V/A – Streetrock – Greatest Hits Series Vol. 1

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Label: Rebellion Records
Veröffentlichung: 15.12.06

Hier haben wir einen Label-Sampler aus dem Hause Rebellion Records mit dem Titel “Streetrock” – was es alles gibt: Erst Streetpunk, dann Streetska und Streetcore, nun also auch Streetrock. Aber in der Tat passt die Bezeichnung recht gut auf einige der 13 Bands auf dieser Compilation. Marching Orders (AUS) und The Corps (AUS) spielen ohne Zweifel einen sehr rockigen Gitarren-Sound. The Clichés (SE) und The Veros (FR) bedienen sich musikalisch bei den Templars sowie den frühen Skrewdriver. Bakers Dozen (GB) halten es da eher mit klassischem Insel-Oi! al la Condemned 84. Tipp: Die Interpretation der Veros von “Male Model” von den Undertones. Vertreter der derberen Spielart – oder auch Streetcore – sind mit Discharger (NL), Strongarm & the Bullies (US), Ultimo Asalto (ES) und Razorblade (NL) ebenfalls mit von der Partie. Punkiger geht es dann bei Shock Nagasaki (US), Hateful (GB) und den 7er Jungs (DE) zur Sache. Shock Nagasaki erinnern ein wenig an die US Bombs; und während Hateful mit ihrer Ballade “Guarantee” einen richtigen Ohrwurm am Start haben, fallen die 7er Jungs mit ihrer Version des Blitz-Klassikers “45 Revolutions” klar durch. Bleiben noch Frei.Wild aus Italien, genauer gesagt aus Brixen in Südtirol. Warum das so wichtig ist? Weil die Band da mächtig großen Wert drauf legt, wie sie in ihrem Song “Land der Vollidioten” klar stellt. Frei.Wild präsentieren sich hier als unpolitische Gruppe Heimat liebender Naturfreunde – soweit so gut. Doch, warum zur Untermauerung dieser Haltung dann Volksmusikanten, die Darstellung als Opfer einer Resozialisierungspolitik sowie das Entfernen christlicher Kreuze aus Klassenzimmern aus Rücksicht auf anders gläubige Kinder herangezogen werden, bleibt mir schleierhaft. Ob nun jeder, der die Meinung der Band diesbezüglich nicht teilt, auch ein Vollidiot ist, sei dahingestellt. Soviel zur Musik, die CD kommt im Digipack mit kurzen Infos zu den einzelnen Combos, aber leider ohne Booklet. Für Fans der vertretenen Bands sei gesagt, dass hier auch teilweise exklusiv für den Sampler aufgenommene Stücke drauf sind. Fazit: Die “Streetrock”-Compilation von Rebellion Records bietet einen recht guten Querschnitt durch das Programm des Labels. Da dürfte für jeden Streetrock-, Streetpunk- oder Streetcore-Fan (oder wie ihr es auch immer nennen wollt) was dabei sein.

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