Label: Drakkar
Veröffentlichung: 27.04.2012

Welcher echte Kerl kennt das nicht: Was mit Cowboy-und-Indianer-Spiele begann, wurde in späteren Jahren durch die Vorliebe für Sergio Leone Italowestern abgelöst. Eine Band, die sich um genau dieses Genre mit Erfolg ihren eigenen Mikrokosmos aufgebaut haben sind DEZPERADOZ, die mit ihrem „Western Metal“ regelrechte Western-Soundtracks erschaffen. Gegründet im Jahr 2000 galt die Band ursprünglich als Projekt der beiden Vollblutmusiker Alex Kraft (Gesang, Gitarre) und Tom Angelripper. Mehr als 10 Jahre später, erscheint mit „Dead Man’s Hand“ ihr mittlerweile viertes Werk und bringt damit zum Ausdruck, dass sich DEZPERADOZ als ernstzunehmende Band etabliert hat.

„Dead Man’s Hand“ überrascht zunächst mit einer beachtlichen Anzahl von 14 Songs, die allesamt grandios produziert sind und jede Menge Hits liefert. Nachdem der Vorgänger eher unterschiedliche Kritiken erntete, Namen sich Alex Kraft und seine Mannen diese Kritik wohl zu Herzen und liefern nun ein Album, dass angefangen vom Artwork, den coolen Bandshots im Booklet bis hin zu den Details in jedem einzelnen Song ein schlüssiges Gesamtkunstwerk ergibt.

Neben all den Sound-Perlen wie „Under The Gun“, „Just Like Cowboyzz Do“, darf im Song „Showdown“ auch ein Gastbeitrag von Tom Angelripper nicht fehlen. Die Tracks klingen durch die Bank äußerst cool und charakteristisch und suggerieren dem Hörer förmlich eine malerische Prärielandschaft mit rauen Sitten und all seinen Western-Kischees.

Wie auch bereits bei den Vorgängeralben wird auch mit dieser Veröffentlichung ein weiteres Western-Szenario thematisiert und handelt von der Lebensgeschichte des bekannten James Butler „Wild Bill“ Hickok, dem in den frühen Jahres des Bürgerkrieges in bei einer geselliger Pokerrunde im „Saloon No. 10“ in den Rücken geschossen wurde.

 

Kurz: Mit „Dead Man’s Hand“ verfeinern die DEZPERADOZ jedes Barbeque mit ihrer pikanten Note und brennen im Abgang scharf wie ein ordentlicher Schluck Bourbon Whiskey. Hiermit dürfte nun auch jedem klar sein, dass echte Cowboys nicht in der Jury von Castingsshows, sondern fest im Sattel sitzen. Insofern keine weiteren Worte, sondern ab auf’s Pferd, denn diese Platte ist ein Pflichtkauf, der in keinem gutsortierten Plattenregal fehlen darf.

 

Review von Marcus Berg

 

 

 

Dezperadoz – „Yippie Ya Yeah! (More Than One Good Reason)“

{youtube width=“580″}nfxJfNqsvhk{/youtube}

 

 

Tracklist:

01. Deadwood [02:25]
02. Under The Gun [03:04]
03. Yippie Ya Yeah (More Than…) [04:25]
04. Badlands [05:21]
05. Bullet With My Name [03:40]
06. Just Like Cowboyzz Do [05:22]
07. Last Man Standing [06:28]
08. My Ol’ Rebel Heart [03:37]
09. Saloon No. 10 [04:49]
10. Dead Man’s Hand [02:37]
11. Showdown [03:34]
12. Train Of Souls [06:36]
13. Wild Horses [01:58]
14. My Gun And Me (Southern Pride Version) [04:13]

Wertung: 0=5 Sterne

Kommentar verfassen