Donnerstag, Mai 30, 2024

Durstige Nachbarn – Demo

Die Durstigen Nachbarn machen seit 2003 gemeinsam Musik, haben eine Live-CD und bereits zwei Demo-CDs aufgenommen. Auf der Bühne standen sie bereits mit den KrawallBrüdern, Eastside Boys, Pöbel & Gesocks oder auch Kärbholz, um nur einige zu nennen.

Nach einer Zwangspause, wegen einer internen Umbesetzung, nahm die Band Ende 2009 ihre aktuelle Demo-CD auf. Wieso also nun, Mitte 2011, das Review? Ganz einfach, weil der Gitarrist, der damals die Band verlassen hatte, wieder dabei ist. Jetzt sind die Durstigen Nachbarn endgültig wieder komplett und wollen richtig durchstarten.

Auf der CD befinden sich 10 Songs, die ohne großes Gerede als geradliniger Oi-Punk genannt werden können. Textlich behandelt die Band Themen wie die freie Meinung, Aggressionen,die einen jeden Tag beschäftigen oder das Skinheadleben. So wird zum Beispiel im Song „Meinungsfreiheit“ deutlich gemacht, wie viele Menschen denken:

„Egal, was soll es, Meinungsfreiheit brauch ich nicht um frei zu reden und zu denken. Ich lasse mich ein meinem Handeln und Leben nicht beschränken. Meinungsfreiheit ist ein Wort, so wie jedes anderes auch. Ein Wort ohne Bedeutung, ohne Wert und Gebrauch.“

Die Titel „Skins & Punks“ und „Skinhead oder nicht“ handeln, wir man erwarten dürfte, von dem Way of Life und was damit zusammenhängt. Hier wird auch ganz deutlich gemacht, dass die Band nichts mit politischen Extremen zu tun haben möchte:

„Lass dir nichts erzählen,was gut ist und was schlecht. Sei immer du selber, Skinhead oder nicht. Lass die nichts erzählen, denn du bist doch kein Idiot. Das stürzt dich ins Verderben, scheiß auf braun und rot.“

Insgesamt bietet diese CD zehn deutschsprachige Oi-Songs, die leider in einer relativ bescheidenen Qualität aufgenommen worden sind. Allerdings hat die Band sehr großes Potenzial und liefert den ein oder anderen Ohrwurm ab. Mir persönlich gefallen die Melodien und Ideen der Durstigen Nachbarn, denn neben dem klassischen Oi-Punk werden hier auch viele Ska-Elemente eingebaut, die sich hören lassen können. Ihre Instrumente beherrschen sie definitiv, es müsste nur ein ordentliches Label her und los gehts. Ab und zu erinnert mich der Gesang an Loikaemie, allerdings gibt es hier mehr Chöre und Rythmen auf die Ohren.

Review von Florian Puschke

Pressure Magazine
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