Iron Maiden Tour 2026

Iron Maiden Tour 2026

Als Steve Harris im Jahr 1975 im East End Londons die ersten Akkorde von Iron Maiden zusammenschmiedete, konnte er nicht ahnen, dass fünfzig Jahre später Zehntausende Fans in Hannover, Nürnberg und am Nürburgring stehen würden, um das Ergebnis dieser Gründerstunde zu erleben. Die „Run For Your Lives“-Welttournee ist keine gewöhnliche Abschlusstournee — sie ist ein Lebenswerk auf der Bühne.

Was 2024 mit den ersten Etappen begann, erreicht im Sommer 2026 seine europäische Schlussphase. Bevor die Band im Herbst noch weitere Weltregionen bereist und sich anschließend bis 2028 eine wohlverdiente Pause gönnt, stehen in Deutschland drei Auftritte auf dem Programm, die in die Annalen eingehen dürften. Die Nachfrage spricht für sich: Die Tour war fast überall restlos ausverkauft, über eine Million Zuschauer waren bereits dabei.

IRON MAIDEN Deutschland-Termine im Überblick

DI 02. Juni – Hannover
Heinz von Heiden Arena SPECIAL GUEST: MEGADETH

SA 06. Juni – Nürnberg
Zeppelinfeld · Rock im Park

SO 07. Juni – Nürburg
Nürburgring · Rock am Ring

Den Auftakt macht Hannover: In der Heinz von Heiden Arena, einem der größten Freiluft-Konzertgelände Norddeutschlands mit einer Kapazität von rund 45.000 Zuschauern, spielt Iron Maiden als einziges reines Headline-Konzert auf deutschem Boden. Besonderer Bonus: Megadeth treten als Special Guest auf — ein Treffen zweier der einflussreichsten Heavy-Metal-Bands überhaupt. Hannover hat eine lange Tradition als Konzertmekka; das Gelände diente schon für Auftritte von AC/DC und den Rolling Stones.

Nur wenige Tage später folgen die Festival-Auftritte: Das Zeppelinfeld in Nürnberg ist kein gewöhnlicher Konzertplatz. Das weitläufige Areal auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände, heute ein Ort der Erinnerung und der Kultur, bildet eine der eindrucksvollsten Konzertkulissen Deutschlands.

Iron Maiden haben dort bereits in früheren Dekaden gespielt — die Rückkehr schließt einen Kreis. Einen Tag später wechselt die Show auf den Nürburgring für Rock am Ring: Die berühmteste Rennstrecke der Welt avanciert seit Jahren zum Mekka für Heavy-Music-Fans, und das einzigartige Ambiente zwischen Eifel-Natur und Motorsport-Mythos verleiht jedem Auftritt eine besondere Atmosphäre.

„Die Show ist wohl unsere beste aller Zeiten — und die Fans sind fantastisch.“— STEVE HARRIS, BASSIST & GRÜNDER VON IRON MAIDEN

Fünfzig Jahre Band-Geschichte in einer Setlist

Die Jubiläums-Setlist ist das Herzstück dieser Tour. Iron Maiden, 1975 in Leyton, East London gegründet, durchliefen in fünf Jahrzehnten nahezu jede Metamorphose, die eine Rockband durchlaufen kann: Vom rohen NWOBHM-Punk-Crossover der frühen Jahre über die goldene Bruce-Dickinson-Ära mit Alben wie PowerslaveSomewhere in Time und Seventh Son of a Seventh Son bis hin zu den epischen Spätwerken wie The Book of Souls und Senjutsu. Die aktuelle Setlist destilliert all diese Epochen in einen einzigen Abend — ein Privileg, das Fans sonst nur in Greatest-Hits-Compilations erleben.

Auf dem Schlagzeug sitzt erneut Simon Dawson, der den durch eine Sehnenverletzung ausgefallenen Nicko McBrain bereits auf der ersten Tour-Etappe nahtlos ersetzte und beim Publikum begeisterten Zuspruch fand. Harris betonte ausdrücklich, wie positiv das Publikum Dawson aufgenommen habe — eine selten herzliche Geste in einer Band, in der jedes Mitglied als unverzichtbar gilt.

Historische Momente · Iron Maiden in Deutschland

1980: Iron Maiden treten erstmals in Deutschland auf — als Support für Judas Priest. Die Reaktion des Publikums übertrifft in manchen Städten die Headliner.

1984: Die „World Slavery Tour“ mit ihrer legendären Eddie-Maschinerie macht Iron Maiden zur weltweit führenden Heavy-Metal-Live-Act-Produktion.

1992: Das „Fear of the Dark“-Album erscheint. Der gleichnamige Track entwickelt sich zum bekanntesten Sing-Along-Moment der Bandgeschichte — unverzichtbar auf jeder Setlist bis heute.

1999: Die Reunion-Tour nach der Rückkehr von Bruce Dickinson füllt die größten Arenen Deutschlands innerhalb von Stunden.

2024–2026: „Run For Your Lives“ — die bislang größte, teuerste und am aufwändigsten produzierte Tour der Bandgeschichte.

Festival-Atmosphäre als Heimspiel

Dass Iron Maiden die deutschen Termine bewusst als Festival-Auftritte anlegen, ist kein Zufall. Harris erklärte, die Band liebe die Herausforderung, vor einem Publikum zu spielen, das nicht ausschließlich wegen ihnen da sei: „Wir lieben es, auf Festivals zu spielen, weil wir dort Menschen erreichen, die wir sonst vielleicht nie erreicht hätten.“ Rock im Park und Rock am Ring gehören zu den dienstältesten und renommiertesten Metalfestivals Europas — Iron Maiden als Headliner ist dort keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Ereignis.

Für Fans aus dem Münchener Raum sind Nürnberg und der Nürburgring mit vertretbarem Aufwand erreichbar. Nürnberg liegt rund 170 Kilometer nördlich von München, der Nürburgring in der Eifel gut 600 Kilometer — für viele Fans jedoch ein klassischer Roadtrip-Anlass, der zum Konzert-Erlebnis gehört wie die Setlist selbst.

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