Donnerstag, Mai 30, 2024

Born to Lose – The Dreams of Kids

Label: I Hate People Records
Veröffentlichung: 07.05.2010

Hach, Streetpunk. Egal, wie abgedroschen man das Genre sehen will und wie viele Bands die letzten Jahre über schon unter dieser Flagge gesegelt sind – es kommt immer mal wieder die eine oder andere Überraschung rum, die einen dann eben doch noch an die Working Class und deren musikalischen Output glauben lässt. Genau so etwas ist das dritte Album von Born to Lose geworden.

Zwölf Songs lang liefern die Texaner auf „The Dreams of Kids“ feinste Straßenhymnen für die Underdogs dieser Welt ab, die sich von den Großen des Genres in keinster Weise zu verstecken brauchen. Reibeisenstimme, dicke Singalong-Refrains, viel Melodie – mit dieser Mische kann man eigentlich nichts falsch machen. Das erste Mal beim Mitsummen erwischt man sich dann auch recht fix: Schon beim dritten Track „Sayonara, Kid!“ ist der Refrain schnell verinnerlicht und mitgeträllert. Midtempo-Songs sind aber nicht alles, das zeigt bereits der nächste Song, „The Bored and the Lost“, der deutlich energiegeladener und schneller zu Werke geht.

Trotz allem Spaß, den die Platte macht: Sie erfindet das Rad nicht neu. Referenzen an die Street Dogs, Bonecrusher, Discipline (falls man deren Proleten-Core überhaupt noch Streetpunk nennen kann) und andere Granden finden sich durchaus das eine oder andere Mal. Muss das schlecht sein? Überhaupt nicht, denn „The Dreams of Kids“ hat immer noch genügend Eigenständigkeit, trotz dem einen oder anderen Patzer (das Gitarrensolo auf „Shallow Graves“ hätte es zum Beispiel wirklich nicht gebraucht). Nach der Hälfte der Songs lässt sich zwar ein leichter Abfall in Sachen Qualität nicht verleugnen, trotzdem rangieren „Born to Lose“ noch immer weiter über dem Mittelfeld. Und knallen dann mit „Down“, „Hard Rain“ und „Last Chance Boys“ auch wieder ordentlich rein. Alles in allem und überhaupt: Gelungene Platte, weiter so!

Wertung: 0=5 Sterne

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