Asteroid – Asteroid

337

Label: Fuzzoramarecords
Veröffentlichung: 21.05.2007

Die junge schwedische Band “Asteroid” liefert mit ihrem gleichnamigen Album einen klassischen Vertreter des Psychedelic Rock ab. Insgesamt ist das Album von sehr schleppender Rhythmik und entsprechendem Gesang geprägt, die meist eher überdurchschnittlich lange Spielzeit der einzelnen Songs tut ihr Übriges dazu. Die Gitarren brummen in tiefen Tonlagen daher, die Lead-Vocals bilden in etwas höheren Tonlagen einen passenden Kontrast, der die jeweiligen Parts nochmals bekräftigt und betont. Für meinen Geschmack ist das Ganze etwas zu lahm, weil die Solos und Bridges zwar gut ausgeprägt sind, dennoch aber zu schleppend und genügsam daher kommen. Es hört sich zwar alles andere als schlecht an, (die Jungs beherrschen ihre Instrumente und Stimmen, keine Frage) allerdings habe ich kaum das Bedürfnis einen Song unbedingt noch einmal hören zu wollen. So gut alles gelungen ist, so oft habe ich diese Art von Musik auch schon gehört. Alles wirkt grundsolide, ohne dass eine bestimmte Komponente hervorgehoben werden kann, dazu ist der Gesamtsound zu eintönig. Zwar gibt es auch Tempowechsel, diese stellen aber die Ausnahme dar und sehr schnell beruhigt sich die Situation dann auch wieder. Die Produktion ist entsprechend der gebotenen Musik “dreckig”, die Instrumente und Stimmen verschmelzen zu einer Einheit, das Ganze erinnert eher an guten, alten Garagensound als an heute immer mehr verbreitete “Plastikproduktionen”. Kurzum: der Sound passt sehr gut und klingt angenehm nostalgisch, ohne dabei billig oder gewollt alt zu wirken. Bei einer sehr ordentlichen Spielzeit von knapp 1 Stunde (bei 11 Songs) bekommt man von Seiten der Quantität einiges geboten. Als Fazit bleibt mir zu sagen, dass ich den Mut bewundere, heutzutage Musik zu spielen, die ihren Höhepunkt vor gut 30 Jahren hatte. Auch die Umsetzung ist gelungen, allerdings bleibt bei mir die Frage offen, ob das Ganze nicht nur eine “Kopie” des alten Stils ist, die mit Neuerungen sehr sparsam umgeht oder eher vollkommen vermissen lässt. Da ist mir letzten Endes das alte Original lieber…

Wertung: 0=3 Sterne