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Doro Pesch Metal Queen Nummer 1 im Interview mit Pressure Magazine

Doro Pesch gilt als Deutschlands Metal Queen Nummer 1. Früher schon bekannt als Frontfrau der Rock-Band Warlock eröffnet die Hardrocksängerin dem Pressure Magazine interessante Einblicke in ihre bewegte Lebensgeschichte.

Mit uns sprach Doro Pesch über die Entwicklung der Metal-Szene, ihre Affinität zum Deutschrock und über allerlei kuriose Erlebnisse auf Tour.

Hallo Doro, danke, dass Du Dir die Zeit für uns genommen hast, du zählst als internationaler Star und bist eine der ersten Frauen, die ´86 beim „Monsters of Rock“ dabei gewesen ist. Kann man sagen, dass du weiblichen Frontfrauen in der Metal-Musik-Szene den Weg geebnet hast?

Doro: Ich habe das nie wirklich so empfunden. Ich bin Musiker mit Leib und Seele und ich denke, den Fans war das relativ egal. Bei den Journalisten hat das wahrscheinlich eine größere Rolle gespielt, da hier oft von der „ersten Frau im Metal“ die Rede war. Es war grundsätzlich schon immer ein Kampf als Musiker zu arbeiten. Wenn Du jetzt fragen würdest, ob es schwieriger ist als Frau oder als Mann Musik zu machen, dann könnte ich das auch nicht beantworten. Als Musiker bist Du dem täglichen Kampf ums Überlegen ausgesetzt. Wenn ich dabei als Frau ein Vorbild für weibliche Musiker diene, dann ist das ein positiver Nebeneffekt ist natürlich ein schönes Gefühl. Ich gebe Konzerte auf der ganzen Welt und ich erhalte viel positives Feedback aus Spanien oder aus Südamerika, seitdem die Menschen dort damals mein „All we Are“ Video gesehen haben. Wenn ich den Menschen Power und positive Energie gebe, dann reicht mir das vollkommen.

Wenn wir in der Geschichte ein Stück zurück gehen, welche Bands oder Musiker haben Dich persönlich inspiriert?

Doro: Hardrock und Metal waren damals nicht so angesagt. Mein aller erstes musikalisches Erlebnis war Little Richard mit „Lucille“, da konnte ich gerade mal den Plattenspieler bedienen. Diese Energie, Ausstrahlung und Power von Little Richard haben mich unglaublich beeinflusst. Ich bin aufgewachsen in der Glam-Rock-Zeit mit David Bowie, T. Rex, The Sweep, Slade und Alice Cooper. Mit 15 Jahren hatte ich dann meine erste Band und wussten eigentlich selbst gar nicht, dass wir „Metal“ machten. Wir haben nie gesagt „Wir machen jetzt Metal!“. In den 80er Jahren gab es ja keine Musikmagazine, in denen über diese Art von Musik berichtet wurde, so wie heute. Die Magazine von damals, waren vielmehr schwarz-weiss Fotokopien, zum Teil sogar mit der Schreibmaschine geschrieben und gerade erst im kommen. Zu dieser Zeit hatte ich einmal Whitesnake mit David Coverdale live gesehen … das war unglaublich und faszinierend! Dann besuchte ich mit meinen Leuten die Shows von Judas Priest und Accept und da stellten wir fest, dass das unser Ding war.

Kurz darauf unterschrieben wir einen Plattenvertrag auf dem belgischen Label “Mausoleum” und brachten unser erstes Album “Burning The Witches” heraus. Wir haben dort eigentlich nur unterschrieben, weil wir das Logo mit den Totenköpfen so cool fanden, damals ging es ja sowieso noch nicht ums Geschäft, sondern dass wir in erster Linie „Metal“ machen wollten. Von diesem kleines Label haben wir auch nie Kohle gesehen. Unser Manager fragte uns damals, ob wir auf einem Festival in einem Jugendclub zusammen mit einer Newcomer Band aus Amerika spielen wollen und dabei stellte sich heraus, dass es sich dabei um einen der ersten europäischen Gigs von Metallica handelte. Das war für mich eine unglaublich prägende Zeit und Zeitzeuge zu sein, wie diese Heavy-Metal-Szene gerade so richtig aufgeblüht ist, ist schon toll.

