InContinent – Eine sterbende Stadt

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Label: Lucky Punch Bretterware
Veröffentlichung: erhältlich

In Leipzig fanden sich 5 Jungs, mit denselben Vorstellungen, um im Jahre 2004 die Band InContinent zu gründen. Ein Leipziger Bunker war der Geburtsort und daraufhin der Proberaum der 5 Männer. Kodjo (Voc), Tino (Voc+Guit), Robert (RythmGuit), Paul (Bass) und Flo (Drums).Bis zum Sommer 2006 blieben sie zu fünft, trennten sich dann aber von ihrem Bassisten und Robert wechselte von der Rythmusgitarre zum Bass. Damit stand das Line-Up fest. Im selben Jahr folgte die erste Demo mit dem Titel United together, als Proberaumaufnahme. Mit den Titeln ging man auf Tour mit Grössen wie den Troopers, Eastside Boys oder Berliner Weisse. Es folgte das erste Studioalbum, welches den Namen “Eine sterbende Stadt” trägt. Ich lege die Scheibe in meinen Player und es geht sofort los. Mit dem Opener Vendetta geht’s voll auf die zwölf. “Hass und Wut, Ärger bis aufs Blut”. In den folgenden Songs geht es um die Toleranz in unserer Welt, den Way of Life und um das, worauf man stolz sein sollte. Freundschaft und Familie. In dem Lied “Dekadente Zeit” wird das heikle Thema Kinderschändung angesprochen, direkt und kompromisslos. Respekt! Die Musik will aus den Boxen, das merkt man unweigerlich. Sie ist gut gespielt, nette Melodien und eine starke, kräftige Stimme, die ohne Zweifel einen hohen Wiedererkennungswert hat. Es fallen die schnellen Wechsel der Musikgeschwindigkeit auf, welche eine gute Abwechslung sind. Auf dem Album sind 11 Songs, von denen 3 auf Englisch gesungen sind. Die Musik würde ich irgendwo zwischen Metall und Hardcore mit vielen Oi und Punkrock Einflüssen einordnen. Das Artwork ist gelungen, eben eine sterbene Stadt mit zerfallenen Häusern. Es sind alle Texte zum mitgröhlen abgedruckt! Mein Fazit ist: Es ist ein absolut gelungenes Album, sehr hart gespielt. Gute Texte, die voll in die Fresse hauen. Dazu braucht man natürlich so eine Stimme, wie sie der Sänger Kodjo unverkennbar hat. Für Hardcore Fans genau das Richtige, aber auch für Oi-Punks und Skinhead garantiert kein Fehlkauf.

Wertung: 0=4 Sterne