kurz darauf hieß die Band The Bangs. Auf dem eigenen Label DownKiddie erschien 1981 die Single „Getting Out of Hand“.

Die Band gehörte zum Paisley Underground, einer Szene junger Gitarrenbands wie The Dream Syndicate, Rain Parade und The Three O’Clock. Als eine Band von der Ostküste bereits Rechte am Namen The Bangs beanspruchte, wurden daraus The Bangles. 1982 folgte bei Miles Copelands Label Faulty Products die selbstbetitelte EP mit „The Real World“.

All Over the Place und der Einstieg von Michael Steele

1983 verließ Annette Zilinskas die Band, um sich ihrem Projekt Blood on the Saddle zu widmen. Für sie kam Michael Steele, die Mitte der Siebziger kurz bei The Runaways gespielt hatte, der Band um Joan Jett, über die es auch in unserem Special Female Fronted: Frauen im Rock geht. Steele brachte eigene Songs mit. Mit Columbia Records im Rücken erschien 1984 das erste Album All Over the Place, produziert von David Kahne. Die Singles „Going Down to Liverpool“ und „Hero Takes a Fall“ blieben noch ohne großen Erfolg, die Platte machte die Band aber über die Szene hinaus bekannt.

Different Light: Manic Monday und Walk Like an Egyptian

Der Durchbruch kam 1986 mit Different Light. „Manic Monday“ stammte von Prince, der den Song unter dem Pseudonym Christopher geschrieben und ursprünglich für Apollonia 6 gedacht hatte. Die Single erreichte Platz 2 in den USA, in Großbritannien und in Deutschland. Noch größer wurde „Walk Like an Egyptian“: Der Song mit dem markanten Tanz wurde weltweit zum Nummer-eins-Hit, das Album stieg bis auf Platz 2 der Billboard 200. „Walking Down Your Street“ und „If She Knew What She Wants“ landeten ebenfalls in den US-Charts, 1987 gab es den Brit Award als beste internationale Gruppe.

Für den Soundtrack zum Film Less Than Zero nahmen die Bangles „Hazy Shade of Winter“ von Simon & Garfunkel auf. Die Coverversion kletterte im Februar 1988 auf Platz 2 der US-Charts.

Everything, Eternal Flame und die Trennung 1989

Das dritte Album Everything erschien 1988, produziert von Davitt Sigerson. „In Your Room“ kam in die US-Top-Five, 1989 folgte „Eternal Flame“. Die Ballade stand in mehreren Ländern auf Platz eins und wurde zur meistverkauften Single der Band. Bis heute ist sie ein Dauerbrenner, auch auf unserer Liste der besten Hochzeitslieder.

Hinter den Kulissen wuchsen die Spannungen. Medien und Plattenfirma stellten Susanna Hoffs immer stärker als Frontfrau heraus, obwohl sich die vier den Gesang teilten und gemeinsam schrieben. Nach der Welttournee 1988/89 gab Hoffs im Herbst 1989 die Trennung bekannt. Sie startete eine Solokarriere, Vicki Peterson spielte unter anderem bei den Continental Drifters, Michael Steele bei Crash Wisdom.

Comeback mit Get the Girl und Doll Revolution

Nach rund neun Jahren Pause fanden die vier wieder zusammen und nahmen „Get the Girl“ für den Soundtrack zu Austin Powers: The Spy Who Shagged Me auf. Im Juni 1999 traten sie beim Beatles-Tribute in der Hollywood Bowl auf, ab September 2000 waren sie wieder auf Tour. Im selben Jahr wurde die Band in die Vocal Group Hall of Fame aufgenommen. Der Konzertfilm Return to Bangleonia hält einen Auftritt aus dieser Zeit im House of Blues in Hollywood fest und erschien 2007 auf DVD.