Erzähl uns von Deiner aktuellen Tour – Du hast schließlich Deine aktuelle Scheibe „Doro – 25 years in Rock“ (2010 veröffentlicht) im Gepäck und spielst weltweit Konzerte. Wie erlebst Du den Metal über Ländergrenzen und über die letzten Jahre hinweg?

Doro: Damals in den 80ern war es schier unmöglich in den ehemaligen Ostblock Ländern zu spielen. Lediglich die Scorpions schaften es über die Grenzen hinaus erfolgreich zu sein und Konzerte zu geben. Mit meiner Band „Warlock“ wollte ich immer in Russland spielen, das hat aber nie gelappt. Als sich dann aber die Grenzen geöffnet haben, touren wir regelmäßig in Russland, Tschechei, Polen oder Bulgarien und haben dort eine große Fanbase. 1983 war ich mit der Band in einem für die damaligen Verhältnisse alten Mercedes auf den Weg über die Grenze. Die Zöllner waren uns alles andere als wohl gesonnen und haben uns erst mal gründlich durchsucht. Im Kofferraum auf lagen haufenweise Promoplatten von meiner allerersten LP „Burning The Witches“ und die Scheiben wurden vor Ort und auf Verdacht der „Pornografie“ beschlagnahmt. Es handelte sich um ein gemaltes Cover mit einer kleinen nackten Frau, gefesselt an einer Kerze.
 
Es hat Jahre und schließlich bis ins Jahr 2000 gedauert, bis wir dann endlich in Russland spielen durften. Inzwischen ist das schon so was wie unser zweites Zuhause. Hervorzuheben ist in Bezug auf die Auslandskonzerte vor allem Südamerika, die Leute dort lieben den Heavy Metal und sind beinharte Fans. Regelmäßig treffe ich Leute aus Südamerika auf dem Wacken Festival wieder, wo die Leute aus der ganzen Welt her anreisen. Für diese Leute ist die Musik so etwas wie ein Lebenselixier und deshalb toure ich im Gegenzug auch gerne in Argentinien, Brasilien oder sonst wo auf der Welt.
 
In China oder im arabischen Raum gibt es auch eine junge Metal und Rockszene, die stetig wächst, aber es leider noch immer sehr schwer haben sich dazu zu bekennen. Gerade in Ländern in denen dieses Musikgenre lange verboten war, merkt man diese enorme Aufbruchsstimmung. Und so bin ich in Sachen „Metal“ durch gute, wie auch schlechte Zeiten gegangen.

In der Slowakei und Italien gab es Schwierigkeiten bei den Auftritten in diesem Jahr und ihr musstet viele Fans enttäuscht zurücklassen. Was war denn da los?

Doro: Ich weiß von befreundeten Bands, die hingefahren sind. In manchen Ländern gibt es einfach Veranstalter, die sind sehr dubios und hin und wieder kommt es vor, dass sie  mit den Ticketeinnahmen durchbrennen. Ein Tag vor dem Konzert haben wir erfahren, dass das Konzert doch nicht stattfinden wird, da hier nicht einmal eine Halle gebucht wurde. Eine Einigung fand hier nicht statt und auf E-Mails wurde nicht mehr geantwortet – in Deutschland würde so etwas nicht passieren, aber das kommt halt mal vor.

In der Ukraine hatten wir einmal einen ähnlichen Fall und uns so darauf gefreut, auf einem zweitägigen Festival spielen zu können. Der zweite Tag fand allerdings einfach nicht mehr statt und wir saßen mit den anderen Bands in den Hotelzimmern auf den Kosten fest. Einen Teil der Gage haben wir geliehen bekommen, um überhaupt das Hotel bezahlen zu können. Ein anderer Musiker ist dann noch auf dem Weg zum Flughafen überfallen worden … diese Tour-Trips sind manchmal hart.

Die aktuelle Tour führt Dich noch bis kurz vor Weihnachten durch Deutschland – u.a. wirst du eine Gastauftritt auf der X-Mas Tour der Deutschrockband FREI.WILD haben. Wie kam es dazu?

