Zwei Jahre lagen zwischen dem Album und dem Song, der alles verschob: THE DEATH OF PEACE OF MIND erschien im Februar 2022, das Video zu „Just Pretend“ im Juni 2023 – und danach spielten Bad Omens nicht mehr in Clubs. Dieses Bad Omens Bandprofil ordnet ein, wie aus einem Metalcore-Act aus Richmond innerhalb von zehn Jahren eine Arenaband wurde.
Musikalisch ist die Band dabei schwer festzunageln, und das ist Absicht. Noah Sebastian singt so oft in Kopfstimme wie er schreit, unter den Riffs liegen Programmierungen, die eher aus dem R&B kommen als aus dem Hardcore, und spätestens seit 2022 ist der Refrain wichtiger als das Breakdown. Wer Metalcore als festes Regelwerk versteht, findet hier reichlich Regelbruch.
2026 hat die Band ihre erste eigene Arenarunde durch Nordamerika gespielt und den europäischen Festivalsommer mitgenommen. Neue Songs gibt es seit 2025 reichlich – ein Album, zu dem sie gehören, ist bislang nicht angekündigt.
Bad Omens auf einen Blick
- Gegründet: 2015 in Richmond, Virginia
- Genre: Metalcore, Alternative Metal
- Aktuelle Besetzung: Noah Sebastian, Joakim „Jolly“ Karlsson, Nicholas Ruffilo, Nick Folio
- Aktuelles Album: THE DEATH OF PEACE OF MIND (2022, Sumerian Records)
- Status: aktiv (Stand: September 2026)
- Offizielle Seite: badomensofficial.com
Die Geschichte von Bad Omens
Die Anfänge in Richmond
Noah Sebastian und Nicholas Ruffilo gründeten die Band 2015 in Richmond, Virginia; Joakim Karlsson und Nick Folio kamen im Laufe des Jahres dazu. Schon die erste Single „Exit Wounds“ lief im Januar 2016, „The Worst in Me“ knackte im Frühjahr binnen eines Monats fast eine Million Streams – für eine Band ohne ein einziges veröffentlichtes Album war das eine Ansage.
Das selbstbetitelte Debüt erschien am 19. August 2016 bei Sumerian Records, dem Label, bei dem die Band bis heute unter Vertrag steht. Es folgten die „Sumerian Records 10 Year Tour“, ein Auftritt auf der Warped Tour 2017 und 2018 der Support für die „Reverence“-Tour von Parkway Drive.
Finding God Before God Finds Me
2019 kam das zweite Album Finding God Before God Finds Me, und mit ihm der erste Instrumentenwechsel: Ruffilo war schon 2018 von der Gitarre an den Bass gewechselt, Karlsson übernahm die Rhythmusgitarre zusätzlich. Im Dezember 2019 schob die Band die Single „Never Know“ und eine Deluxe-Fassung nach, auf der auch ein Cover von „Come Undone“ von Duran Duran liegt.
Die erste eigene US-Headlinertour startete im Februar 2020 und wurde am 13. März unbefristet verschoben. Was danach kam, war kein Stillstand, sondern Vorarbeit.
Der Durchbruch mit The Death of Peace of Mind
Am 25. Februar 2022 erschien THE DEATH OF PEACE OF MIND – ein Album, das Metalcore-Grundgerüst mit Pop-Melodik, Industrial-Texturen und R&B-Phrasierung mischt und damit ein deutlich größeres Publikum erreichte als alles davor. Es folgten Touren mit A Day to Remember, The Ghost Inside und Beartooth sowie eine eigene Nordamerikarunde mit Dayseeker, Make Them Suffer und Thousand Below.
Der eigentliche Hebel war „Just Pretend“: Das Video vom 8. Juni 2023 machte den Song zum größten Erfolg der Bandgeschichte, die RIAA zertifizierte ihn mit Platin. Anfang 2024 stand die Band als Support auf der Tour von Bring Me the Horizon – und im Januar 2024 auch im Münchner Zenith, wo wir sie uns angesehen haben.
Concrete Jungle und die Singles ab 2025
Im Januar 2024 erschien die Zusammenarbeit „V.A.N.“ mit Poppy, im Mai 2024 Concrete Jungle [The OST] – kein reguläres Studioalbum, sondern eine Erweiterung des Vorgängers um neue Fassungen und Zusatzmaterial.
2025 legte die Band dann vier Singles in vier Monaten vor: „Specter“ im August, „Impose“ im September, „Dying to Love“ im Oktober und „Left for Good“ im November. Im Februar 2026 begann die erste eigene Arenatour durch Nordamerika mit Beartooth und President im Vorprogramm, im Juni 2026 spielte die Band die großen europäischen Sommerfestivals und eigene Termine in Deutschland.
