Dr. Woggle meldet sich mit „Love is like food“-EP zurück!
Weinheim hat in diesem Jahr mind. zwei Gründe zu feiern, da das Café Central seinen 30-jährigen Geburtstag feiert und sich die ebenfalls aus Weinheim stammende Rocksteady-Band „Dr. Woggle & the Radio“ mit sechs neuen Liedern eindrucksvoll zurückmeldet. Vorbei scheinen die Tage, als die Bandmitglieder mit dem selbst erfundenen Label „Reggae-Hooligans“ kokettierten, geblieben ist jedoch der weiße Anzug des Sängers, die gemeinsame Liebe zur Musik und natürlich die in allen sechs neuen Liedern omnipräsente Message, dass vor allem die Liebe und der Respekt voreinander bei der Lösung der existierenden Krisen helfen wird.
Der erste Song „Love is like food“ der im Juni veröffentlichten gleichnamigen EP kommt so beschwingt leicht daher, dass man innerhalb weniger Sekunden die Alltagssorgen vergisst und sich beinahe federleicht rhythmisch im Takt bewegt. Weiter geht es mit dem etwas gemächlicheren Lied „It´s true“, bei dem die Band durch die Sängerin Jenny Yeboah unterstützt wird und das durch seinen hohen Blechbläsereinsatz auch für die Freunde der „2Tone“-Musik schön anzuhören ist. Etwas weniger gut gefällt mir hingegen der dritte Song „Shine“, da hier für meinen Geschmack zu oft das Keyboard zu hören ist. Zwei Songs „The moth“ und „Greg“ kommen gänzlich ohne Gesang aus und einzig von der melodischen Vielfalt der Instrumente getragen.
Bei beiden Liedern empfinde ich den ergänzenden Einsatz aller Instrumente (auch des Keyboards) als gelungen. Trotz mehrerer Neuzugänge innerhalb der Band im Laufe der letzten 25 Jahre ist die Spielfreude ungebrochen und erfährt im Lied „Someone special“ einen weiteren Höhepunkt. In diesem wird der leicht zu merkende Refrain so eingängig vorgetragen, dass man sich animiert fühlt, spätestens bei der zweiten Wiederholung mitzusingen. Ich könnte wetten, dass dieses Lied live aufgrund des Ohrwurmcharakters mit am besten ankommen wird.
Fazit: „Love is like food“ setzt hohe Maßstäbe in Sachen jamaikanischer Musik, die aus Deutschland stammt.
Review von Sveni






















