Label: MCA Record
Veröffentlichung: 17. November 2003

Mit ihrer neuen selbstbetitelten Veröffentlichung knüpfen BLINK 182 an Erfolge mit „Take off your pants and jacket…“ und „enema of state“ nahtlos an. Mit eingängigen Pop-Punk-Hymnen verbreitet die „besttätowierteste Band“ mit dieser Scheibe das bekannte Flair, mit dem bisher jedes Album zu überzeugen wusste. Mit Oldshool-Videos und entsprechendem Coverartwork versuchen die Collegerocker zudem darüber hinwegzutäuschen, dass es sich bei Blink 182 um mehrfache Plattenmillionäre mit eigenen Modekollektionen (Famous, Atticus, u.a.) handelt. Mit einer Spielzeit von insgesamt einer Stunde, sowie einer ordentlichen Portion Individualismus und Ideenreichtum, ist das Album mit 15 Songs ein fettes Punkrock-Paket, welches nur so von stimmungsschwankenden Parts strotzt. Ob mit The Cure’s Robert Smith als Gastsaenger! oder überraschend langen instrumentalen Einlagen a la „Down“ ist es doch sehr beachtlich in welche Richtung sich die drei Musiker entwickelt haben. Ebenso wird deutlich, dass nicht mehr der Partyspaß, sondern kontroverse anspruchsvolle Texte im Vordergrund stehen und auch das Tempo ein wenig zurückgegangen ist. Eine elementare Rolle spielt übrigens Drummer Travis, dessen Nebenprojekt THE TRANSPLANTS mit RANCID-Sänger Tom Armstrong bereits für großes Aufsehen gesorgt haben müsste und auch hier eine hörenswerte Glanzleistung abliefert. Allerdings habe auch ich mich anfangs etwas schwer getan und musste der Scheibe in der Gewöhnungszeit einige Durchläufe geben, bis sich die empfehlenswerten Songs herauskristallisierten. „Feeling this“, „Violence“ oder „Always“ sind hier nur einige Highlights dieser Veröffentlichung. Blink-Fans werden diesmal mit Sicherheit dran zu kauen haben und auch werden die Meinungen arg auseinander gehen, da die Zeiten von Pogo-tauglichen Songs wohl definitiv vorbei zu sein scheinen. Bonusmaterial gibt es diesmal in Form des Livetracks „Anthem Two“ und 4 Videoclips auf der CD.

Wertung: 0=5 Sterne

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