Label: Rca Int. (Sony Music)
Veröffentlichung: 12.04.2011

Auch wenn mittlerweile ein Monat vergangen ist, kann man dieses Jahr nicht daran vorbei gehen. 2011 gehört den Foo Fighters.

Es ist nicht das erste Mal, dass eine Band nach etwa 16 Jahren Bestehen “back to the roots” gehen, jedoch auch die neugewonnenen Fans nicht vergraulen will. Einige scheitern daran, doch nicht die Foo Fighters. Frontman Dave Grohl behauptet, es sei das härteste Foo Fighters Album bis dato, es sei keine einzige Akkustikgitarre drauf und immerhin wurde es in Grohls Garage aufgenommen. Alte Garagezeiten leben hoch!

Und tatsächlich fängt der Opener des Albums Bridge is Burning” für Foo Fighters verhältnismäßig ziemlich hart an – das macht Lust und Laune und gibt Hoffnung auf ein erstklassiges Album der Foo Fighters. Nach dem ersten Song sind die Erwartungen auf den Rest des Album ziemlich hoch. Doch auch das darauf folgende Lied “Rope” mit bekannten Klängen von den Foo Fighters bringt Power mit sich. Da kann man sich schon daran erfreuen, dass “Dear Rosemary wiederum ein wenig aufatmen lässt, denn für das, vor allem gesanglich härteste Lied des Rockalbums “White Limo” braucht man definitiv physisches Durchhaltevermögen – wenn man dazu in jeglicher Hüpf oder Banger-Form mitmacht, wozu dieses Lied sofort verleitet.

So kommt der nächste, ein klein wenig langsamere Part mit “Arlandria” als Verschnaufpause, doch ohne an Power und Lautstärke im Refrain zu verlieren, wieder ganz gelegen um in altbewährte Foo Fighters Stimmungslieder über zu gehen. “These Days” ist zu Anfang noch eine Stufe ruhiger, aber erinnert dann etwas an “Learn to Fly” – Zeiten, nur mit viel mehr Taktabwechslung innerhalb des Liedes. Und so zieht sich das Album auch bis zum Schluss durch. Keine Balladen sondern durchgehend rockig gehalten und stimmungsmachend. Der Grundaufbau der Lieder ist Easy-Hard-Harder, was den Wechsel von Chorus zu Refrain angeht.

“Back and Forth” bietet da die wohl einzige Ausnahme und dudelt schon beinahe ein wenig vor sich hin, knüpft aber wiederum an “Learn to Fly” oder “Up In Arms” an. “A Matter of Time” bringt, dank des Refrains, das Album wieder auf die Grundstruktur zurück. Das darauffolgende “Miss The Misery” mit dem etwas schweren und schleppendem Grundton, welches aber zum Rocklied des Albums ernannt werden kann, erinnert wieder daran, was Foo Fighters mit ihrem aktuellen Album bieten wollten. So wird auch die (fast) Ballade “I Should Have Known”, mit Begeleitung von Krist Novoselic – dem Gründungsmitglied von Nirvana –  in ihrem Verlauf immer lauter, heller und schneller, und ist zugleich der düsterste Song des Albums. Durch “Walk” verabschieden sich die Foo Fighters nicht wirklich. Hier wird das Tempo noch einmal angezogen und man kann sich auf einen runden Abschluss dieses durch und durch erfolgreichen Power geladenen Albums freuen.


Auf alle Fälle hört man, dass sich die Band diesmal ohne Akkustikgitarren zu helfen wussten und die volle Power der E-Gitarren auf ihre bekannte Foo Fighters Art nutzen.

Jedes Lied an sich hat einen starken Wiedererkennungswert und fällt einem leicht ins Gehör, so, dass man auch beim ersten Anhören gleich mitsingen könnte. Zudem macht das Album so viel Laune, dass man es den gesamten Tag lang Schleife laufen lassen kann, ohne von den Songs genervt zu werden.

Es ist definitiv ein starkes Album. Nicht umsonst haben sie mittlerweile in Deutschland, UK und USA den ersten Platz der Charts erreicht. “Waisting Light” gehört dieses Jahr 2011 auf alle Fälle in die CD Sammlung und zu den Top Ten der Frühjahr/Sommer-Alben.

Auch wenn manche Stimmen die kommerzielle Seite zu beklagen haben, so haben die Foo Fighters mit “Wasting Light” einen guten Spagat zwischen dem “Back to the roots”-Konzept und dem Kommerziellen geschafft. Diesen Erfolg des Albums haben sie nicht zuletzt der Garageaufnahmen zu verdanken, auf die so manch ein Musiker bei der guten Soundqualität  bestimmt neidisch ist. Produzent Butch Vig, mit dem Dave Grohl vor 20 Jahren mit Nirvana arbeitete und der Wiedereinstieg des Gitarristen Pat Smear (1995-1997, Tour 2006) liefern dem Album die gewollte Härte. Auch der Hüsker-Dü Sänger und Gitarrist Bob Mould, der einen Einfluss auf den Grunge-Stil hatte, ließ es sich nicht nehmen bei “Dear Rosemary” seine Stimme zu verewigen.

Die Foo Fighters sorgen mit ihrem neusten Werk dafür, dass der Sommer rockig beginnt, klare Kaufempfehlung.


Hörproben:


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Wer die Foo Fighters dieses Jahr auch Live erleben möchte, der kann sich an folgenden Terminen in Deutschland orientieren:

17.6.2011 Southside Festival

18.6.2011 Berlin, Wuhlheide (ausverkauft)

19.6.2011 Hurricane Festival

21.8.2011 Erfurt, Highfield

23.8.2011 Köln, Laxness Arena

24.8.2011 Übersee, Chiemsee Festival

weitere Tourdaten und Tickets findet ihr auf der offiziellen Foo Fighters Homepage.


Tracklist:

01.  Bridge Burning

02.  Rope

03.  Dear Rosemary

04.  White Limo

05.  Arlandria

06.  These Days

07.  Back  Forth

08.  A Matter Of Time

09.  Miss The Misery

10.  I Should Have Known

11.  Walk

 

Review von Maja Trumpfheller

Wertung: 0=5 Sterne

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