Urban Rejects – Welcome to reality

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AlbumCover:UrbanRejects Welcometoreality

Zunächst einmal sei gesagt, dass ich mich schon alleine wegen der Herkunft der Bandmitglieder auf diese Besprechung gefreut habe: die 4 Jungs stammen nämlich aus Aachen und Mönchengladbach, beides Städte in unmittelbarer Nähe zu meiner Heimatstadt Eschweiler. Aber Schluss mit Lokalpatriotismus, los geht´s mit den knallharten Fakten: “Welcome to reality” ist der erste Longplayer der Band.

Alle Texte sind englisch, ebenso “international” wird die schicke wie informative Homepage als auch die myspace-Seite (nicht mehr existent) der Band gehalten.

Ein Grund dafür ist sicherlich, dass die Band ihre Vorbilder in englischen Oi!-Legenden wie den 4-Skins oder Last Resort sehen. Das dargebotene Liedgut kann diese Wurzeln ebenfalls nicht verbergen, zum Glück nicht! Denn so offenbart sich ein sehr interessantes Album, zwar im Stil der “guten, alten Zeit” – aber trotzdem modern und offensiv präsentiert. Die Band gibt ausdrücklich an, nicht einfach den Oldschool-Oi! kopieren oder covern zu wollen, sondern dass ihre Wut echt und nicht aufgedrückt ist. Auch die in den Songs ausgedrückten Probleme seien immer noch die gleichen wie vor 10,20,30 Jahren: korrupte Politiker und Jugendliche ohne großartige Perspektive gibt es heute immer noch wie damals. Auch deshalb wirkt das Ganze nicht aufgesetzt sondern ehrlich und “von Herzen”.

Wer also in Sachen Oi!-Musik nicht unbedingt moderne Einflüsse braucht sondern auf Tradition und wenig Geschnörkel steht, der kann hier bedenkenlos zugreifen und 37 Minuten professionell produzierte Musik erwerben.