Doro: Wir haben einige Festivals im Sommer zusammen gespielt, eines davon war „Rock am Härtsfeldsee“. Das war von der Stimmung her einfach phänomenal. Darauf hin habe ich die Jungs in Wacken getroffen, wir haben sehr lange gequatscht und uns angefreundet. So kam es dazu, dass sie mich fragten, ob ich nicht Lust hätte in Stuttgart auf der X-Mas Show dabei zu sein. Ich wohne ja zum größten Teil des Jahres in New York und da ich ohnehin um Weihnachten in Deutschland bei Freunden und meiner Familie bin, habe ich spontan zugesagt.

Frei.Wild sind eine junge Band und ich finde es einfach Wahnsinn, was sich diese Jungs da aufgebaut haben. Ich mag Punker wirklich sehr, besonders der Sänger erinnert mich an die frühen 80er und ich steh total auf diese Punk-Attitüde – wild und frei und voller Energie – ich finde das großartig!

In Deutschland spaltet sich jedoch die Meinung über FREI.WILD. Wie stehst du zu den kontroversen Diskussionen, die seit einigen Jahren über die Band geführt werden?

Doro: Ach weißt du, ich war damals auf der Promotiontour von Rammstein, als sie gerade bekannt wurden und da gab es auch immer so viele Diskussionen um die Band. Damals habe ich mich nicht drum gekümmert und stand immer in der ersten Reihe bei Ihren Konzerten, da ich ihre Musik klasse fand. Die Leute suchen halt immer nach irgendwelchen negativen Sachen, aber bei den Jungs von Frei.Wild habe ich von Anfang an ein total gutes Gefühl gehabt. Die machen Deutschrock, na und? Ich komme auch aus Deutschland und wenn man Deutsch singt, dann haben einige Leute immer ein Problem damit.

Unser größter Hit im Ausland heißt „Für immer“ und wird von den Fans auf der ganzen Welt verlangt. Wenn dieses Gefühl von Herzen kommt, ist das überhaupt kein Problem. Ich war schon immer ein Fan von Deutschrock und hatte auch noch nie ein Problem damit. Das heißt ja schließlich nicht, dass Du eine rechte Gesinnung hast. Die Jungs von Frei.Wild sind super lieb und schwer in Ordnung, ihr vom Pressure Mag berichtet ja auch über die Band und das ist es einfach wert zu supporten!

Worauf darf man sich auf der X-Mas Tour und auf deinen nächsten Konzerten freuen?

Doro: Ein „Best-Of“ Programm mit vielen Highlights und auch einigen Songs vom neuen Album, das wir gerade produzieren. Bei Frei.Wild könnte es am 28. Dezember gut sein, dass ich ein Duett mit dem Sänger Philipp singe. Ich finde es toll, wenn eine junge Band schon so fette Hallen füllt. Ein absoluter Traum!  Und das ist doch das, worauf jeder Musiker hinarbeitet, oder?

Gerade hast Du es angesprochen, dass Du derzeit im Studio bist um Deine neue CD aufzunehmen, zudem tourst Du durch die ganze Welt. Woher nimmst Du diese Energie?

Doro (lacht): Nie schlafen – nie Urlaub – kein Wochenende frei!

Es sind wirklich schöne Sachen in der Mache. Einen Song spielen wir auf jeden Fall schon jetzt auf den Konzerten: „Raise your fist“. Der Song kam total gut auf unserer Auslandstour in Frankreich und Spanien an. Da wollen wir uns auch extra-viel Mühe geben und planen auch verschiedensprachige Versionen des Albums in spanisch oder französisch, vielleicht sogar in russischer Sprache. „Raise your Fist“ ist echt ein Song der knallt, ähnlich wie unser Klassiker „All we Are“.

Wir haben uns irgendwann einmal angewöhnt, dass wir auf jedem Konzert andere Songs spielen und wir haben auch viele Fans, die uns regelmäßig hinterherreisen, weil kein Konzert so ist, wie das andere. Wir haben ja ein reichhaltiges Repertoire und da es wird immer wieder Überraschungen geben. Unsere Fans haben auf jedem Konzert die Möglichkeit sich Lieder zu wünschen, die wir dann auch live spielen und da wird auf Tour schon allerhand geboten, was das Fan-Herz glücklich macht.

