Label: Diffidati Records
Veröffentlichung: 

Eines kann man den Jungs von Donkey Work nicht vorwerfen: Sie haben auf ihrem Debütalbum „Kick up the Racket!“ kein, aber auch kein Kernthema linker Protestkultur ausgelassen. Ob Nazis („Bonehead“), die Geldgeilheit der Gesellschaft („Geld“),  vom Ehemann unterdrückte Frauen („Nasty Life“), Soldaten und Krieg („Lords of the war“), Polizisten („Soul of the Chinese Cops“) oder die Fortschritts- und Technologiegesellschaft („Foward“).

Sie alle werden angeprangert, beschimpft, angegriffen oder doch zumindest erheblich in Frage gestellt.  Und natürlich wollen wir eine bessere Welt („This World“)

 

Das allein ist natürlich alles andere als verwerflich, werden doch Bands mit klarer Haltung und Botschaft seltener und rarer.

Doch Donkey Work suchen keine neuen Wege, sie ertränken ihre Botschaft in Klischees und das in erschreckend uninspirierter Sprache. So fragt man sich  bei Zeilen wie „Du bist stolz drauf weiß zu sein, dein Hirn gleicht einem Kieselstein“ („Bonehead“) ob ein Reim wirklich alles ist und ob man nicht doch noch was anderes gefunden hätte.

Musikalisch zeigen die Potsdamer, die seit 2007 zusammen spielen, allerdings Potential.  Ehrlicher Oi-Punk, der nach vorne geht. Kein Schnickschnack. Drums, Bass, Gitarre und Gesang. Fertig ist die Laube.  Songs wie der Titeltrack „Kick up a Recket!“ oder „Lords of the war!“ überzeugen durch Energie und hohen Pogo-Faktor. Es könnte Spaß machen, das live zu erleben.

Und fast am Ende des Albums, so kurz vor dem Bonustrack, überraschen uns Donkey Work mit einem kleinem und recht feinem Lied namens „Skinheadlife“. Ein bisschen Ska, ein bisschen Oi-Punk. Ein wenig Ben Sherman und dazu recht kurze Haare, hübsche Frauen und unzählige Biere. Was wollt ihr mehr, Jungs ?!

 

Review von Dyk Bonkers

Wertung: 0=3 Sterne

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