So war das TRAFFIC JAM am 29. und 30. Juli 2011

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Am 29. und 30. Juli 2011 fand im südhessischen Dieburg das TRAFFIC JAM Festival statt. Teils sonnig, teils regnerisch feierten tausende Besucher in bester Laune zum 12. Mal auf dem grün umwachsenen Verkehrsübungsplatz zur Live-Musik.

Um herauszufinden, wie Party-tauglich das Dieburg-Festival ist, hat sich der Moshpit-erprobte New Blast Chaos-Sänger und Pressure Redakteur Vogo für Euch unters Volk gemischt und seine Eindrücke vom Traffic Jam geschildert.

Tag 1:

Freitag gegen Mittag war es soweit. Ein Bierchen für den Weg gekauft und ab in die Bahn nach Dieburg zum Traffic Jam.

 

Angekommen am Bahnhof war es dann auch gar nicht schwer die Location zu finden. Einfach den voll bepackten Menschen hinterher. Und je näher man kam umso mehr illustres Volk saß Bier trinkender Weise auf der Straße rum und hatte Spaß.

 

Nach dem ganzen organisatorischen Kram, danach sah ich übrigens aus wie Wolle Petry mit sage und schreibe 3 Bändchen, machte ich es mir erst Mal Backstage mit einem Bierchen auf einer Bierbank gemütlich. Nach einem kurzen Small-Talk mit den Jungs von Agnostic Front ging es dann auch schon mit der ersten Band los. The Mofos baten zum Tanz. Ihre Mischung aus Punkrock und Ska war aber jetzt nicht unbedingt mein Ding aber als Opener ganz brauchbar.

 

Dann gab’s das erste Mal musikalisch auf die Glocke. They Shall Damage boten als zweite Band eine solide Metalcore Show mit einem echt guten Sound. Hier fanden sich dann auch die ersten Turnhosen-Kickbox-Mosher ein und zelebrierten ihre Turnübungen.

 

Als nächstes gaben sich dann Ungunst die Ehre. Hier wurde es dann etwas leerer vor der Bühne. Anscheinend passt guter Punkrock nicht zu Turnhosen. Es könnte natürlich auch am Regen gelegen haben. Aber ich fand die Jungs gut. »Pogo in der Straßenbahn« hieß es da.

 

Die nächsten beiden Bands hab ich mir dann nicht angeschaut. Musste mal meinen Bierhaushalt regulieren und das Buffet im Backstage plündern. Aber ich hörte das Burden und Unleash the Sky wohl ganz cool waren.

 

Dann wurde es allmählich wieder voller, denn nun gab es die volle Metal-Melodic-Post-Hardcore Dröhnung in Form von The Eyes of a Traitor, More than a Thousand, Polar Bear Club und Stick to your Guns. Da wurde gemosht was das Zeug hält und die ein oder andere Wall of Death war auch zu sehen.

 

Mittlerweile hatte ich dann auch ganz schön die Lampen an und war richtig in Stimmung für Mad Sin. Diese boten eine gute Show und es war cool zu sehen wie der Punker mit dem Hardcoreler, der Metaller mit dem Psycho und alle zusammen mächtig Spaß hatten. So muss das sein.

 

Dann kam allerdings mein persönliches Highlight des Tages. Die NYHC Recken von Agnostic Front. Wieder mal ein sehr geiles Brett was die Jungs da abgeliefert haben. Ich musste nur feststellen das Moshen mit 5 Atü auf dem Kessel einfach nicht mehr so gut funktioniert. Also schaute ich mir den Rest der Show aus sicherer Entfernung an. Geil war’s.

 

Bei der Aftershowparty mit Kapelle Ostermann wurde dann im Partyzelt noch mal richtig auf die Kacke gehauen. Stagedives zu Akustik Mucke. Sehr schön.