Im Frühling erscheint unsere neue Single und im Sommer dann das fertige Album. Es wird übrigens auch wieder ein deutscher Song auf dem Album drauf sein, soviel kann ich schon jetzt verraten.

Apropo „Single“ – Kürzlich hast Du zu passend zu Weihnachten eine Single mit Onkel Tom Angelripper aufgenommen. Wie ist dieses Projekt entstanden?

 
Doro: Ja, „Lauter die Glocken nie klangen“ von unserer gemeinsamen neuen EP “Merry Metal X-Mas“ (VÖ: 09.12.). Das ist eine schöne Mitgrölnummer geworden, die ich zusammen mit Tom Angelripper (Sodom) aufgenommen habe. Eine Ballade haben wir uns und unseren Fans erspart, dafür was lautes und lustiges, um Weihnachten mit einem Bierchen in der Hand feiern zu können. Das Cover der CD ist eine besonders witzige Collage aus Kinderfotos geworden, auf denen Tom und ich darauf zu sehen sind, wie wir damals Weihnachten gefeiert haben. Onkel Tom bei seiner Mama auf dem Schoß und ich mit meiner ersten Carrera Bahn unter dem Weihnachtsbaum. Zu dieser Zeit war der „Metal“ noch nicht abzusehen (lacht), aber ist einfach eine „Feel-Good“-Single geworden, die uns besonders gut gefällt.

 
 

Wie wirst Du eigentlich Weihnachten verbringen?

Doro: Weihnachten wird bei mir keineswegs leise, denn wir werden noch ein schönes Akkustik-Set in einem Heim mit Ex-Junkies und Ex-Alkoholabhängigen spielen. Unsere Fanclubmitglieder haben wir auch gleich mit eingeladen und werde da einfach gemeinsam eine gute Zeit haben und für einen guten Zweck spielen. Außerdem gibt es noch ein Konzert in Zusammenarbeit mit der Düsseldorfer Tafel, weil wir einfach was für andere machen wollen. Weihnachten ist die Zeit einmal über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen und Gutes zu tun. Meine Mama macht da übrigens auch voll mit und wir freuen uns alle auf ein tolles Wiedersehen!

Wenn Du so auf die letzten Jahre zurückblickst – was wünscht Du Dir persönlich?

Doro: Also ich wünsche mir nur, dass unsere Fans weiterhin die Musik lieben und wir die Fans weiterhin mit vielen Platten glücklich machen können.

Irgendwann möchte ich mal in die arabischen Länder gehen, und dort als Frau ein Konzert geben. Aber wir haben schon soviel auf erlebt, da bin da immer sehr vorsichtig Konzerte in fremden Ländern zu spielen, in denen man die jeweiligen  Gepflogenheiten nicht kennt. Ich meine, wir haben einen Niederländer in der Band, der macht ja auch so sein Ding … hast Du schon mal den Film „Midnight Express“ von Billy Hayes gesehen? Da geht es amerikanischen Studenten, der versuchte, Haschisch aus der Türkei zu schmuggeln – ich habe in den 80ern den Produzenten des Films in den USA kennenglernt und erfahren, dass der real existierende Student damals bei mir in der Nachbarschaft in New York gewohnt hat und seine Geschichte in Realität noch viel schlimmer, als es im Film dargestellt wurde. Das war übrigens der erste Film, bei dem ich mich übergeben habe.

Diesen Hinweis deute ich dann gegenüber meiner Band an, dann weiß auch jeder, dass er sich zu benehmen hat. Ich bin eh total vorsichtig, ich trinke nicht und ich rauche nicht und bei der Roadcrew kommen bei mir eher mütterliche Gefühle auf, da ich ein Auge drauf habe, dass alle wieder gut nach Hause kommen.

Stellt sich unweigerlich die Frage, ob „Sex, Drugs and Rock’n’Roll“ noch heute so präsent ist wie möglicherweise in früheren Jahren?

