Die umtriebigste Ska-Band aus Deutschland The Busters meldet sich mit ihrem neuen Album „Calling“ zurück. Gute Laune ist auf den 12 Songs angesagt, die erneut in Bezug auf Klarheit und musikalische Detailverliebtheit keine Wünsche offen lassen.
Es beginnt mit „Champagne“, welches sich so jung und frisch nach dem Sommerhit des Jahres anhört, sodass man kurz vergisst, dass einige der 9 Bandmitglieder bereits seit Mitte der 80er Jahre den „Spirit of Ska“ verbreiten. Ähnlich gut gefällt mir „One more time“, das live aufgrund seines tanzbaren Offbeats und der melodiösen Bläsereinsätze besonders gut „zünden“ wird. „Dancing in America“ ist für die Band möglicherweise musikalisch so relevant, wie es in den 80er Jahren „Mickey Mouse in Moscow“ gewesen ist. Letzteres ist zu einem der Klassiker der Band geworden, „Dancing in America“ wird bestimmt ebenfalls bald in diesen Kreis aufgenommen.
Interessant ist auch „Good friends to go“, das im Refrain von vielen Busterianern so hymnenhaft vorgetragen wird, dass es mich ein wenig an die längst vergessen geglaubten Streetpunk- bzw. Oi!-Punk-Klassiker der ersten Stunde erinnert.
Und dann muss ich tatsächlich an dieser Stelle The Busters darin bestärken, noch mehr Lieder auf Deutsch aufzunehmen, denn das Lied „Geschichte schreiben“ klingt innovativ, einfach frisch und andererseits doch so vertraut, als hätten die Donots mit den Broilers an seiner Entstehung mitgewirkt. Mehr davon!
Fazit: Calling, das neue Busters-Album, auf dem jeder der neun Musiker seine individuellen Vorlieben einbringt, damit sie in ihrer Gesamtheit zu dem kreativ-lebendigen bandeigenen Sound verschmelzen können.
Album Review von Sveni


























