Strike Back – Where I Stand

Label: STS Network
Veröffentlichung: erhältlich

Es gibt Platten, da ist schon vor dem ersten Hören klar, was den geneigten Rezendenten an Klängen erwartet. „Strike Back“ sind so ein Fall: Cover mit Oldschool-Motiv, ein Albumtitel wie „Where I Stand“ und Songs namens „Scum of the scene“ oder „Rise again“. Was könnte das sein? Bingo, Hardcore neuerer Schule. Stimmt sogar. Querverweise in Richtung „Terror“, „Madball“, „Rykers“, „Punishable Act“ und dem, was heute so aus NYC rüberschwappt, sind dutzende vorhanden. Wer also auf Combos dieses Schlages steht, kann bereits hier aufhören, weiterzulesen und bedenkenlos zugreifen. Denn „Where I Stand“ ist kein schlechter Genre-Vertreter. „Strike Back“, übrigens aus Frankreich stammend, liefern mit der Scheibe, die auf STS Network erscheint, ein ganz amtliches Werk ab. Selbiges fällt zwar nicht gerade durch Innovationen auf, ist dafür handwerklich aber absolut in Ordnung. Die Songs liegen irgendwo zwischen dem Midtempo-Gemoshe, das man von „Terror“ kennt, oder gehen gelegentlich (beispielsweise bei „Cliche“) eher in Richtung „Madball“, was die Geschwindigkeit anbelangt. Sänger Chris Mainpar macht seine Job ebenso ordentlich wie der Rest der Band, die Shoutings im Refrain sitzen, das alles natürlich mit den bekannten Crew-Brüllereien, ist ja schließlich alles straight from the street und keeping it real. Einzig der arg melodiöse Umschunkler „Glaschu Ceilteach“, der auch von der letzten „Discipline“ stammen könnte, fällt ein wenig aus dem Rahmen und ist vielleicht grade deshalb der beste Track der Platte. Unterstützung erhalten „Strike Back“ ebenfalls, mehrheitlich von den Kollegen von „Days of Decline“. Deren Drummer xCyrilx hat auch die Zeichnungen im Booklet übernommen, wer noch ein Oldschool-Motiv für’s nächste Hals-Tintenbildchen sucht, wird hier sicher fündig. Insgesamt also durchaus gelungen, was „Strike Back“ abliefern. „Where I Stand“ erfindet zwar das Rad nicht neu, langweilt deshalb aber noch lange nicht. Fans der erwähnten Bands und Stilrichtungen finden sich auf der Scheibe problemlos zurecht, Genre-Interessierte können ebenfalls mal ein Ohr riskieren. Mehr als im nächsten Moshpit abgetreten werden kann’s nicht.

Wertung: 0=5 Sterne

Pressure Magazine
Pressure Magazine ist ein Online-Musikmagazin, das sich auf die rockige Musikszene spezialisiert hat. Unsere Autoren sind leidenschaftliche Musikfans und liefern dir Artikel, Rezensionen, Interviews und Ankündigungen zu bevorstehenden Musikveranstaltungen. Unser Ziel ist es, dich als Musikfan auf dem Laufenden zu halten und dir eine Plattform für Feedback, Anfragen und Kommentare zu bieten.

Ähnliche Themen

Die 25 besten Papa Roach Zitate – Jacoby

Es hätte anders laufen können. Papa Roach kamen 2000 mit Infest raus, als Nu Metal noch nicht tot war, wurden in der Post-Nu-Metal-Ära fast begraben und tauchten immer...

Die 25 besten Limp Bizkit Zitate – Fred Durst

Es gibt Musiker, die missverstanden werden. Und dann gibt es Fred Durst – der sich gleich gar nicht die Mühe macht, verstanden zu werden. Der Mann...

Die 30 besten Linkin Park Zitate – Chester & Shinoda

Es gibt Bands, die eine Generation beschreiben. Und dann gibt es Linkin Park – die eine Generation ausgehalten haben. Die ihre Dunkelheit nicht versteckten, sondern daraus Songs machten,...

Die 25 besten Electric Callboy Zitate – Pott trifft Bühne

Sechs Jungs aus Castrop-Rauxel haben das Regelwerk des Metal kurzerhand ignoriert – und jetzt spielen sie Rock am Ring als Headliner und füllen Arenen...

Die 30 besten Metallica Zitate – Hetfield, Lars & Kirk

Metallica haben das Problem gelöst, an dem die meisten Bands scheitern: Sie sind groß geworden, ohne aufgehört zu haben, zu sein, was sie waren....

Die 25 besten Ghost Zitate – Tobias Forge spricht

Ghost ist die Band, die nach allen Gesetzen des Musikgeschäfts nicht existieren dürfte. Schwedischer Okkultrockstar mit Papstkostüm und echter Kirchenorgel im Gepäck – und...
- Werbung -

Aktuelles

Die 25 besten Limp Bizkit Zitate – Fred Durst

Es gibt Musiker, die missverstanden werden. Und dann gibt es Fred Durst – der sich gleich gar nicht die Mühe macht, verstanden zu werden. Der Mann...

Follow us:

10,640FansGefällt mir
13,367FollowerFolgen
854FollowerFolgen