Oire Mutter – Muttertag

Label: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 18.02.2010

Oire Mutter kommt zu euch, so die Worte der im Jahr 2008 gegründeten Band. Chris, Cora, Manu und Lalle kommen aus dem Lipperland in Nordrhein-Westfahlen und haben am 18. Februar 2010 ihre erste Demo veröffentlicht, die den Namen Muttertag trägt.

 

Nach einem 58-Sekunden-Intro geht es mit dem Song „Anti-Social“ los. Gegen den Wind heißt das Motto, ein Leben lang ein Querulant und immer seinen eigenen Weg gehen. Im Song „Kämpf dich frei“ geht es darum, dass man sich aufraffen soll und zurück auf die Straße muss. Die täglichen, verrückten Nachrichten machen uns kaputt und das Leben zieht nur noch an einem vorbei.

Der vierte Song „Geschichten aus der Kurve“ macht klar, dass im Fußballstadion keine Faschisten und auch keine Polizisten erwünscht sind. Somit heißt es nach der ersten Strophe: „Nazis aus der Kurve, damit die Kurve lebt / Nazis aus der Kurve, sonst ist es bald zu spät“ bzw. nach der zweiten Strophe: „Bullen aus der Kurve, damit die Kurve lebt / Bullen aus der Kurve, sonst ist es bald zu spät“.

Nach dem Song als kleiner Abspann kommt der Satz „Fußballfans sind keine Verbrecher“ direkt aus der Kurve aufgenommen. „Mutti kommt“ ist der Titel vom fünften Song, der sagt, dass „Oire Mutter“ da ist und es endlich losgeht. „Oire Mutter kommt nach Haus, ihr habt es so gewollt / das hier ist der Bootboy Sound, der euch überrollt / Kinder sperrt die Eltern ein und macht euch schnell bereit / Oire Mutter ist in der Stadt, Oi Oi Oi es ist soweit“.

„Skinhead Rock´n`Roll“ erzählt sehr schön den Zusammenhalt zwischen Skinheads und Punks. Oi Oi ist der Schlachtruf der Punks und Skins und nicht der von den Boneheads. Der vorletzte Song heisst „Ungebrochen“ und ist wohl auch der ausgereifteste Song von der Demo. Er erzählt vom eigenen Weg, den man ungebrochen weitergehen wird. Der abschließende Song „Freunde im Geiste“ erzählt die Freundschaft zwischen einem Skinhead und einem Punk. „Freunde im Geiste, Brüder im Herzen / Wir teilen dieselben Sorgen, fühlen die gleichen Schmerzen“. Die Demo endet mit den Worten „Hurra, Hurra, die Mutti, die ist da“.

 

Die Demo-CD finde ich schonmal sehr gut. Durchdachte Texte mit gutem Gesang von Chris, dessen Stimme ab und zu an Willy Wucher von Pöbel & Gesocks oder aber auch an Markus von Testosteron erinnert. Bei einigen Liedern wird er zudem von Cora unterstützt. Weiblicher Gesang ist in der Oi Punk Szene selten zu hören, deswegen sorgt es für eine gute Abwechslung. Alles in allem macht „Oire Mutter“ klasse Musik mit gut gespielten Instrumenten. Oi Punk wie er sein sollte, aber trotzdem auf seine ganz eigene Art. Als kleines Highlight kommt die Demo als pechschwarze selbstgebrannte CD in tollem Artwork. Da hat sich die Mutti viel Mühe mit gegeben.

 

Review von Florian Puschke

Wertung: 0=4 Sterne

Pressure Magazine
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