Adora-Diana – Adora-Diana

Label: Stagefight Records
Veröffentlichung: 30.11.2007

Adora-Diana, 1979 in München geboren, präsentiert uns hier ihr in kompletter Eigenregie fertig gestelltes Erstlingswerk. Angepriesen als eine Mischung aus Gothic, Electro, Metal, Industrial und Punk war ich gespannt auf das tatsächliche Ergebnis, vor allem da das Ganze auch mit einer professionellen Stimme (Adora-Diana ist Gesangslehrerin) untermalt sein soll. So weit die Theorie, kommen wir zur Praxis, zur musikalischen Realität. Hier fällt es mir schwer, ein Urteil zu fällen, deshalb zunächst einmal eine Beschreibung der einzelnen Komponenten: zunächst fällt mir beim Opener das mit seichter „Horroratmosphäre“ besetzte Intro auf. Herrlich schrille Instrumente, ein bedrohliches Schlagzeug, spitze! Dann aber ein kurzer Schock..die Stimme..noch um einiges schriller als eben beschriebene Insturmente und erstmal markerschütternd im negativsten Sinne. DAS soll die anfangs erwähnte professionelle Stimme sein? Für mich, der keine Ahnung von professionellem Gesang hat, hört es sich nach (sorry für den Ausdruck, aber er entspricht meiner Empfindung) hilflosem Gekrächze an, nach „ich darf eigentlich nur unter der Dusche singen“. Die Professionalität daran kann ich nicht wirklich beurteilen, aber dass ich hier maßlos enttäuscht wurde, ist nunmal Fakt. Natürlich habe ich das Album trotzdem mehrmals bis zum Ende gehört, und der erste Schock war irgendwann auch verflogen, allerdings kann ich der Stimme nach wie vor nichts abgewinnen. Geschmackssache hin oder her, ich bin Fan schöner Frauenstimmen, die von Adora-Diana wird definitiv nicht dazu gehören. Ja, ich gehe sehr intensiv mit dem Aspekt „Gesang“ um, da er für mich zu den absolut wichtigsten gehört. Eine gute Stimme, ein emotionaler Gesang, kann auch aus lahmen 08/15 Liedern noch jede Menge herauskitzeln. In diesem Fall ist es eher umgekehrt, der musikalische Part gefällt mir sehr gut, Orgeln, Geigen und vor allem auch der schleppende Bass erschaffen eine dichte Atmosphäre. 14 Songs ergeben eine ordentliche Gesamtspielzeit von 48 Minuten. Die letzten beiden Tracks sind musikalisch untermalte Gedichte. Zusätzlich befindet sich als Multimedia-Part ein Musikvideo auf der CD. Die Aufmachung ist sehr schön und aufwändig gestaltet, das Beiheft bietet alle Texte und Fotos der Künstlerin. Fazit: Im Prinzip ist alles gesagt: musikalisch wird hier Feines geboten, die Stimme der Dame sagt mir allerdings überhaupt nicht zu und ist mindestens sehr gewöhnungsbedürftig!

Wertung: 0=3 Sterne

Pressure Magazine
Pressure Magazine ist ein Online-Musikmagazin, das sich auf die rockige Musikszene spezialisiert hat. Unsere Autoren sind leidenschaftliche Musikfans und liefern dir Artikel, Rezensionen, Interviews und Ankündigungen zu bevorstehenden Musikveranstaltungen. Unser Ziel ist es, dich als Musikfan auf dem Laufenden zu halten und dir eine Plattform für Feedback, Anfragen und Kommentare zu bieten.

Ähnliche Themen

Rock ’n‘ Roll Insights: Talk mit Untamed

Erfahre im Interview mit Untamed mehr über die Entstehung ihrer neuen Single "I Ain't Gonna Do It" und ihre kommenden Pläne.

The Pill Interview: Eine neue Ära des Punk-Rocks

Neue Stimmen im Altbekannten - "The Pill" setzt auf provokative Nostalgie Die Musikszene wird regelmäßig von Newcomern durchgeschüttelt, die frischen Wind in altbekannte Genres bringen....

Kurzinterview mit Sascha Bendiks (Singer-Songwriter)

Muss Kunst eigentlich immer irritieren, um große Aufmerksamkeit zu erlangen? Mich muss sie in ersten Linie berühren, wie auch immer. Kunst um der Aufmerksamkeit willen ist...

In Teufels Küche: Hardrock Variationen für Klavier und Akkordeon

Die Geschichte des Hardrock erhält mit diesem Album ein neues Kapitel. Die Freiburger Sascha Bendiks und Simon Höneß zeigen keine Skrupel, die Klassiker von...

Bad Religion: Die Punkrock-Pioniere und ihr prägender Einfluss

Bad Religion, die Punkrock-Urgesteine, waren dieses Jahr auf einem Europatrip und haben dabei das Full Force Festival in Gräfenhainchen und das erste Save The...

So war das Save The Core Festival 2024

Über 6000 Besucher strömten zum ersten Save The Core Festival am 6. Juli 2024 im Stadionpark Nürnberg und sahen Top-Bands, wie Bad Religion, Millencolin oder Suicidal Tendencies.
- Werbung -

Aktuelles

The Pill Interview: Eine neue Ära des Punk-Rocks

Neue Stimmen im Altbekannten - "The Pill" setzt auf provokative Nostalgie Die Musikszene wird regelmäßig von Newcomern durchgeschüttelt, die frischen Wind in altbekannte Genres bringen....

Follow us:

10,640FansGefällt mir
13,367FollowerFolgen
854FollowerFolgen