Mittwoch, April 17, 2024

Random – Essays Of Pathetic Moments

Label: Rockhit Records
Veröffentlichung: 29.02.2008

Rockhit Records – ein Berliner Label, das unter anderem One Fine Day und 5Bugs produziert. Denkt man an jene beiden Bands und kennt deren Stil, dann kennt man auch den von Random. Einzugliedern irgendwo im unendlichen Bereich von Emopop/Punkrock wollen sich Random mit ihrem zweiten Album auf dem deutschen Markt etablieren. Die fünf Jungs mit den seltsam anmutenden Namen Muff, Walli, Raini, Hoiza und Twisti kommen nämlich aus unserem schönen Nachbarland Österreich und haben selbiges schon als Support von Bands wie No Use For A Name unsicher gemacht. Laut Label haben sie sich dort auch schon eine große Fangemeinde erspielt. Angesichts der schlichten Poppunk-Lieder mit Themen wie dem Discobesuch am Samstagabend und tragischen Teenager-Lovestories wird das Publikum denn wohl auch eher aus kleinen Mädchen mit schwarzen Haaren und pinken Shirts bestehen. Doch kommen wir doch endlich mal zu jener Musik: Äußerlich hat die Scheibe ein klassisch-schlichtes Cover mit einfachem Booklet, in dem alle Text enthalten sind. Die CD selbst beinhaltet neben 12 Songs – von denen das erste mit „Prologue“, das letzte mit „Epilogue“ betitelt ist – auch noch eine Multimedia-Anwendung. Bedeutet: legt man die CD in den PC ein, wird man auf eine hübsch gestaltete website mit dem Video zu „Dancetiny“. Und da wären wir auch schon beim ersten Lied, das ich unter „geht gar nicht“ einstufen würde. Wo kommt der grässliche Disco-Beat in diesem Lied her? Das hätte man sich sparen können. Nervig kommt auch „Way of Ending“ rüber, was auch an Muffs etwas quakender Stimme liegen kann. Doch nur schlecht ist die Platte keineswegs – sie hat auch Highlights. Bei „L-Thing“ oder „All Day Dream“ entsteht gute Laune, da Nummern locker und fröhlich sind. Okay, inhaltlich ist „fröhlich“ vielleicht der falsche Begriff – aber wir bewegen uns hier immerhin im Emo-Bereich. Da ist Trübsal blasen schließlich schick. Eines muss man den Jungs aus Linz lassen: diese Poppunkemo-Mischung liegt ihnen und sie haben es durchaus raus, das auch einigermaßen unterhaltsam und auf jeden Fall vielfältig rüberzubringen. Kein Song ist wie der andere und kleine Variationen in den Songs machen Spaß beim Zuhören. Mein persönliches Highlight und Anspieltipp auf dieser Scheibe ist „Me&You&Me“. Dieses Lied ist stellvertretend für den besseren Teil des Albums. Insgesamt ist diese Platte mit einem „Naja, geht schon“ einstufen: Es ist nicht schlecht, aber auch kein Kracher und plätschert ein bisschen zu sehr vor sich hin. Es hat seine Höhen und seine Tiefen, wobei selbst die Höhepunkte nicht meinen persönlichen Geschmack treffen. Wers allerdings poppig und ein bisschen ruhiger mag, dem sei diese CD empfohlen.

Wertung: 0=3 Sterne

Pressure Magazine
Pressure Magazine ist ein Online-Musikmagazin, das sich auf die rockige Musikszene spezialisiert hat. Unsere Autoren sind leidenschaftliche Musikfans und liefern dir Artikel, Rezensionen, Interviews und Ankündigungen zu bevorstehenden Musikveranstaltungen. Unser Ziel ist es, dich als Musikfan auf dem Laufenden zu halten und dir eine Plattform für Feedback, Anfragen und Kommentare zu bieten.

Ähnliche Themen

BEN BLUTZUKKER: „BUILD YOUR IDOLS“ legt den Grundstein für kreative Legenden

In einer Welt, in der Musik und Kreativität Hand in Hand gehen, steht ein Mann aus Düsseldorf im Mittelpunkt des Metal-Geschehens - Ben Blutzukker....

ROCK MEETS CLASSIC 2024 – „LET‘S ROCK TOUR!“

Mit den Superstars Tarja Turunen (ex-NIGHTWISH), John Helliwell & Jesse Siebenberg (SUPERTRAMP), Midge Ure (Ultravox), Robert Hart (MANFRED MANN’S EARTH BAND), Paul Shortino (QUIET...

CASSYETTE – This World fucking sucks Tour 2024

Cassyette ist eine englische Singer-Songwriterin, geboren am 30. März 1993 in Chelmsford, Essex. Sie wurde von der Musik der 80er Jahre, New Wave, Hard...

Mia’s Rock-Revolte: Die rebellische Seele der Rockmusik

Was ist mit den Gerüchten über das Ende des Rock'n'Rolls? Die sind genauso glaubwürdig wie die Idee, dass Elvis noch am Leben ist und auf einer einsamen Insel mit Tupac chillt.

Melodien, die die Psyche zum Klingen bringen

Ausverkaufte Konzerte, tosender Applaus, und nach dem Gig – Leere? Musiker schenken ihren Fans Glück nach Noten. Sie selbst zahlen dafür allerdings häufiger als...

„American Pie“-Star Thomas Nicholas rockte in Stuttgart

Bekannt wurde Thomas Nicholas vor 25 Jahren durch seine Rolle als Kevin Myers in der High-School-Kultserie „American Pie“. Heute ist der 43-jährige Schauspieler und...
- Werbung -

Aktuelles

ROCK MEETS CLASSIC 2024 – „LET‘S ROCK TOUR!“

Mit den Superstars Tarja Turunen (ex-NIGHTWISH), John Helliwell & Jesse Siebenberg (SUPERTRAMP), Midge Ure (Ultravox), Robert Hart (MANFRED MANN’S EARTH BAND), Paul Shortino (QUIET...

Follow us:

10,640FansGefällt mir
13,367FollowerFolgen
854FollowerFolgen