 

Nun war es aber langsam Zeit fürs Bettchen und nach einem kurzen Zwischenstopp an der Tanke zwecks Nachschub-Orga landete ich völligst Dicht auf der Couch im Proberaum der Suicide Kings. Gute Nacht.

Konzertfotos: Impressionen vom Traffic Jam Festival 2011 hier ansehen

 

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Tag 2:

 

Neuer Tag neues Glück. Mit einem mächtigen Dröhnschädel, der wohl dem tollen Pfungstädter-Pils zu verdanken war, wurde erstmal eine Dusche aufgesucht und ein Mettbrötchen gefrühstückt.

 

Wieder wie ein Mensch duftend und mit einem frischen Bierchen ging es zurück zum Festival. Pünktlich zu Out of Decay trudelte ich auf dem Gelände ein und wurde mal wieder Zeuge einer Wall of Death.

 

Dann kamen Dolf an die Reihe und begeisterten die Punker vor der Bühne. War ganz cool, aber ich mag die nicht so.

 

Nun stürmten die Lokalmatadore von The Suicide Kings die Bretter die die Welt bedeuten und wussten mit ihrem Heavy-Punk-Rock zu überzeugen. Sie waren zwar nicht in Topform aber haben gut gerockt.

 

Positiv überrascht wurde ich im Anschluss von Destination Anywhere. Ich bin ja nicht so der Skafreund. Aber die Jungs haben mich mit ihrem frisch klingenden Skapunk echt beeindruckt. Als dann noch zur Wall of Death aufgerufen wurde und das Publikum freudig mitmachte, war ich dann auch Fan.

 

Als nächstes spielte dann die wandelnde Bad Taste Party Eskimo Callboy. Hier kamen mir dann auch die ersten blutigen Nasen entgegen und natürlich wurde auch die Todeswand wieder vollführt.

 

Der Höhepunkt des Gigs war aber das Brautpaar welches plötzlich aus dem Backstage-Bereich hervorgezaubert wurde (keine Ahnung wo die herkamen). Erst gab es ein Ständchen von der Band, dann noch kurz ne Runde knutschen vor der jubelnden Menge und ein Foto fürs Album. Vergessen werden die beiden ihren Hochzeitstag wohl nicht so schnell. Leider hatte meine Kamera keinen Akku mehr. Sonst hätte ich auch Beweisfotos gemacht.

 

Nach einem kleinen Ausflug in den Metal mit den Briten von Malefice, war es nun Zeit für Bad Taste Part 2 in Form von Das Actionteam. Hier wurde mit Witz und Rock das Publikum zur Party animiert. Ich sag nur: »Äktschen, Äktschen«. Weiß gar nicht mehr ob hier auch ne Wall of Death gemacht wurde.

 

Am Bierstand stehend, war ich dann doch über die nächsten Klänge verwundert. Statt Bury Tomorrow stand auf einmal eine Trommelband auf der Bühne und schwang die Trommelstöcke im Stile von Safri Duo.

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Wie sich herausstellte hatten Bury Tomorrow eine Bus-Panne und waren deswegen verhindert. Also wurde kurzerhand Ersatz auf die Bühne geholt. Aber das tat der Stimmung der Leute keinen Abbruch.

 

Dann war es auch schon langsam Zeit für mich die Hühner zu satteln. Noch ein paar Klänge Mr. Irish Bastard und zwei Bierchen und dann ging es wieder Richtung Bahnhof. Zu Hause angekommen hieß die Devise: Schlafen.

 
 

War echt ein gutes Wochenende mit einer Menge Spaß, Bier und lustigen Leuten. Und vor allem war es doch relativ trocken bis auf ein paar Ausnahmen. Auch den Organisatoren möchte ich ein Lob aussprechen. War echt alles Top.

 

Und eins habe ich ganz sicher gelernt:

MAN KANN ZU ALLEM UND JEDEM EINE WALL OF DEATH MACHEN!!!!!!!

Bericht und Fotos von Vogo

Mehr zum Thema:

Offizielle Homepage: trafficjam.de