Label: Black Butcher Records
Veröffentlichung: 11.04.2009

Aller guten Dinge sind drei. Doch anstatt jetzt fünf Euro ins Phrasenschwein zu werfen, möchte ich erläutern, warum dieser Spruch gerade auf das neue Album von The Baboonz zutrifft. So fühlte ich mich bereits beim ersten Anhören dermaßen entspannt und hatte wirklich das Gefühl, dass meine durch Hektik und oftmals zu schlechte Musik geprägte Seele das wohl dringend nötig hatte.

 

The Baboonz schlagen diesmal deutlich Ska- und Reggae-lastigere Töne als bei ihren beiden Vorgängeralben an und das ist gut so. Hin und wieder fließen auch soulige und sogar einige rockige Parts mit ein, und dennoch kann ich nach dem Anhören der 13 Songs der Bandinfo, wonach es sich bei den Bayern eigentlich um eine Punkrockband handelt, nicht zustimmen. Jedenfalls nicht vom musikalischen Standpunkt aus.

 

Wenn man Punk(rock) mit Politik gleichsetzt, dann kann die Band zurecht den Anspruch haben, eine Punkrockband zu sein.

 

The Baboonz stellen sich in ihren Songs vor, wie schön diese Welt doch wäre, gäbe es da nicht die Schattenseiten unserer scheinbar zivilisierten Gesellschaft. Zurecht fragt sich die Band, ob man angesichts dieser Missstände von einem Fortschritt (“Progress?!”) sprechen kann. Und trotz aller Kritik wird dem Hörer vermittelt, dass er dennoch lebensfroh durchs Leben gehen soll. Und ich füge hinzu, dass er das sehr gut mit dem Sound von “Progress?!” machen kann.

Wertung: 0=5 Sterne