Seit letztem Jahr bereits schlägt JADU künstlerisch harte Töne an. Nachdem bereits Anfang 2019 ihr Album „Nachricht vom Feind“ erschien, veröffentlicht die Berlinerin am 31. Januar ihre neue Single „Auf Drei“.

Bei dem Song hat einmal mehr der erfolgreiche Produzent Olsen Involtini mitgewirkt (u.a. Seeed, Peter Fox, Rammstein). Nur wenige Tage nach Release der Single geht die Musikerin als Special Guest von LINDEMANN auf Europatour.

Wer ist Jadu?

Jadu ist die Ehefrau von Erfolgsrapper Marteria und schlägt als JADU eine Solomusikkarriere ein. In ihrer Musik verzahnt die Hauptstädterin auf clevere Weise Gesellschaftskritik und martialische Stilfiguren, Dream Pop und subtile Erotik.

»Über den Kampf ins Spiel kommen« ist eine Phrase, die man vor allem aus dem Fußball kennt. Eleganz ist damit nicht gemeint, sondern jene angeblich deutschen Tugenden: Blutgrätsche, Selbstaufgabe, das Ziel ist der Weg. Mithin also ein Koordinatensystem, in dem der sportliche Wettkampf synonym für Krieg steht. »Nachricht vom Feind«, das Debütalbum der Berliner Sängerin und Songschreiberin Jadu, hat mit dieser Interpretationsebene gleichzeitig alles und nichts gemein. 

Die Songs auf diesem Album erzählen nicht zuletzt von den Kämpfen, welche Jadu auf persönlicher und künstlerischer Ebene ausgefochten hat. Die Sängerin bedient sich dabei militärischer Metaphern und martialischer Stilfiguren, ihre Musik lebt aber ebenso von Zweifeln, einem virtuos betriebenen Spiel mit Antagonismen, von düsterer Erotik und der Lust am Abgrund. So verdichtet Jadu vermeintliche Gegensätze auf bestechende Weise zu einer in dieser Form noch nicht gehörter Rockmusik. Die neue Single „Auf Drei“ ist ein gutes Beispiel hierfür. Eine Gratwanderung an den Abgründen der weiblichen Lust. Pendelnd im einvernehmlichen Wechselspiel aus Macht- und Kontrollabgabe, zwischen Zärtlichkeit & Gewalt.  Und letztlich die Kompensation des unbändigen Verlangens nach Liebe, die im Schmerz gefunden wird.

»Ich habe mein bisheriges Leben überwiegend als Kampf empfunden. Die Schule war ein Kampf, die Liebe sowieso, ich habe um Freundschaften gekämpft, um Anerkennung, um die Liebe meines Vaters, um Selbstakzeptanz und einiges mehr. Darüber habe ich ein Faible für militärische Ästhetik entwickelt.« Das Militärische ist hier also eine Metapher für innere und äußere Kämpfe.“

sagt Jadu.

Geboren in Bad Essen, Landkreis Osnabrück, will Jadu von Anfang an eigentlich immer nur raus: aus der Provinz, der Schule, den Umständen. Bad Essen ist eins jener Provinzkäffer, in denen es für Leute wie Jadu nicht mehr zu tun gibt als warten, bis man alt genug wird, um die beste Straße der Stadt zu nehmen – also jene, die aus ihr hinausführt. Und so lässt sie das alles über sich ergehen, so lange es gesellschaftlich vorgegeben ist. Bricht dann die Schule ab, macht eine Ausbildung in Osnabrück. Aber ihre Sehnsucht ist größer als Osnabrück. Viel größer. 

Mit 19 Jahren nimmt Jadu bereits ihren Mut und ihre ganzen Sachen zusammen und geht auf eigene Faust nach Berlin. »Wenn man sich für Kunst und Musik interessiert, ist Berlin der totale Sehnsuchtsort, wo alles brodelt«, sagt sie. »So habe ich mir das jedenfalls immer vorgestellt.« Die Mutter hat Bedenken, in Kreuzberg würden immer die Autos brennen, was man in der Provinz eben so liest von der großen Stadt. Aber Jadu muss da jetzt hin! 

Keine Missverständnisse: Die Familie war und ist für Jadu ein Hort der Geborgenheit. Weitgehend ohne Vater aufgewachsen, haben ihre Mutter und ihre Schwester sie nachhaltig geprägt. Erstere ist Künstlerin, die Schwester Sängerin und Schlagzeugerin, Jadu hat oft mit ihr zusammengearbeitet. In ihrer Kindheit waren die Soul-Platten der Mutter ebenso wichtig wie die Djembe-Trommeln des Vaters, auch wenn Jadu ihre Herzensmusik auf eigene Faust entdeckt: Die Schwester hörte Alicia Keys, Jadu selbst hörte Slipknot, Marilyn Manson, Marlene Dietrich, Wagner. Das alles: auf unterschiedliche Weise Kampfmusik. 

Aktuelles Video „Auf Drei“

JADU wird in Kürze als Special Guest auf der LINDEMANN-Tour zu sehen sein:

JADU Single „Auf Drei“ erscheint am 31. Januar – Tour mit LINDEMANN
Pressefoto: Juda

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Titelfoto: Dave Frozen Film Photography