Dienstag, Mai 21, 2024

Itchy Poopzkid – Dead Serious

Label: Where Are My Records
Veröffentlichung: 23.01.2009

Mein lieber Scholli! Vieles hat sich getan, nachdem die Jungs mit dem komischen Namen Itchy Poopzkids von der einstigen Schülerband zu einer der derzeit angesagtesten Pop-Punkbands Deutschlands entwickelt haben. Regelmäßige Airplay auf Radio- und Fernsehsendern, um nicht zu vergessen, die kultige Roadtrip Show auf MTV und dazu natürlich ausgedehnte Tourneen mit einer ganzen Reihe an Konzerten.

 

Schön, dass die Jungs zwischen all den Terminen zur Selbstvermarktung auch noch die Zeit gefunden haben ein neues Album zu produzieren. „Dead Serious“ ist nicht nur optisch im Signalroten Gewand auffällig und laut, sondern macht auch inhaltlich ordentlich Alarm.

 

Mit dem Opener „Never Be The Same“ steigen wir ein und bekommen eine tolle Up-Temp-Nummer, mit vielen Ideen und einer gesunden Portion jugendlicher Verspieltheit. Gefolgt von der absoluten Perle des Albums „Another Song The DJ’s Hate“ macht mit bissigen Akkorden, mächtigen Drums und prägnanten Shouts klar was Masse ist – tolle Nummer für eine stressige Fahrt durch die Großstadt, egal ob mit Auto, BMX oder Board.

 

Mit frischem Sound, mehrstimmigen Gesang und perfekt arrangiert macht auch „Last Goodbye“ eine gute Figur und könnte noch eine ganz große Nummer werden. Das natürlich auch eine Ballade wie „As Long As I Got Chords“ nicht fehlen darf, um auch den weiblichen Teil der Fangemeinde schmachten zu lassen, ist auch klar. Gibt man dem Album einige Durchläufe, stellt man schnell fest, dass von einer reinen Experimentierfreunde hier schon nicht mehr die Rede sein kann, dafür klingt das Gesamtpaket inzwischen zu rund und professionell, wofür es den Jungs zu gratulieren gilt.

 

So überrascht auch die instrumentale Vielfalt in Titeln Crazy Eyes, Learn to Drown oder Waiting for the Waves in dem auch Piano, ein Schifferklavier und Seemöven (!) zum Einsatz kommen durften. Mit Titeln wie „Like It“ oder „Stuck In A Daze“ mausern sich die Itchy Poopzkids zu den Millencolins des Deutschen Melody-Punkrocks und machen definitiv Lust auf mehr. Ohnehin wissen die Jungs wahre Ohrwürmer zu kreieren und damit nicht nur gute Laune, sondern auch mit gerade zu unverschämt hohes Suchtpotenzial zu verbreiten.

 

Aus diesem Grund sehen wir uns in der Pflicht, mittels des gerade gegründeten „Förderverein für Hörsuchtberatung und Ohrwurmprävention“ vor „Dead Serious“ zu warnen und vom Kauf dieser Scheibe abzuraten. Und wer das nicht glaubt, kommt auch in den Himmel.

Wertung: 0=6 Sterne

Pressure Magazine
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