Tim Armstrong – A poet’s life

Label: Hellcat
Veröffentlichung: 25.05.2007

Da wäre er nun, der erste Solo-Streich von Tim Armstrong. Der umtriebige Rancid-Frontmann hatte ja bis letztes Jahr mit den Transplants schon ein Seitenprojekt am Start. Nach deren Ende und trotz Arbeit am neuen Rancid-Album plagt Herrn Armstrong scheinbar die Langeweile, also veröffentlicht er mit „A peots life“ ein Album, das vor allem eins ist: seeehr relaxt!

Im Gegensatz zu Rancid-Kollege Lars Fredericksen, der mit seinen „Bastards“ ein reines Punkrock-Projekt aufgezogen hat, fährt Armstrong voll auf der Reggae- und Rocksteady-Schiene. Unterstützung hat er sich dazu von den Aggrolites aus Los Angeles geholt.

 

Herausgekommen sind zehn Songs, die sich an einem heißen Sommertag bei ein paar kühlen Getränken am besten machen. Das Ganze klingt wie eine Mischung aus den Aggrolites und den gediegeneren Reggae-Nummern von Rancid. Für Auflockerungen sorgen hier und da weibliche Gastvocals.

Mit dem Opener „Wake Up“, dem sehr tanzbaren „Into Action“ und „Translator“ sind neben dem ebenfalls guten Rest der Platte auch ein paar kleine Hits am Start. Das richtige Feeling entwickeln die Songs aber erst, wenn man das Album am Stück durchlaufen lässt.

Die CD kommt im Fold-Out-Digipack im typischen Hellcat-Design: grobkörniges Schwarz-Weiß-Artwork. Als kleines Bonbon gibt’s dazu eine DVD, die zu allen zehn Albumtracks ein Video enthält. Die Clips sind ebenfalls im typischen Hellcat-Stil gehalten: grobkörnige Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Das sind zwar streng genommen keine Meisterwerke, aber ne ganz nette Idee für Leute, denen die Musik alleine nicht mehr reicht, ist es allemal.

 

Ein kleines Manko: zur Zeit scheint es das Album noch nicht auf Vinyl zu geben.

Wertung: 0=5 Sterne

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