Mittwoch, April 24, 2024

Strike Back – Where I Stand

Label: STS Network
Veröffentlichung: erhältlich

Es gibt Platten, da ist schon vor dem ersten Hören klar, was den geneigten Rezendenten an Klängen erwartet. „Strike Back“ sind so ein Fall: Cover mit Oldschool-Motiv, ein Albumtitel wie „Where I Stand“ und Songs namens „Scum of the scene“ oder „Rise again“. Was könnte das sein? Bingo, Hardcore neuerer Schule. Stimmt sogar. Querverweise in Richtung „Terror“, „Madball“, „Rykers“, „Punishable Act“ und dem, was heute so aus NYC rüberschwappt, sind dutzende vorhanden. Wer also auf Combos dieses Schlages steht, kann bereits hier aufhören, weiterzulesen und bedenkenlos zugreifen. Denn „Where I Stand“ ist kein schlechter Genre-Vertreter. „Strike Back“, übrigens aus Frankreich stammend, liefern mit der Scheibe, die auf STS Network erscheint, ein ganz amtliches Werk ab. Selbiges fällt zwar nicht gerade durch Innovationen auf, ist dafür handwerklich aber absolut in Ordnung. Die Songs liegen irgendwo zwischen dem Midtempo-Gemoshe, das man von „Terror“ kennt, oder gehen gelegentlich (beispielsweise bei „Cliche“) eher in Richtung „Madball“, was die Geschwindigkeit anbelangt. Sänger Chris Mainpar macht seine Job ebenso ordentlich wie der Rest der Band, die Shoutings im Refrain sitzen, das alles natürlich mit den bekannten Crew-Brüllereien, ist ja schließlich alles straight from the street und keeping it real. Einzig der arg melodiöse Umschunkler „Glaschu Ceilteach“, der auch von der letzten „Discipline“ stammen könnte, fällt ein wenig aus dem Rahmen und ist vielleicht grade deshalb der beste Track der Platte. Unterstützung erhalten „Strike Back“ ebenfalls, mehrheitlich von den Kollegen von „Days of Decline“. Deren Drummer xCyrilx hat auch die Zeichnungen im Booklet übernommen, wer noch ein Oldschool-Motiv für’s nächste Hals-Tintenbildchen sucht, wird hier sicher fündig. Insgesamt also durchaus gelungen, was „Strike Back“ abliefern. „Where I Stand“ erfindet zwar das Rad nicht neu, langweilt deshalb aber noch lange nicht. Fans der erwähnten Bands und Stilrichtungen finden sich auf der Scheibe problemlos zurecht, Genre-Interessierte können ebenfalls mal ein Ohr riskieren. Mehr als im nächsten Moshpit abgetreten werden kann’s nicht.

Wertung: 0=5 Sterne

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