Musikalische Filme sind nicht nur etwas für eingefleischte Fans der Künstler. Stattdessen zeigen sie außergewöhnliche Geschichten, die Suche nach Ruhm und Anerkennung, und die Folgen, die ein schneller Aufstieg für das Leben der Künstler haben kann. Bereits in den letzten Jahren durften wir uns über ein paar der besten Biopics aller Zeiten freuen, darunter Bohemian Rhapsody und Rocketman, aber auch für die Zukunft wurden bereits einige besondere Projekte angekündigt. Welche Biopics man unbedingt gesehen haben muss und was uns noch in Zukunft in den Kinos erwartet, haben wir uns genauer angesehen!

Elvis: Die Legende lebt weiter

Kaum ein Musiker wurde jemals so verehrt wie Elvis Presley. Er gilt bis heute als King of Rock’n’Roll und hat die Musikrichtung Rockabilly förmlich kreiert. Als erster weißer Musiker, der die Stimmgewalt eines afroamerikanischen Bluessängers bieten konnte, war er die Schnittstelle zwischen Country und Blues in den Südstaaten. Als junger Underground-Musiker startete Elvis seinen Weg, wurde jedoch zur unglaublichen Ikone über die Jahre. Besonders seine Zeit in Las Vegas, wo er über viele Jahre eine laufende Show hatte, hat das Image des Musikers geprägt. Mittlerweile ist er daher nicht nur für seine Lieder und die verrückten Bühnenoutfits bekannt, sondern wird auch als das Gesicht der Stadt Las Vegas gesehen. Mit dem Song Viva Las Vegas schuf er sogar eine musikalische Hommage an die Glücksspielstadt – und die ist heute so beliebt wie nie zuvor. Insbesondere seit dem Aufkommen von Online Casinos, die es Besuchern ermöglichen, Klassiker wie Roulette, Blackjack oder Slots zu jeder Zeit zu spielen, interessieren sich immer mehr Menschen für die Spiele. Das wirkte sich auch auf landbasierte Casinos und die Glücksspielmetropole äußerst positiv aus. Da Elvis in so vielen verschiedenen Medien weiterlebt, ist es kein Wunder, das bereits zahlreiche Dokumentationen und Filme über ihnen herausgebracht wurden. Besonders gut gelungen ist die zweiteilige Filmbiografie Elvis aus dem Jahr 2005, in der Jonathan Rhys Meyers die Rolle des Kings übernehmen durfte. Darin erhalten Fans einen Einblick in die Höhen und Tiefen seiner Karriere sowie das Innenleben der ambivalenten Legende. Eine atemberaubende Bühnenshow über den King tourt außerdem bereits seit mehreren Jahren in Deutschland. Und sogar ein neues Biopic über Elvis soll 2021 erscheinen – mehr dazu aber später!

Und der Oscar geht an…

Zwei Filme, die es bei den Oscarsverleihungen 2019 und 2020 unter die Gewinner geschafft haben, sind ebenfalls Biopics. Die Rede ist von Bohemian Rhapsody und Rocketman. In ersterem dreht sich alles um die Band Queen und ihren exzentrischen Frontsänger Freddie Mercury, der durch seine besondere Stimme und durch seinen Mut zur Andersartigkeit eine ganze Generation inspirierte. Dargestellt wurde der mittlerweile verstorbene Musiker von Schauspieler Rami Malek, der dafür seinen ersten Oscar als bester Hauptdarsteller kassieren durfte. Seine Transformation in Freddie Mercury war einfach hervorragend. Abgesehen von einem verwechselbar ähnlichen Look schlüpfte Malek einfach perfekt in die Rolle hinein und wurde dabei sogar von den anderen Bandmitgliedern von Queen begleitet.

, Musik-Biopics: Wer kommt nach Elton John und Queen?
Queen Rockband mit Sänger Freddie Mercury

Der Film zeigt einen verletzlichen, einsamen Sänger, der sich oft nicht zu helfen weiß und macht die unglaubliche Legende wieder menschlich. Auch im Film Rocketman werden die Höhe- und Tiefpunkte der Karriere von Sänger Elton John mit brutaler Ehrlichkeit gezeigt. Elton John, der bei dem Film selbst beratend zur Verfügung stand, hätte es wohl nicht besser erzählen können. Wohlbehütet aufgewachsen kämpfte Elton John bereits in frühen Jahren mit seiner Sexualität, die in seinem Umfeld nicht anerkannt wurde. Auch der schnelle Erfolg war zunächst nicht einfach für den Musiker. Die Geschichte von Elton John ist damit aber noch lange nicht vorbei, daher dreht sich ein großer Teil des Films um seinen Weg zur Besserung, die langjährige Freundschaft mit seinem Songtexter Bernie Taupin und seinen Einsatz für die Aids-Forschung. Gestaltet wurde das Biopic zum Teil wie ein schillerndes Musical, was dem ganzen Film ein besonderes Flair verpasst.

Wer kommt noch auf die große Leinwand?

Nach zwei Oscar-preisgekrönten Biopics von Musiklegenden sind die Erwartungen an zukünftige Projekte natürlich groß. Sie haben die Art, wie Biografien von Musikern erzählt werden, maßgeblich verändert. Statt realistischen Biografien haben sie beide nämlich eine starke künstlerische Komponente, was Musik, Bildaufbau und die Erzählformen betrifft – beinahe wie im Musical. Auch bei der neuen Verfilmung von Elvis, die bisher noch keinen offiziellen Titel hat, darf man sich auf einige künstlerische Freiheiten einstellen. Wieso? Weil der Regisseur Baz Luhrmann für seine traumartigen Filmsequenzen bekannt ist. Er drehte bereits Filme wie Der große Gatsby und Romeo + Julia, die einen ganz eigenen Flair aufweisen. Auch Aretha Franklin erhält mit Respect ihren eigenen Film. Gespielt wird sie von keinem anderen als der Powerfrau Jennifer Hudson. Bob Dylan soll in einem kommenden Biopic von dem lockigen Timothée Chalamet verkörpert werden. Ein weiterer Star, der auf die große Leinwand kommt: Céline Dion. Ihr Film The Power of Love soll noch dieses Jahr erscheinen.
Biopics über Musiker sind einfach spannend. Ihre Leben bestehen aus enormen Höhen und Tiefen, ihr außergewöhnliches Talent hebt sie aus der Masse hervor. Wer das Leben von Elvis, Bob Dylan und Céline Dion auf der großen Leinwand sehen will, muss dafür zum Glück nicht mehr lange Warten. Bis dahin sollte man auf jeden Fall Bohemian Rhapsody und Rocketman nicht verpassen!