Label: Embassy of Music / Warner
Veröffentlichung: 25.05.2012

Wir erinnern uns zurück in die Mitte der 90er, als eine damals junge Crossoverband mit ihrem Debütalbum „Time to Move“ und der damit verknüpften ersten Single „Risin’ High“ die Charts stürmte. Eine ganze Generation saß kopfnickend vor Musiksendern, wie MTV und VIVA oder verwüsteten zu den lauten Gitarrenmusik der H-BLOCKX bei wildem Ausdruckstanz die Privatfeier von Personen, die man allenfalls über drei Ecken kannte. Nachdem der Grundstein für die Musikkarriere gelegt war und die Band mit „Get in the Ring“ oder „No Excuses“ in den Jahren danach zwar noch aktiv aber nur noch gemäßigt wild agierte, legte die Band eine lange Studiopause ein.

Bei Rock Am Ring im Jahr 2010 knüpft die H-Blockx-Story wieder an. Als “Very special guest” als Anheitzer von Kiss erspielte sich die Münsteraner erneut die Herzen der Festival-Besucher und versetzt sie in absolute Hochstimmung. Unmittelbar im Anschluss beschließt die Band gemeinsam mit dem Erfolgsproduzent Vincent Sorg (Die Toten Hosen, In Extremo u.a.) im renommierten Principal Studio es noch einmal zu versuchen und mit einer sportlich gesetzten Zeitspanne binnen weniger Wochen dieses Live-Feeling in Form eines neuen Studioalbums einzufangen.

Das Ergebnis der Arbeit hört auf den Namen „HBLX“ und präsentiert die H-Blockx mit 11 aufregenden Songs. Wer jedoch den nahtlosen Anschluss an „Time to Move“ erwartet, sollte hier zunächst Vorsicht walten lassen! Henning Wehland und seine Mannen klingen im Jahr 2012 nicht einfach nur vielseitiger und reifer, sondern auch unbekümmerter und gelassener, was es den beinharten Fans schwierig machen könnte, hier wirklich unvoreingenommen an die Sache ranzugehen.

 

Den Türöffner macht „Hi Hello“, der mit treibender Kraft und griffigen Riffs nach vorne drescht und den Auftakt der Scheibe liefert. Gefolgt vom adrenalingeladenen „Gazoline“ der sich als idealer Begleitsong zu nächsten DTM-Rennen anbietet. Im starken Gegensatz aber dazu stehen die Balladen „Headache Remains“ und „DOIOU“, die mit einer Mixtur aus eingängigem Gesang mit sehr melodischen Hooklines und sleazigen Instrumentalisierung es schaffen Gefühle zu transportieren. Verwirrung macht sich dann jedoch bei „Love Can’t Say“ breit, da sich der Song aufgrund seiner markigen Bassline eher an den Über-Hit „Under The Bridge“ erinnert und sich dadurch trotz gutgemeinter Idee leider im Schatten der Red Hot Chilli Peppers verliert.

Zwar zeigt die Band mit Titeln wie „Gazoline“ oder „Footsteps On The Moon“, dass sie genau wissen, wo das Gaspedal liegt, jedoch wirkt es an manch anderen Stelle gar so, als ob man mit eingängigen Stücken, wie „Can´t Get Enough“ oder „I want my disco“ auf Nummer Sicher gehen wollte, um eine breite Zuhörerschar zu erreichen.

 

Mit „HBLX“ zeigt das Quartett, wie man Songs mit Ohrwurmpotenzial im Stile von Red Hot Chilli Peppers, The Hives oder gar Royal Republic produzieren kann, dabei aber auch die nötige Würze und Frische liefert, die man für einen musikalischen Neuanfang nach einer relativ langen Abwesenheit benötigt. Leider gelingt es Ihnen nicht, wie bereits angesprochen, diese nötige Würze und Frische in all Ihren Songs zu transportieren. Schade, denn von radiotauglichem Rock wird derzeit die Musiklandschaft überschwemmt. Das hat Abzüge zur Folge. Allerdings die Crossover-Band von einst ist hörbar erwachsen geworden und liefert mit ihrer neuen Scheibe trotzdem ein durchaus solides Rockalbum.

 

Wer die Band in Verbindung mit ihrem neuen Material live erleben möchte, hat vielfältig Gelegenheit dazu. Erste Auftritte für die Festivalsaison von Mai bis August hat die Band bereits bestätigt (u.a. Taubertal Open Air, Highfield, Deichbrand, Greenfield), eine ausgiebige Tour folgt im Herbst 2012 und Frühjahr 2013.

 

Review von Marcus Berg

 

 

H-BLOCKX – “HBLX” Trackliste:

01. Hi Hello
02. Gazoline
03. Can´t Get Enough
04. Footsteps On The Moon
05. Love Can´t Say
06. In Your Head
07. I Want My Disco
08. DOIOU
09. I Want You
10. The Bitch Is Back
11. Headache Remains

 

Gesamtspielzeit: 37:06 min.


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Mehr zum Thema:

Offizielle Webseite: www.hblx.de

H-Blockx bei facebook: www.facebook.com/HBLOCKXofficial

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