Besetzung
Aktuelle Besetzung
- Noah Sebastian – Gesang und Programming (Gründungsmitglied, seit 2015)
- Joakim „Jolly“ Karlsson – Gitarre, Programming und Begleitgesang (Gründungsmitglied, seit 2015; Rhythmusgitarre zusätzlich seit 2018)
- Nicholas Ruffilo – Bass und Begleitgesang (Gründungsmitglied, seit 2015; am Bass seit 2018)
- Nick Folio – Schlagzeug und Percussion (seit 2015)
Ehemalige Mitglieder
- Vincent Riquier – Bass und Begleitgesang (Gründungsmitglied, 2015–2018)
Live- und Session-Musiker
- Michael Taylor – Gitarre (2019), Bass (2026)
Stand der Besetzung: September 2026
Diskografie
Alben
- 2022 – THE DEATH OF PEACE OF MIND (Sumerian Records) – Amazon*
- 2019 – Finding God Before God Finds Me (Sumerian Records) – Amazon*
- 2016 – Bad Omens (Sumerian Records) – Amazon*
Live-Alben & Kompilationen
- 2024 – Concrete Jungle [The OST] (Sumerian Records) – Amazon*
Singles
- 2025 – „Specter“, „Impose“, „Dying to Love“, „Left for Good“
- 2023 – „Just Pretend“
- 2022 – „Like a Villain“
- 2019 – „Never Know“
- 2016 bis 2018 – „Exit Wounds“, „The Worst in Me“, „Glass Houses“
Kollaborationen & Gastbeiträge
- 2024 – „V.A.N.“ mit Poppy
- 2017 – Noah Sebastian als Gastsänger auf Blood of My Enemy von Winds of Plague
Bad Omens live: Tourdaten 2026
Das Tourjahr 2026 ist für die Band weitgehend gelaufen: Auf die nordamerikanische Arenarunde ab Februar folgte im Juni der europäische Festivalsommer samt eigener Termine in Deutschland. Offen ist noch ein Termin:
| Datum | Stadt | Land | Veranstaltung |
|---|---|---|---|
| 05.12.2026 | Mexico City | Mexiko | Knotfest Mexico |
Weitere Termine in Deutschland, Österreich oder der Schweiz stehen für 2026 und 2027 nicht fest (Stand: September 2026). Wer den nächsten Vorverkaufsstart nicht verpassen will, richtet sich den Ticketalarm auf der Artist-Seite bei Eventim* ein. Unter Adressen wie „Bad Omens Tour 2027“ werben derweil Wiederverkäufer mit Terminen, die weder die Band noch ihre Veranstalter führen.
Häufige Fragen zu Bad Omens
Gibt es Bad Omens noch?
Ja, Bad Omens sind aktiv (Stand: September 2026). Die Band hat 2025 vier neue Singles veröffentlicht, im Februar 2026 ihre erste eigene Arenatour durch Nordamerika begonnen, im Juni 2026 die europäischen Sommerfestivals gespielt und steht im Dezember 2026 beim Knotfest Mexico auf dem Plan.
Kommt Bad Omens nach Deutschland?
Zuletzt war die Band im Juni 2026 in Deutschland zu sehen, ein neuer Termin für Deutschland, Österreich oder die Schweiz steht derzeit nicht fest (Stand: September 2026). Da die Band im Zweijahresrhythmus nach Europa zurückkehrt, lohnt der Ticketalarm auf der Artist-Seite bei Eventim*.
Was ist das aktuelle Album von Bad Omens?
Das aktuelle Studioalbum ist THE DEATH OF PEACE OF MIND, erschienen am 25. Februar 2022 bei Sumerian Records. 2024 folgte mit Concrete Jungle [The OST] eine Erweiterung dieses Albums, ein Nachfolger ist bislang nicht angekündigt.
Wer ist der Sänger von Bad Omens?
Sänger ist Noah Sebastian, Gründungsmitglied von 2015 und neben dem Gesang auch für die Programmierungen zuständig. Neben der Band ist er 2017 als Gastsänger auf Blood of My Enemy von Winds of Plague zu hören. Einen Wechsel am Mikrofon gab es in der Bandgeschichte nicht.
Wer spielt bei Bad Omens?
Die Band spielt als Quartett: Noah Sebastian (Gesang), Joakim „Jolly“ Karlsson (Gitarre), Nicholas Ruffilo (Bass) und Nick Folio (Schlagzeug). Drei der vier sind seit 2015 dabei. Der einzige personelle Wechsel war 2018 der Abgang von Bassist Vincent Riquier, dessen Position Ruffilo übernahm (Stand: September 2026).
Was ist der bekannteste Song von Bad Omens?
„Just Pretend“ vom Album THE DEATH OF PEACE OF MIND ist der größte Erfolg der Band und in den USA mit Platin zertifiziert. Das Video erschien am 8. Juni 2023, also mehr als ein Jahr nach dem Album – ein Nachbrenner, wie er sonst eher aus dem Pop bekannt ist. Davor war „The Worst in Me“ von 2016 die erste Visitenkarte der Band.
Bad Omens erleben & entdecken
Alben, Vinyl und Merch der Band gibt es gebündelt bei Amazon*. Termine und Vorverkaufsstarts laufen über die Artist-Seite bei Eventim*.
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Bad Omens im Netz
- Offizielle Seite: badomensofficial.com
- Instagram: @badomensofficial
- Facebook: facebook.com/badomensofficial
- YouTube: youtube.com/@badomens666
- Wikipedia: Bad Omens (englische Wikipedia)
Beim Suchen lohnt ein zweiter Blick auf den Namen: Neben dieser Band gibt es den britischen Act Bad Omen im Singular sowie gleichnamige Songs von Kurt Vile, 5 Seconds of Summer und Muse. Aus derselben Generation stammt Spiritbox, die sich ähnlich weit vom Metalcore-Regelwerk entfernt haben.
Pressure Fazit
Bad Omens sind der Beweis, dass Metalcore 2026 keine Stilfrage mehr ist, sondern eine Herkunftsangabe. Die Band nimmt sich aus Pop, Industrial und R&B, was sie braucht, und behält von ihrem Genre vor allem die Wucht. Das kostet Puristen den letzten Nerv und hat der Band Arenen eingebracht – beides zu Recht. Was fehlt, ist der nächste große Wurf: Vier starke Singles in vier Monaten machen noch kein Album, und die Erwartung an das vierte Werk ist nach THE DEATH OF PEACE OF MIND unangenehm hoch.