Im März 2003 folgte Doll Revolution, das erste Studioalbum seit 15 Jahren. In Deutschland wurde die Single „Something That You Said“ zum Erfolg, auch dank eines Auftritts bei Wetten, dass..?. Michael Steele spielte ihre letzten Konzerte mit der Band 2004, im Frühjahr 2005 wurde ihr Ausstieg offiziell. Einen festen Ersatz holten die Bangles nicht, live übernahmen wechselnde Bassisten.

Sweetheart of the Sun, die Urbesetzung und 3 × 4

Am 27. September 2011 erschien Sweetheart of the Sun, als Trio mit Hoffs und den Peterson-Schwestern, koproduziert von Matthew Sweet. Am Bass halfen Derrick Anderson und Sweet aus. Das Album erreichte Platz 148 der Billboard 200. 2014 brachte die Band mit Ladies and Gentlemen… The Bangles! Raritäten, Demos und Liveaufnahmen aus den Jahren 1981 bis 1984 heraus.

2018 kehrte Annette Zilinskas zurück. Zum ersten Mal seit 1983 stand damit wieder die Gründungsbesetzung gemeinsam auf der Bühne. Für die Paisley-Underground-Compilation 3 × 4 spielten die Bangles, The Dream Syndicate, Rain Parade und The Three O’Clock jeweils Songs der anderen drei Bands ein, Im Februar 2019 erschien das Album bei Yep Roc auf LP und CD.

Die Bangles heute

Nach dem Frühjahr 2019 haben die Bangles nicht mehr zusammen gespielt. Susanna Hoffs veröffentlicht weiter Soloalben. Mit Eternal Flame von Jennifer Otter Bickerdike gibt es inzwischen eine autorisierte Biografie der Band. Eine Reunion ist nicht angekündigt (Stand: Oktober 2026).

Besetzung

Aktuelle Besetzung

  • Susanna Hoffs – Gesang, Gitarre (1981–1989, seit 1998, Gründungsmitglied)
  • Vicki Peterson – Gitarre, Gesang (1981–1989, seit 1998, Gründungsmitglied)
  • Debbi Peterson – Schlagzeug, Gesang (1981–1989, seit 1998, Gründungsmitglied)
  • Annette Zilinskas – Bass (Gründungsmitglied, erneut seit 2018)

Ehemalige Mitglieder

  • Michael Steele – Bass, Gesang (bis 1989, 1998–2005)

Live- und Session-Musiker

  • Abby Travis – Bass (live, 2005–2008)
  • Derrick Anderson – Bass (live und auf Sweetheart of the Sun, 2008–2016)

Stand der Besetzung: Oktober 2026

Diskografie

Alben

EPs

  • 1982 – Bangles (Faulty Products) · Amazon*

Singles

  • 2003 – „Something That You Said“
  • 1999 – „Get the Girl“
  • 1989 – „Eternal Flame“
  • 1988 – „In Your Room“
  • 1987 – „Hazy Shade of Winter“
  • 1987 – „Walking Down Your Street“
  • 1986 – „Manic Monday“, „If She Knew What She Wants“, „Walk Like an Egyptian“
  • Frühe Singles (Auswahl): „Getting Out of Hand“ (1981, als The Bangs), „Going Down to Liverpool“, „Hero Takes a Fall“ (1984)

Live-Alben & Kompilationen

  • 2019 – 3 × 4 (Yep Roc, mit The Dream Syndicate, Rain Parade und The Three O’Clock) · Amazon*
  • 2014 – Ladies and Gentlemen… The Bangles! (DownKiddie) · Amazon*

Kollaborationen & Gastbeiträge

  • 1999 – „Get the Girl“ auf dem Soundtrack zu Austin Powers: The Spy Who Shagged Me
  • 1987 – „Hazy Shade of Winter“ auf dem Soundtrack zu Less Than Zero
  • 1984 – Rainy Day (Llama Records), Paisley-Underground-Projekt mit Susanna Hoffs und Vicki Peterson

DVD- & Blu-ray-Veröffentlichungen

  • 2007 – Return to Bangleonia – Live in Concert · Amazon*

The Bangles live: Tourdaten 2026

Die bislang letzten gemeinsamen Konzerte spielten die Bangles in der Gründungsbesetzung 2018 und Anfang 2019 in Kalifornien, zuletzt im Mai 2019 gemeinsam mit den anderen Bands von 3 × 4 im Grammy Museum in Los Angeles. Weitere Termine standen zum Redaktionsschluss nicht fest.

