Bierpöbel / Raufhandel – Auf alte Tage, auf neue Zeiten

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Bierpoebel Raufhandel album cover
Bierpöbel Raufhandel - album cover

Label: Randale Records

Ein Split Album namens “Auf alte Tage, auf neue Zeiten” haben die beiden Schweizer Bands Bierpöbel und Raufhandel aufgenommen. Die Züricher Bierpöbel wurden 1995 ins Leben gerufen, jedoch 1998 aus privaten Gründen wieder aufgelöst. Das Musizieren gaben die drei Musiker jedoch nie auf. 2007 kam es dann durch eine Schnapsidee beim Fussball zur Reunion. Raufhandel, die ebenfalls aus Zürich kommen, haben sich vor kurzer Zeit unter einigen Umständen gegründet und bezeichnen ihre Musik selbst als “Primitiv Oi!”. Da bin ich mal gespannt, was mich in den nächsten acht Songs erwartet.

Jede Band steuert vier Titel zur Split bei und den Anfang machen die drei Gesellen von Bierpöbel. Mit “Unser Sport”, “Wunderbare Zeit”, “Am Sack” und “Punkrock, Bier und Pornofilme” werden Songs über Fussball, die gute alte Zeit und den Way of Life gesungen. Davon geht “Wunderbare Zeit” durch die Melodie und den guten Text am besten ins Ohr.

“War das ne wunderbare Zeit / Wie waren jung und zu allem bereit / Ich will nicht sagen, dass es damals besser war / Wir waren jung, wir waren vereint / Waren zu jedem Scheiss bereit / Waren anders und stolz dabei”.

Die Musik von Raufhandel wirkt durch die Stimme des Sängers etwas härter, aber auch ausgereift und durchaus hoffnungsvoll für ein Debut. Die Titel “Aufruf”, “Schwerstens tätowiert”, “Lügen” und “Im Auftrag des Lärm” behandeln typische Themen wie den Aufruf an die Jugend, etwas mehr Widerstand zu leisten, Tattoos, Lügen und ihren Lebensstil, den Punkrock.

“Raufhandel im Auftrag des Lärm / erwachsen werden liegt uns fern / für Punkrock wurden wir geboren / maltretieren eure Ohren”.

Das Cover kann sich dank einer guten Zeichnung vom Bloody Blue Tattoo – Studio sehen lassen und auch der Rest des Artworks liefert dem Hörer alles, was er braucht. Ich bin gespannt auf die Alben der beiden Bands, denn es wird von beiden Bands eine gute Mischung aus Punkrock und Oi geboten.

Review von Florian