Label: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 23.03.2010

Volker Putt ist ein Wortspiel, welches seines gleichen sucht. Aber es ist auch eine Band aus Niedersachsen, die es seit dem Spätsommer 2008 gibt und eine Mischung aus Deutschrock, Oi-Punk und Punkrock spielt. Ihr erstes Album “Lach und Krachgeschichten” haben sie in Eigenregie am 23.03.2010 veröffentlicht.

Man wird von einem netten Mann begrüßt, der in ein paar Sätzen erklärt, was den Hörern in den nächsten Minuten geht. Den Anfang macht der Song “Party”, der einen Abend mit Volker Putt beschreibt. Ein Konzert, das solange geht, bis die Polizei kommt.

“Heut ist hier die Party, heut steppt hier der Bär / Wir drehen die Verstärker auf 1000 Phon und mehr /  Drei Akkorde, Vier-Viertel-Takt / Heute wird getanzt, bis die Schwarte kracht.”

Im Titel “Volker Putt” stellt man sich in nicht mal zwei Minuten standesgemäß vor um dann im darauffolgenden Song “Ode an die Theke” mit Ska weiterzumachen. Ein Abend in einer Kneipe mit jeder Menge Bier, der zuhause und vollkommen betrunken endet. “Kommt zusamm´” beschreibt den Kampf gegen Faschisten, den Punks und Skins nur gemeinsam führen können. Dann gibt es “Krawall” auf die Ohren, ein Song der gegen Polizisten schießt, die oftmals gegen die falschen Menschen vorgehen. “Schön” ist ein Song, der von der Vergangenheit erzählt. Man hat viel zusammen erlebt, egal ob es gut oder schlecht war, wenn man sich zurück erinnert war es doch immer schön. Der vorletzte Titel “Zug Richtung Heimat” beschreibt die Heimat, in der man sich immer am liebsten aufhält. Was man an ihr vermisst, weiß man erst, wenn man angekommen ist. Als Abschluss sagt die Band “Danke” und verabschiedet sich genau so nett, wie man begrüßt wurde. Mit einem lachenden Auge nimmt man Abschied, denn der Text ist recht lustig gehalten.

“Und der Arzt kommt gleich und nimmt uns mit, bringt uns zurück ins Irrenhaus / doch wenn ich euch so seh, könnt ihr euch sicher sein, brechen wir garantiert wieder aus.”

Ich persönlich bin positiv überrascht, nachdem ich die CD zuende gehört habe. Gute Musik, durchdachte Texte und nette Melodien machen Volker Putt sympatisch. Es gibt dreizehn Titel, von denen zwei in englisch, der Rest in deutsch gesungen werden. Mal nachdenklich, mal sehr lustig, aber stets mit der richtigen Portion an Härte und Schlagfertigkeit. Gelungenes Debut und man darf hoffen, dass es so weitergeht. Wer die Schusterjungs oder Berliner Weisse mag, macht hier nichts falsch.

 

Review von Florian

Wertung: 0=3 Sterne

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