Nachrichten und Auswirkungen des Coronavirus COVID-19 sind allgegenwärtig. Was bedeutet die Warnung für Konzerte und Festivals?

In Regionen, die vom Coronavirus nachweislich betroffen sind, wurden bereits Schulen und Kindergärten geschlossen. Weiterhin wurden diverse Veranstaltungen, Messen, Hochzeiten usw. abgesagt oder verschoben und auch bereits große Fußballspiele abgesagt. Viele Firmen und Institutionen folgend der Empfehlung, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern vorerst abzusagen, andere führen Events weiterhin durch.

Wie der Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV) e.V. aktuell mitteilte, sind die Auswirkungen des Coronavirus auf die deutsche Konzertbranche bereits deutlich spürbar: „Wir beobachten bereits seit einigen Tagen einen erheblichen Einbruch bei den Kartenverkäufen und Inhaber von Karten versuchen zunehmend, diese gegen Erstattung des Eintrittsgeldes zurückzugeben“.

CTS Eventim, das größte Unternehmen für den Verkauf von Konzerttickets äußerte sich gegenüber dem “musikexpress” allerdings noch entgegen der Mitteilung des BDKV und stelle bislang „nur vereinzelte Auswirkungen auf unser Geschäft fest, zum Beispiel in (Nord-)Italien und in der Schweiz, wo einzelne Veranstaltungen verschoben werden müssen“, so Thomas Kollner (Leiter der Unternehmenskommunikation).

In der Musikbranche oder im Veranstaltungsbereich allgemein, bedeuten kurzfristige Absagen von Konzerten oder Festivals ein hohes finanzielle Risiko und im schlimmsten Fall für kleinere Agenturen und Formen eine Gefährdung der Existenz.

Corona Warnung: Wie reagieren deutsche Konzertveranstalter?

Bislang haben sich Konzerte- und Festivalveranstalter, wie Marek Lieberberg (MLK, Live Nation), u.a. “Rock am Ring” und “Rock am Park” oder Ossy Hoppe (Wizard Promotions) noch nicht öffentlich zum Thema “Absage” und “Verschiebung” in Bezug auf ihre Veranstaltungen und Großveranstaltungen geäußert.

>> Update: Am Montag, 9.3. haben sich die beiden Konzertveranstalter Eventim und DEAG zum Coronavirus, in Hinblick auf die Durchführung von Großveranstaltungen geäußert. Mehr dazu in unseren News.

COVID-19 hat möglicherweise Auswirkung auf Konzerte

Für den redaktionellen Relevanzbereich eines Musikmagazins, wie Pressure Magazine, bedeutet die heutige Empfehlung des Gesundheitsministers Jens Spahn, dass wir mit herben Auswirkungen auf Konzerte und Festivals rechnen müssen.

Die Band Slipknot haben die ersten Konsequenzen gezogen und ihren Auftritt am 20. März auf dem Knotfest Festival in Tokio abgesagt – ebenso weitere Shows in Singapur, Jakarta und Manila. Frontmann Corey schrieb auf der Plattform: „Angesichts globaler Gesundheitsbedenken haben Slipknot beschlossen, ihre bevorstehende Asien-Tournee, einschließlich des Knotfests in Japan, zu verschieben.

“Lage hat sich deutlich verschärft” sagt die Bundesregierung. Ein Restrisiko immer und überall – Da das COVID19 Virus sehr leicht übertragen werden könne, müsse alles versucht werden, es einzudämmen. Jeder Mensch solle selbst für sich genau abwägen, welche Veranstaltungen er besuche oder welche Maßnahmen ergriffen werden.

„[…] Nach zahlreichen Gesprächen mit Verantwortlichen ermuntere ich ausdrücklich, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern bis auf weiteres abzusagen. […]

Ich ermuntere auch jeden Einzelnen: Wägen Sie ab, was Ihnen im eigenen Alltag so wichtig ist, dass Sie darauf in den nächsten zwei bis drei Monaten nicht verzichten wollen, sei es der Clubbesuch, die Geburtstagsfeier im familiären Kreis oder die Vereinssitzung. Ich vertraue darauf, dass die Bürgerinnen und Bürger in diesen Zeiten kluge Entscheidungen für sich und ihre Liebsten treffen. Denn wir schützen mit dieser Vorsicht vor allem unsere älteren und chronisch kranken Mitbürger.“

Mehr Infos zur Aussagen von Gesundheitsminister Jens Spahn bekommt ihr unter anderem hier.

Maßnahmen gegen Coronavirus

Ende Februar ist das Coronavirus auch in Deutschland angekommen, inzwischen gibt es Fälle in fast allen Bundesländern.

Worauf sollte man jetzt achten?

  • Das Virus ist ansteckend.
  • Es verbreitet sich über die Hände oder durch Niesen und Husten.
    • Es ist wichtig, sich regelmäßig die Hände zu waschen.
    • Gute Hygiene kann vor einer Ansteckung schützen.
  • Wer sich krank fühlt, sollte nicht zur Arbeit oder in die Schule gehen.
    • Besser man nimmt den Kontakt zum Arzt oder zur Ärztin auf.

Zuhause reicht meist Händewaschen. Im privaten Alltag, also zu Hause, genügt es übrigens in den meisten Fällen, sich gründlich die Hände zu waschen, um sich vor einer Infektion zu schützen und zu verhindern, dass Erreger von draußen in die Wohnung kommen. Nur wenn im Umfeld besonders infektionsanfällige Menschen leben, kann anstelle von Händewaschen die Händedesinfektion sinnvoll sein.