The SiKS – We’re the SiKS

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Hier kommen Erinnerungen an echte schweißtreibende Rockshows mit mächtig Tinnitus und Dosenbier hoch – ganz ohne Schnick-Schnack, wie Smartphones und Groupie-Selfies für die facebook Pinnwand.

Feinster Kick-Ass Rock ‚n’ Roll kommt aus Bad Salzungen in Thüringen. The SiKS starteten ursprünglich als Coverband und präsentieren mit ihrem aktuellem Album „We are The SiKS“ ein gelungenes Debüt mit Eigenmaterial mit lediglich einem Rock-Coversong.

Mit der Songauswahl des Klassikers „Paint it Black“ (Rolling Stones) geht man auf Nummer sicher und verwandelt den Kult-Hit kurzum in eine Heavy-Metal-Nummer mit epischen Gitarren-Soli im Stile der 80er Jahre. Zugegeben, an diesem Song haben sich tausende Bands mehr schlecht als recht versucht und ich bin der Meinung, dass man auf die olle Cover-Nummer im Sinne der Weiterentwicklung hätte verzichten können.

Viel Interessanter wird es jedoch bei den Eigenkompositionen, denn die haben es wahrlich in sich. Besonders empfehlenswert ist der überragende Song „Time is Running“, bei dem stilistische nur ein hauchdünnes Blatt zwischen The SiKS und den Rockhelden von Guns ‚n’ Roses passt. In Verzückung gerät man vor allem, weil Sänger Marcel eine sehr markante Gesangsstimme hat, bei der dem Zuhörer einfach nur das Herz aufgeht.

Der Album-Opener „We are The SiKS“ grooved wie Sau und geht mit mächtig Dampf im Stile von AC/DC ordentlich nach vorne. „Play the Rock ‚n’ Roll all night long!“ heißt die Devise. Kraftvoller Gesang und mächtig Röhren gibt’s bei „Cross The Line“ mit einem Gesang der an den jungen Ozzy Osbourne erinnert.

Die Instrumente sind professionell eingespielt und die Aufnahmen wohlklingend abgemischt. Bei den Aufnahmen arbeitete die Band diesmal mit Michael Mölders von Electric Mojoland im Studio zusammen. Das Ergebnis kann sich hören lassen – Der Sound ist fett und die Band lässt vergangene Erinnerungen an Rockgrößen der 80er bis 90er wach werden, ohne jedoch an eigenem Profil zu verlieren.

Rock-Liebhaber sollten dem Album der SiKS auf jeden Fall einen Durchlauf spendieren, denn diese zehn Songs machen Spaß von der ersten bis zur letzten Minute.

Bis zu drei gratis Hördurchläufe spendiert euch die Band derzeit über die Webseite bandcamp.com – viel Freude mit den Appetithäppchen und immer daran denken: Musik ist Kunst und Kunst kann nur bestehen, wenn ihr bei Gefallen auch ein Paar Euronen für das Album da lasst!

Album Review von Marcus Liprecht

Trackliste:

01. Dawn Of Distortion 00:58
02. Alive 03:46
03. We’re The Siks 03:17
04. In The Dead Of Night 03:44
05. Time Is Running 04:45
06. Cross The Line 03:49
07. Cry For My Baby 03:57
08. Paint It Black 04:08
09. Red Line 02:33
10. Siksplosion 03:11