Label: People Like You Records
Veröffentlichung: 21.01.2011

Roger Miret gilt als Pionier der Hardcore-Punk-Bewegung und ist Frontmann der legendären Band „Agnostic Front“. Seit fast 30 Jahren nutzt der leidenschaftliche Musiker diesen Kanal als Ventil. Im Jahr 2011 schlägt der New Yorker Musiker gleich mehrfach Alarm. Im März wird das nächste Album seiner Hardcoreband Agnostic Front erscheinen. Ähnlich wie sein Bandkollege Vinnie Stigma, der im Februar mit einem neuen Solo-Album „New York Blood“ von sich hören lässt, ist auch Miret in mehreren Nebenprojekten aktiv. Zum Jahresanfang erscheint das neue Album „Gotta Get Up Now“ seiner Band „Roger Miret and the Disasters“ zum ersten Mal über das Rock’n’Roll Label „People Like You Records“.

„Gotta Get Up Now“ ist somit das vierte Album der Band und obwohl man versucht ist zu glauben, dass einem in Sachen Punk und Hardcore kaum noch etwas überraschen kann, schafft es das Album mit neuartigen Stilmixturen wie Rock’n’Roll, Reggae-, Oi!, Pub-Rock gepaart mit traditionell verwurzelten Hardcore-Einflüssen von der ersten Minute an zu begeistern. An der Basis hat sich bei Roger Miret and the Disasters zwar nicht viel geändert haben, jedoch punkten Songs wie die Kampfansage „The Enemy“ oder der optimistische Stimmungsmacher „We’re gonna find a way“ durch sensationelle Mitgröhl-Refrains und Songs mit Ohrwurmcharakter. Der Opener „Gotta Get Up Now“ appelliert mit spielerischen Einflüssen von The Clash und Texten wie „There’s a time for action and a time to speak out“ an die jungen, wie auch alten Hörer und ruft zu mehr Zusammenhalt und Respekt in der Szene auf.

Klar ist, die Texte der Disasters waren damals wie heute immer persönlicher im Gegensatz zu den Songs mit seiner Agnostic Front und handeln von Mirets Leben vor der Zeit mit Agnostic Front, alte Freunde, Punk, dem New York Hardcore, sowie dem damit verbundenen Lifestyle.

Roger Miret ist mit seiner Erfahrung im entsprechenden Alter zwar sichtlich ruhiger geworden, aber noch lange nicht Müde, um über seine Höhen und Tiefen seiner Vergangenheit in der Szene zu singen. Die Art und Weise, wie er jeden einzelnen Song kraftvoll, ehrlich und vor allem authentisch durch die Boxen katapultiert, versteht sich zwar als großes Plus. Allerdings gelingt Roger Miret und den Disasters mit „Gotta Get Up Now“ kein Über-Album. Immerhin der Spagat oldshooligen Hardcore-Sound mit neuen Ideen zu kombinieren und die Vorfreude auf die nächste Agnostic Front Veröffentlichung zu steigern.

 

Review von Marcus

 

Trackliste: ROGER MIRET – „Gotta Get Up Now“

01. Stand Up And Fight (02:00)

02. The Enemy (02:10)

03. We’re Gonna Find A Way (03:14)

04. Faded (01:26)

05. Gotta Get Up Now (03:49)

06. My Own Way (02:21)

07. Outcast Youth (02:36)

08. Tales Of A Short Haired Boy (01:33)

09. Tonight’s The Night (01:36)

10. Bare-Knuckle Brawler (02:29)

11. Red White And Blue (01:44)

12. Road To Nowhere (02:43)

13. City Soldiers (01:39)

14. JR (02:15)

 



 

Mehr über Roger Miret:

Pressure Interview: Roger Miret im Gespräch mit Pressure Magazine (01/2011)

Agnostic Front Homepage: www.agnosticfront.com

The Disasters: www.thedisasters.com

Wertung: 0=4 Sterne

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