Scarlet – Keep The Fire Burn

438

Label: Rockshow Booking
Veröffentlichung: 2007

Scarlet ist jung, Scarlet ist schnell, Scarlet ist… geil! Und wenn ich das bei einer Punkrock Band sage, muß sie wirklich rocken bis zur letzten Sekunde. Und das tun die vier Jungs aus Straubing gewaltig. Kick Ass Musik vom feinsten. Das was ZSK musikalisch nicht waren, aber gerne hätten sein wollen, sind Scarlet! Acht Songs bietet die neuste Single, die durchgängig Rocken, das Genre zwar nicht neu erfunden haben, aber der Musik einen unglaublich frischen Wind einhauchen. Beispiele? Scarlet bauen sich innerhalb ihrer Musik immer wieder verschiedene Ebenen auf. So wird das Lied “Camille” immer langsamer, scheint zu Ende zu gehen, es wird leise, die Band zieht die letzten Textstellen in die Länge beim Singen, suggerieren somit das Ende, kurze Pause dann wird wieder so gerockt wie noch eine Minute vorher. Das gab es zwar schon zu genüge, dennoch gefällts. Weiteres Beispiel: “My Girl” beginnt etwas verzerrt, etwas weg vom Hörer, wie von aus einem eher schlechten Radiogerät, welches irgendwo in der Ecke steht. Ein langsames Intro und zack – man bekommt den Sound in voller Schnelligkeit und voller Lautstärke mitten in die Fresse. Das ist geil, das ist fett, aber auch nicht unbedingt neu. Trotzdem beherrschen Scarlet es nahezu perfekt, solche Elemente mit einzubauen und somit die Musik interessant zu halten. Es muß aber auch gesagt werden, daß die Songs es im Grunde gar nicht nötig haben, noch interessanter gestaltet zu werden, denn in winzigen Parts verstecken sich immer wieder kleine Leckereien für den geneigten Hörer. Tempowechsel oder geschickt eingesetzte Pausen sind nur die Spitze des Eisberges. Jeder einzelne Musiker weiß was er tut und das macht hier nicht nur der Band spaß, sondern auch den Hörer. Und hey! Die Jungs sind gerade mal um die 19! Das muß man auch mal berücksichtigen. Man merkt, daß Scarlet Spaß an dem haben, was sie tun und das auch mit viel Herzblut umsetzen. Der Gesang ist auch sehr eigenständig – teilweise fast etwas sehr “weiberhaft”, aber dennoch fetzig. Bei genauerer Betrachtung, trägt der Gesang auch einen großen Teil zum Gesamtbild bei. Den Sound kann man leicht mit den von Bands wie “Green Frog Feet” – ähnlicher Sound, schlechterer Gesang – oder “Lunchbox” – ähnlicher Gesang, aber ein noch etwas zu ungeschliffener Sound – vergleichen. In meinen Augen eine perfekte Mischung bei Scarlet. Anspieltipps gibt es von mir heute keine. Jeder Song ist hörenswert. Ich könnte noch weiter schwärmen, aber belasse es erst einmal dabei. An Scarlet: Jungs, macht weiter so und ihr bekommt Euren eigenen Oi!Vision Starschnitt! Ich bin schon jetzt ein Fan. Rock on!

Wertung: 0=6 Sterne