WithFullForceFestivalbericht
With Full Force 2013 Festivalbericht

With Full Force 2013 ist Geschichte und war wie immer ein eindrucksvolles Festivalerlebnis für Freunde von Metal, Punk und Hardcore! Wie auch im vergangenen Jahr, schickten wir unseren Festival-Reporter Vogo zum Ort des Geschehens nach Roitzschjora oder besser gesagt, zum härtesten Acker Deutschlands. Am Ende des Berichtes seid ihr gefragt. Die With Full Force Veranstalter haben sich zusammen mit dem Pressure Magazine eine ganz Besondere Gewinnspiel-Aktion für alle Festivalteilnehmer einfallen lassen.

Wir haben lange auf das Event hingefiebert: Mittwoch den 28.06.2013 war es mal wieder soweit. Aufbruch auf das alljährliche With Full Force Festival. Den Bus hatten wir vollgepackt, mit allem, was man für einen mehrtägigen Festivalbesuch so braucht.

Nach 3 Stunden Fahrt und schon dem ein oder anderen Bierchen erreichten wir den Acker des Verderbens  und checkten erstmal ein. Dann begann alles wie jedes Jahr auf dem Force. Bier trinken, grillen und ab zum Partyzelt die Lage sondieren.

Wie immer wurde man hier nicht enttäuscht. Die DJs spielten erneut eine gute Mischung an Musik  und das Partyvolk hatte wie immer eine Menge Spaß. Es war dann mal wieder so spaßig das ich mir einfach dachte:  „Ach, ich bleib jetzt so lange hier drin bis keiner mehr da ist“. Hat auch wunderbar geklappt. Der Rückweg zum Zelt gestaltete sich dann etwas schwierig da ich an gefühlten 100 Pavillons hängen geblieben bin und immer genötigt wurde doch noch ein Bier mit zu trinken. Und wie das so ist, wenn einer sagt komm wir trinken einen, dann macht man das auch.

Da schlafen bekanntermaßen überbewertet wird, bin ich dann auch gleich wach geblieben  um mir dann, nach einem relaxten Tag am Zelt, Donnerstagabend Agnostic Front, Hatebreed und Slayer anzusehen. Alle 3 lieferten meines Erachtens eine solide Show ab. Bei AF fand ich den Gesang zwar etwas leise aber gerockt hat es trotzdem. Nun war es dann auch endlich mal Zeit schlafen zu gehen. Eine Hiobsbotschaft gab es allerdings noch vorher. Meinem Mitfahrer wurde bei Hatebreed in die Füße gesprungen und alles was zwischen Sprunggelenk und Wadenbein liegt hemmungslos zerstört. Für ihn ging es erstmal ab ins Krankenhaus und da haben sie ihn auch gleich operiert.

With Full Force 2013 - 20 Jahre Vollgas!
With Full Force 2013 – 20 Jahre Vollgas!

Der Freitag war somit fast komplett gelaufen für mich, da wir unserem Freund natürlich erstmal einen Besuch im Krankenhaus abgestattet haben um ihm seine Sachen zu bringen und zu schauen wie die Aktien stehen. Aber er war dank einer Menge an Schmerzmitteln doch relativ lustig drauf.

Zum Ende von Down stand ich dann endlich wieder vor der Bühne. Herr  Anselmo war  gut gelaunt wie immer und hatte sichtlich Spaß. Nun kamen Parkway Drive und dann sollten Motörhead spielen. Leider haben diese aber aus gesundheitlichen Gründen abgesagt. Somit fand eines meiner Highlights nicht statt und ich war etwas enttäuscht.
Nach 2 Bierchen und einem Cocktail am Zelt ging es dann noch mal kurz in den Hardbowl Napalm Death schauen. Dazu braucht man wohl nicht mehr viel sagen. Es wurde gekotzt und geschrien was das Zeug hält und alle hatten ihren Spaß.
Nun hatte ich aber auch die Schnauze voll von dem Tag und bin in mein Zelt gekrochen.

Der Samstag startete mit einem leckeren Chili-Frühstück und einer Dose Energy-Drink. Ich merkte aber, dass das Elixier von Festivals eben Bier ist und bin daher auch schnell wieder umgestiegen. Schließlich musste ich mich ja mental auf A.O.K. vorbereiten. Pünktlich um 14:00 stand ich vor der Mainstage und hab den Hessen beim Quatsch machen zugeschaut. Es gab wieder viel Salat und nackte Haut für das Volk.
Da mir Hämatom und Adept irgendwie nicht taugen hab ich mir dann mal die Stände auf dem Gelände so angesehen und festgestellt, dass man echt viel Geld ausgeben kann.  Zu den Jungs von Hellyeah fand ich mich dann wieder vor der Bühne ein und muss sagen: Gefällt! Auch wenn der Sänger mich aus irgendeinem Grund doch etwas genervt hat auf Dauer. Das nächste Highlight für mich waren dann Deez Nuts. Hier war ich skeptisch, ob die Jungs auch auf der Mainstage funktionieren. Aber hat geklappt. War eine coole Party vor der Bühne. Eine Menge Crowdsurfing und alles was dazu gehört.

Nach einer Runde Sodom kam dann endlich Sick Of It All an die Reihe und haben den Leuten mal wieder gezeigt wo der HC-Hammer hängt. Sehr geil! In Flames hab ich ausfallen lassen (Ich mag die einfach nicht wirklich) und bin mal wieder Richtung Zeltplatz geeiert und da bin ich auch hängen geblieben bis Sonntagmorgen.

Da der Sonntag mein Abreisetag war, baute ich nach dem Aufstehen erstmal alles ab und frühstückte ausgiebig. Dann wurde ich gezwungen mir Mambo Kurt anzutun. Und ich kann euch sagen: Nüchtern geht der Typ mir gar nicht rein. Also kurzerhand den mobilen Bierdienst genötigt mir 3 Bier zum Exen zu verkaufen und jetzt war es auch halbwegs erträglich. Nach diesen merkwürdigen Klängen ging es frohen Mutes Richtung Hardbowl. Und nach den letzten paar Songs von Betraying The Martyrs kamen dann auch endlich Rawside auf die Bühne. Diese hatte ich jetzt länger nicht gesehen und mich dementsprechend drauf gefreut. Wie immer solider Hardcore-Punk mit guter Message. Nach „Nieder mit dem Faschopack“  wollten sie ihren letzten Song anspielen, ich glaube es war wieder ein VKJ-Cover, aber leider wurden  sie dabei unterbrochen und mussten die Bühne verlassen. Fand ich ziemlich scheiße, weil laut meiner Uhr hatten die Jungs noch 2 Minuten. Aber gut. Was soll man machen. Leider war es dann für mich auch schon wieder Zeit aufzubrechen, da ich montags doch wieder einiges auf dem Zettel hatte. Somit war es mir vergönnt Rykers endlich mal wieder nach 16 Jahren live zu sehen. Ich habe mir aber sagen lassen das die Jungs eine gute Show abgeliefert haben und das Zelt getobt hat.

Alles in allem war es wieder ein gelungenes Festival bei dem sogar das Wetter so halbwegs mitgespielt hat. Bis auf den einen oder anderen heftigen Regenguss.
Ich hatte auch das Gefühl das es immer mehr Leute auf dem besten Festival der Welt werden. Find ich gut zu sehen, dass die Mühe der Veranstalter auch weiterhin Früchte trägt und immer mehr Anhänger findet. Ich freu mich auf jeden Fall schon aufs nächste Jahr.

Cheers, euer Vogo

Fotos: Dirk Behlau www.pixeleye.de

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