Doro: Bei den Jungs sind Drogen total out! Das brauch sich bei unseren Touren im Ausland auch keiner zu erlauben, da es viel zu Gefährlich ist. Ein Bierchen oder Jack Daniels nach der Show ist jedoch schon drin. Ich persönlich halte mich da zurück, da ich fit sein muss, um den Fans eine gute Show abzuliefern. Ich möchte den Besuchern unserer Shows ein nachhaltiges Erlebnis mit viel Power und Energie geben – das ist für mich meine Droge.

Sex war in den 80ern ja auch mal anders. Aids war damals noch nicht so präsent wie heute und klar haben wir uns da in früheren Jahren auch mal ausgetobt. Um für meine Jungs zu sprechen, sind die alle treu. Ich bin zwar nicht überall dabei, aber die machen einen ganz vernünftigen Eindruck. (lacht)

Und wie verhält sich das Deinen männlichen „Verehrern“?

Doro: Also vor oder nach dem Konzert versuche ich für meine Fans da zu sein, ich habe allerdings nicht das Gefühl, dass da ein sexueller Unterton dabei ist. Da geht es eher um die pure Menschlichkeit, bei der ich die Leute so lange umarme bis unser Tour-Busfahrer uns das Signal gibt, dass wir aufbrechen müssen, um den nächsten Gig einzuhalten. Unser Tourmanager hat immer die Zeit im Blick und entscheidet dann, ob wir Autogramme geben, uns mit den Fans fotografieren lassen oder sie einfach mal fest umarmen können. Das ist was tiefes Menschliches und das geht für mich über alles. Ich stehe auf wärme, Zusammenhalt und einander power geben … „To the Heart“!

Was ist denn das schrägste, was Dir jemals auf Tour passiert ist?

Doro: Oha, wir sollten mal ein Konzert in Amerika irgendwo in der Wüste von Nevada spielen. Das war so, wie in diesem Film „Kalifornia“. Wir hatten ein kleines Motel und der Tourmanager sagte zu der Roadcrew, dass er sich um alles kümmern und uns dann abholen würde. Nach dem er eine Weile weg war, kam er zurück und meinte, wir können da nicht spielen, das sei Lebensgefährlich. Ich war total entschlossen und meinte, na klar wir spielen da. Auf dem Konzert waren so richtige Rednecks und er hatte Bedenken, dass wir da nicht lebend raus kommen würden. Also rief er den Veranstalter an und teilte ihm mit, dass wir dort nicht spielen werden und ließ sich die Ausrede einfallen, dass die Sängerin krank sei. Es dauerte nicht lange da klingelte das Telefon und der Rezeptionist des Motels teilte mir mit, dass vor ihm zehn Leute mit Baseballschlägern stünden und der Veranstalter die „kranke Sängerin“ sehen wolle. Daraufhin haben wir alles stehen und liegen lassen und sind ab durch die Fenster in unseren Tourbus gesprungen und waren kurz darauf über alle Berge. Nach einigen Stunden hatten unsere Verfolger es dann auch aufgegeben und so sind wir nochmal mit dem Leben davon gekommen. Jeder Gig ist spannend jeder Gig ist anders und jeder Tag ein Abendteuer.

Nach diesem „Happy End“ wollen wir uns für Deine Zeit und das tolle Interview bedanken. Die letzten Worte gehören Dir!

Doro: Oh jaa..! Ich freue mich wahnsinnig auf unsere Deutschlandtour und wir versuchen weiterhin alles zu heben, um nochmal eins drauf zu setzen, damit die aktuelle nochmal alles Dagewesene toppt! Ich toure unglaublich gerne um die Weihnachtszeit, weil das für mich immer ein schöner Jahresabschluss ist. Viele Konzerte der Tour sind sogar schon ausverkauft und wir werden solange spielen, wie uns die Fans auf der Bühne haben wollen oder der Veranstalter es zulässt. Wer Zeit und Lust hat, soll vorbeikommen, um gemeinsam eine gute Zeit zu haben und den grauen Alltag zu vergessen.

Viele große Rockmusiker sind in den letzten Jahren von uns gegangen, ich gedenke an Ronnie James Dio. Daher ist jeder Tag wichtig und ich lebe jeden Tag, als könnte es mein letzter sein. Ich bedanke mich für das Interview und wünsche Euch und Lesern des Pressure Magazines alles Gute!

Interview von Marcus Liprecht im Dezember 2011

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