Volker Langenbein: „Totengräbers Tagebuch“

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„Tattoos, Glatze und Rockmusik“- Volker Langenbein widersteht in seinem Wesen und in seinem halbbiografischen Werk „Totengräbers Tagebuch“ allen gängigen Klischees

Mit den in der Überschrift beschriebenen Äußerlichkeiten und Merkmale, die den Totengräber Volker Langenbein auszeichnen, verbinden viele von uns eher negative Eigenschaften, wie „gewaltorientiert“, „dubios“ oder gar „kriminell“. Und das ist ja auch bequem und einfach, nach der Wahrnehmung des Gegenübers nur die entsprechende Schublade in unserem Gehirn öffnen zu müssen. Danach schließen die meisten von uns wieder die Schublade und sind froh, dass sie sich wieder in unserem Weltbild selbst bestätigt haben, ohne auch nur ein Wort mit der Person gewechselt zu haben.

Aber oftmals lohnt es sich, den eigenen Geist durch den Austausch mit seinem Gegenüber zu beleben.

Und wie lebendig der Alltag und die Erlebnisse eines Totengräbers sein können, beweisen die Anekdoten aus Volker Langenbeins Erstlingswerk „Totengräbers Tagebuch“.
Packende Geschichten über Leben und Tod, Trauer und Hoffnung, die den Toten die Würde lässt, die ihnen gebührt und für die Lebenden die Frage aufwirft, wie sie den Rest ihres Lebens sinnvoll, Sinn stiftend und erfüllend verbringen wollen.

Volker Langenbein, der sich als Jugendlicher selbst für den kriminellen Weg entschied und durch einen Zufall (oder durch Schicksal, Anmerkung des Redakteurs) auf dem Friedhof landete und sein Leben komplett änderte, hat für sich die passenden Antworten, verbunden mit der notwendigen Gelassenheit, gefunden.

Die Frage ist, ob auch wir uns für diese existenziellen Fragen und Entscheidungen öffnen können, um die alten Schubladen in unserem Gehirn zu entmisten und endlich wieder neugierig und lebenshungrig sein wollen…oder nicht.

Buchbesprechung von Sveni

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Volker Langenbein: Totengräbers Tagebuch

  • Herausgeber ‏: ‎ Hirnkost (15. Juni 2019)
  • Sprache: ‎ Deutsch
  • Gebundene Ausgabe: ‎ 374 Seiten
  • ISBN-10: ‎ 3947380933
  • ISBN-13: ‎ 978-3947380930