Häufige Fragen zu The Bangles

Gibt es die Bangles noch?

Das ist offen (Stand: Oktober 2026). Offiziell aufgelöst sind die Bangles nicht, die Besetzung mit Susanna Hoffs, Vicki und Debbi Peterson sowie Annette Zilinskas gilt weiter als aktuell. Gemeinsam auf der Bühne standen die vier aber zuletzt 2019, ein neues Album gibt es seit 2011 nicht. Susanna Hoffs konzentriert sich auf ihre Solokarriere.

Gehen die Bangles 2027 auf Tour?

Nein, Tourdaten für 2027 gibt es nicht (Stand: Oktober 2026). Die letzten Konzerte spielte die Band 2018 und Anfang 2019 in Kalifornien, zuletzt im Mai 2019 im Grammy Museum in Los Angeles. Sollte sich an der Lage etwas ändern, findest du neue Termine und Tickets bei Eventim*.

Was ist das letzte Album der Bangles?

Das jüngste Studioalbum ist Sweetheart of the Sun vom 27. September 2011 (Stand: Oktober 2026). Die Band nahm es als Trio mit Susanna Hoffs und den Peterson-Schwestern auf, koproduziert hat Matthew Sweet. Danach erschienen nur noch die Raritätensammlung Ladies and Gentlemen… The Bangles! (2014) und die Gemeinschaftsplatte 3 × 4 mit drei befreundeten Paisley-Underground-Bands.

Wer ist die Sängerin der Bangles?

Die bekannteste Stimme der Bangles ist Susanna Hoffs, sie singt unter anderem „Eternal Flame“ und „Manic Monday“. Eine einzige Leadsängerin hatte die Band aber nie. Vicki Peterson, Debbi Peterson und früher auch Michael Steele sangen ebenfalls Hauptstimmen, Steele etwa bei der Big-Star-Coverversion „September Gurls“. Dass die Medien Hoffs als Frontfrau herausstellten, sorgte Ende der Achtziger für Spannungen.

War Michael Steele bei den Bangles?

Ja, Michael Steele spielte von 1983 bis zur Trennung 1989 Bass bei den Bangles und war nach der Reunion bis 2005 wieder dabei. Sie ersetzte 1983 Gründungsbassistin Annette Zilinskas, war auf allen drei Achtziger-Alben und auf Doll Revolution zu hören und schrieb Songs wie „Following“. Vor den Bangles hatte sie kurz bei The Runaways gespielt. Seit 2018 ist Zilinskas wieder am Bass.

Wer hat Manic Monday geschrieben?

„Manic Monday“ stammt von Prince. Er schrieb den Song unter dem Pseudonym Christopher und hatte ihn ursprünglich für die Gruppe Apollonia 6 vorgesehen, bevor er ihn den Bangles überließ. Die Single erschien 1986 als erste Auskopplung aus Different Light und erreichte Platz 2 in den USA, in Großbritannien und in Deutschland.

The Bangles erleben & entdecken

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The Bangles im Netz

Aktuelles läuft über @officialthebangles.

Pressure Fazit

Die Bangles werden oft auf „Walk Like an Egyptian“ und „Eternal Flame“ reduziert, dabei waren sie eine echte Gitarrenband mit Wurzeln im Garagenrock der Sixties. Dass vier Musikerinnen mit eigenen Songs und eigenen Instrumenten in den Achtzigern die Charts anführten, war damals alles andere als selbstverständlich. Seit 2019 ist es still um die Band. Wer sie neu entdecken will, startet mit Different Light und hört danach All Over the Place für die rauere, frühere Seite.

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