Am 25.03.2011 spielten Silverstein im C-Club in Berlin (ehemals Columbia Club). Den Support machten die Bands: Today Forever, While She Sleeps und There For Tomorrow.

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Ein netter illustrer Abend bot sich mir am 25.03.2011 im traditionsreichen C-Club / Berlin (ehemals Columbia Club). Nach einigen Minuten Wartezeit in der noch recht leeren Halle begann pünktlich der Opener an diesem Abend, Today Forever.

Die 5 Kassler melodic-hardcorer waren gleich zu 100% auf der Bühne und dem überwiegend jungen und vor allem auch weiblichen Publikum wurde gleich ordentlich vor den Latz geballert, was durchaus gefiel. Man konnte schon jetzt in viele zufriedene Gesichter in der ersten Reihe blicken.

Was man generell an diesem Abend erwähnen muss ist, dass mir bis auf den Headliner SILVERSTEIN alles recht kurzweilig erschien, sprich die Supportbands spielten jeweils ca. 30 Minuten.
Das ist natürlich auch von Vorteil für Bands, weil somit 30 Minuten lang die eher starken Songs den Weg in die Setlist schaffen. Somit kann man schon vorweg sagen, dass jede Band überzeugt hat und einen routinierten abgeklärten sowie professionellen Eindruck hinterlassen hat.

Nach kurzer Umbau-Pause sah ich dann Mat von While She Sleeps (Sheffield, UK) wieder, etwa 1,50m über mir auf der Stage.

Überrascht von der Live-Performance machte ich einige Fotos, wich Lawrence (vocals) aus, der regelmäßig die Bühne verließ um sich auf die Absperrungen im Bühnengraben zu stellen und den direkten Kontakt zu teilweise sogar aus Polen angereisten Fans zu suchen. Da ich leider kein polnisch kann, konnte ich auch nicht nachfragen, wegen welcher Band die Damen da waren, doch die verliebten Blicken sprachen Bände.

Meine ehrliche Meinung ist, dass While She Sleeps dem Headliner etwas an Interesse nahmen, die Jungs waren sehr dynamisch, frisch und reißen in Zukunft sicherlich einiges. Für mich der überraschenste Act diesen Abend.

Wieder folgte eine kurzweilige Umbauphase von ca. 15 Minuten bevor There For Tomorrow die Bühne enterten. Das ganze war jetzt etwas weniger hart, und nicht ganz so spektakulär wie die beiden vorherigen Bands. There for Tomorrow aus den Staaten singen etwas mehr und haben eher Pop-Rock lastige Einschläge und erschienen somit um längen weicher als While She Sleeps oder Today Forever.

Dennoch sind die Jungs charmant und machen sich gut auf der Bühne. Man sieht ihnen an, dass sie schon reichlich Bühnenerfahrung in ihrer langjährigen History sammeln konnten.

Jetzt dauerte die Umbaupause etwas länger, ca. 20-25 Minuten passierte nichts, der Tontechniker spielte etwas Pausenmusik von Killswitch Engange und dann wurde es zum ersten mal hysterisch vor der Bühne. Reihenweise mussten Mädchen raus getragen werden – nein, Spaß bei Seite. SILVERSTEIN (Canada) eröffneten unter lautem Beifall und Gekreische ihre Show und spielten erst mal zwei Songs um dann „germany“, stellvertretend in Berlin, zu begrüßen.f

Anfangs spielte hier leider der Ton meiner Meinung nach nicht ganz mit. Die Vocals waren mal laut und mal leise sowie unverständlich, nicht schön aber auch das einzige Manko an diesem Abend. Als SILVERSTEIN dann den gleichen Hardcore-Song wie Today Forever coverten, die anderen Bands dann noch Kollegial auf die Bühne sprangen um mit zu shouten, war auch bei mir letzlich der Knoten geplatz und ich vollkommen überzeugt von dieser Band. Im Anschluss an den Cover-Song behielten sie zunächst für einige Songs den old-school Einschlag bei, bevor eine kleine Balladenrunde rund um den Sänger Shane Told statt fand. Highlight dieser war eindeutig der Song „My Heroine“ – wobei die ersten Zeilen ausschließlich vom Publikum gesungen wurden.

Abschließend kann man sagen, es war ein gelungener Abend für Berlin, die Fans und den C-Club. Es gibt sicherlich vollere Shows, was vielleicht letztlich ein kleiner Wehmutstropfen zu sein vermag, jedoch hat es der Stimmung und guten Laune nicht geschadet.

 

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Lineup am 25.03.2011 im C-Club – Berlin:

Head   Silverstein
3rd       There For Tomorrow
2nd      While She Sleeps
1st       Today Forever

 

Konzertbericht von Hendrik Dähnert

 

Mehr zum Thema:

www.myspace.com/silverstein
www.hopelessrecords.com