FEK9: Erdbebenwarnung und Vulkanausbruch – Der Festivalbericht

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9mm beim fek die deutschrock monster  in geiselwind

Am 1. Oktober gaben sich in Geiselwind die Deutschrock Monster zum dritten Mal die Ehre. Mit 12 Bands, darunter Kracher wie Kärbholz, Frei.Wild und 9mm, zusammen mit Special Guest Gonzo Röhr ließ das Festival Geiselwind und den Autohof Strohofer bis tief in die Nacht beben.

Erdbebenwarnung und Vulkanausbruch – Das war das FEK9 2011!

5.000 Fans feierten bei extrem geilem Wetter nicht nur eine Party der Superlative sondern brachen auch den Besucherrekord von letztem Jahr.

2 Wochen zuvor war das FEK9 bereits ausverkauft und so sahen dann auch die Parkplätze auf dem Festivalgelände bereits morgens aus. Für die ohne Auto und Zelt gab es die Möglichkeit mit Bussen aus der ganzen Republik nach Geiselwind zu kommen. Der Zeltplatz war eigentlich am Freitag bereits voll, und viele die keine Karte mehr bekommen hatten waren trotzdem angereist, um einfach ein geiles Festival mitzuerleben.

Trotz der super Verkehrsanbindung, die Anreise war nach einhelliger Meinung für jeden der die A3 zu lange befahren musste ein Alptraum… Stau, Stau, Stau und eine Baustelle nach der anderen… und das betraf nicht nur die Fans, nein auch viele Bands hatten ganz schön mit den Blechmassen zu kämpfen.

Flimmernde Hitze auf dem Beton – schon vormittags hatten sich die ersten Fans angestellt und Einlass war dann auch ganz pünktlich um 12.30 Uhr. Anders als letztes Jahr waren die gesamten Merch-Stände aus der eigentlichen Eventhalle verbannt, denn mehr Platz musste her! Schließlich wollten 5.000 Fans untergebracht werden. In die Halle vom AGF Radio, wo Moderator Sascha den Fans nicht nur in den Umbauphasen musikalisch mit Onkelz Klassikern und purem Deutschrock einheizte fanden die Merchandizer ein neues Zuhause.

Um 13 Uhr gab dann Mr. Rock Rotten höchst persönlich den Startschuss und begrüßte die ersten Fans in der Halle. Und so begann es – das Deutschrock Monster Festival lies die Erde beben!

Die erste Attacke auf die Gehörgänge ritt Saint Koppschuss. Killerton und die Engel in Zivil folgten und auch die Halle füllte sich zunehmend. Als die Drei von AOP am späten Nachmittag auf die Bühne kamen, waren die Fans richtig warm gelaufen.

Als die ersten Töne des Serum 114 Intros zu hören waren gingen „114“-Rufe durch die Reihen und wie von Zauberhand füllte sich die Halle. Den Auftakt machte „Lass uns Feinde sein“ und die Meute war sofort am brodeln, ein Vulkankessel kurz vor dem Siedepunkt. Die Frage ob Esche stagedived oder nicht – rein rhetorisch! Natürlich ließ er sich das nicht nehmen mit vollem Körpereinsatz (was ihm auch einen Cut am Auge zubrachte).

Nach Serum machten sich die Retter der Alm auf die Menge zu begeistern. Auch Edelweiss war mit einer eingeschworenen Fangemeinde am Start. Zünftig in Tracht lieferten sie AC/DC mit Almtexten und ließen sich wie immer auch für die Bühnenshow einiges einfallen. Spätestens als die Band auf einmal ihre blonden Perücken aufzog wogten die Massen.

Für viele überraschend – der Auftritt von Extrabreit. Sie lieferten ihre großen Hits wie: „Flieger“, aber auch unbekanntere Songs. Als bei ihrem letzten Lied „Hurra, Hurra die Schule brennt“ die Leute vor der Bühne das Pogen anfingen, konnte sich wohl auch Kai Havaii der Sänger von Extrabreit ein Grinsen nicht verkneifen. Im Nachgang des Konzerts hat Kai Havaii dem Pressure Magazine ein Interview gegeben – aber mehr dazu in Kürze.

Zahlreiche Meinung des Abends war, dass die dann folgende Band nicht nur zu den besten des Abends zählte sondern auch die geilste Show gebracht hat: Kärbholz! Und Tatsache – die Halle war gerammelt voll, man hatte das Gefühl, sich kaum bewegen zu können und die Luft wurde knapp. Selbst Vorplatz, Merchbereich und die Ecke beim AGF Radio leerte sich und Kärbholz trieb den Seismographen zu neuen Ausschlägen.

Betontod hatte danach fast schon leichtes Spiel. Die angestachelte Menge grölte vom ersten Takt an mit bei „Feuer frei“ und „Schwarzes Blut“. Dann stimmten die Fans in der Halle fast unisono den Text von „Glück auf“ (Wir müssen aufhören weniger zu trinken) an und die Band stieg sofort mit ein.

Als der Gastgeber Rock Rotten mit seiner 9mm AssiRock-Truppe dann gegen 22.30 Uhr die Bühne stürmte war klar dass noch einer oben drauf gesetzt wird – und ja, das haben die Jungs auch diesmal wieder geschafft. Und das lag nicht nur an dem „verspäteten“ Auftritt von Matt “Gonzo” Röhr (der musste nämlich noch mal aufs Klo), der mit 9mm „Dick und Durstig“ zum Besten gab.

Inzwischen hatte sich alles ein wenig verzögert und als Punkt-0-Uhr Frei.Wild ankündigt wurde, merkte man bei dem ein oder anderen Festivalbesucher bereits erste Ermüdungszustände. „Jetzt geht’s los“ Chöre begleiteten bereits die Umbauarbeiten für die Band.

Bei den ersten Takten des Intros gingen tausende von Händen nach oben, und als Philipp endlich auf die Bühne kommt und seinen gewohnten Kampfschrei loslässt beginnt die Show mit „Wir sind wieder da“! Pause zwischen den Liedern – Fehlanzeige! Die Band jagt die Massen von einem Hit zum nächsten (Arschtritt, Südtirol, Weil Du mich nur verarscht hast) und auch die Fans mobilisieren nochmal Ihre letzten Kräfte pogen, hüpfen und grölen mit bis zum letzten Song.

Ein Hammer-Festival neigt sich dem Ende zu als Mr. Tennessee höchst persönlich Ski King den Abschluss machte. Dieser tätowierte Koloss ist und bleibt für immer mit seiner Darbietung von Elvis Klassikern, Johnny Cash Songs oder von den Blues Brothers in unseren Herzen.

Ich greife einfach mal zum Abschluss auf, was Philipp während des Frei.Wilds Auftritts gesagt hat: “Wahnsinn was aus einer kleinen Tour mit den Enkelz, Kärbholz und 9mm in den letzten 4 Jahren geworden ist!”

Und wir können uns da nur anschließen: Respekt! Das war es: das Deutschrock Monster Festival 2011 – F.E.K.9! Wir freuen uns jetzt schon auf 2012!

Feuer frei Rock Rotten! Mal sehen mit was Du nächstes Jahr die Erde beben lässt!

Bericht von Mostly Harmless

Mehr dazu:

Konzertfotos: Bilder vom FEK9 bei Pressure Magazine
FEK9 Offizielle Homepage: www.fek9.de