The Hives im Zenith München – Ein Abend zwischen Wahnsinn, Witz und ungebremster Energie 

Selten erlebt man eine Band, die über drei Jahrzehnte nach ihrer Gründung noch immer so hungrig, laut und spielfreudig wirkt wie am ersten Tag. Doch The Hives bewiesen gestern Abend im ausverkauften Zenith München, dass sie genau das sind: eine Naturgewalt in Schwarz und Weiß, eine perfekt geölte Live-Maschine, die Rock’n’Roll nicht nur spielt, sondern verkörpert. 

Schon beim Opener – einem energiegeladenen Stück aus dem neuen Album The Hives Forever Forever The Hives – war klar: Diese Band ist gekommen, um das Publikum mitzureißen, nicht um nostalgisch in der Vergangenheit zu schwelgen. Der unverwechselbare Mix aus Garage Rock, Punk und Showmanship zündete sofort. Spätestens bei „Main Offender“ und „Walk Idiot Walk“ war das Zenith ein einziges wogendes Meer aus erhobenen Fäusten und breiten Grinsen. 

Frontmann Howlin’ Pelle Almqvist dominierte die Bühne wie ein überdrehter Entertainer auf Koffein. Mit britischem Humor, schwedischem Akzent und theatralischer Gestik balancierte er elegant zwischen Selbstironie und Größenwahn. „München, ihr seid der Mittelpunkt des Universums – zumindest heute Abend!“, rief er, während er sich charmant durch das Publikum manövrierte. 

Musikalisch präsentierten sich The Hives in absoluter Topform. Nicholaus Arson und Vigilante Carlstroem feuerten messerscharfe Riffs ab, während Chris Dangerous am Schlagzeug das Fundament für den tosenden Sound legte. Jeder Song, ob Klassiker oder neues Material, saß präzise und pulsierte vor Energie. Besonders „Hate To Say I Told You So“ und „Tick Tick Boom“ lösten Begeisterungsstürme aus – Rockhymnen, die auch 2025 nichts von ihrer Wucht verloren haben.

Die neuen Songs fügten sich nahtlos ins Set ein und bewiesen, dass The Hives Forever Forever The Hives kein Nostalgieprojekt ist, sondern ein Statement: Diese Band ist noch immer da, noch immer laut und noch immer relevant.

Nach gut 90 Minuten, unzähligen Schweißperlen und einem donnernden Finale verabschiedete sich die Band mit einem Augenzwinkern – und dem Versprechen, bald zurückzukehren.

Fazit: The Hives im Zenith lieferten eine Show, die alles bot, was Rock’n’Roll groß macht: Tempo, Haltung, Humor und bedingungslose Hingabe. Kein Gimmick, kein Filter, keine Kompromisse – nur pure Energie. München hat an diesem Abend erlebt, warum The Hives auch nach über 30 Jahren noch zu den besten Livebands der Welt zählen.

Artikel und Konzertfotos von Lutz

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